Die beste KI-Aktie im März (+46% in 3 Wochen)
Die US-Arbeitgeber haben in diesem Jahr mehr als 1 Million Entlassungen angekündigt – so viele wie zuletzt im Pandemiejahr 2020. Allein im November summierten sich die angekündigten Stellenstreichungen auf über 71.000. Der Druck auf zahlreiche Branchen, von Technologie bis Telekommunikation, bleibt damit hoch – selbst während die Aktienmärkte weiter zulegen. Der folgende Beitrag, den wir mit Genehmigung von @KobeissiLetter veröffentlichen, zeigt einige der diesjährigen Ankündigungen im Überblick.
Der sprunghafte Anstieg der angekündigten Entlassungen steht dabei im Kontrast zu den bislang relativ moderaten wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung. Vieles deutet darauf hin, dass Unternehmen bislang eher auf Einstellungsstopps und natürliche Fluktuation setzen als auf flächendeckende Kündigungen. Das schiere Ausmaß von inzwischen mehr als 1 Million angekündigten Jobstreichungen lässt jedoch vermuten, dass sich darunter eine tieferliegende strukturelle Schwäche verbirgt. Auf kumulierter Basis zählt das Jahr 2025 damit zu den schwächsten Jahren für den Arbeitsmarkt außerhalb klassischer Rezessionsphasen.
Ein großer Teil des diesjährigen Aktienoptimismus speist sich aus der Erwartung möglicher Zinssenkungen sowie robuster Konsumausgaben. Sollte sich die Lage am Arbeitsmarkt jedoch eintrüben, während 1 Million Entlassungen im Raum stehen und die Einkommensunsicherheit zunimmt, könnte genau dieser Konsummotor ins Stocken geraten – mit spürbaren Folgen für wachstumssensitive Anlageklassen.

Wochenausblick
Diese Woche steht ganz im Zeichen der FOMC-Sitzung am Mittwoch. Der Markt für Fed Funds Futures rechnet damit, dass die Fed die Zinsen zum dritten Mal in Folge um 0,25 % senken wird. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Zahl abweichender Stimmen innerhalb der Fed rückt insbesondere die Zusammenfassung der Wirtschaftsprognosen (Summary of Economic Projections, SEP in den Fokus, wenn das Gremium über den weiteren geldpolitischen Kurs entscheidet.
Besonderes Augenmerk werden Anleger dabei auf mögliche Unterschiede in den Einschätzungen der FOMC-Mitglieder zur Inflation, zur Arbeitslosenquote sowie zur erwarteten Zahl zusätzlicher Zinssenkungen auf dem Weg bis ins Jahr 2026 richten.

Erschwinglichkeit von Wohneigentum - ein düsteres Kapitel
Der Erschwinglichkeitsindex der Federal Reserve Bank of Atlanta zeichnet ein düsteres Bild für den US-Wohnungsmarkt. Das Instrument misst die sogenannte Erschwinglichkeitslücke als Differenz zwischen dem „qualifizierten Einkommen“ und dem tatsächlichen Medianeinkommen eines US-Haushalts. Das qualifizierte Einkommen beschreibt dabei jenes Einkommensniveau, bei dem die jährlichen Wohnkosten nicht mehr als 30 % des Einkommens ausmachen – auf Basis des Medianpreises für Wohnimmobilien in den USA. Übersteigt das qualifizierte Einkommen das tatsächliche Medianeinkommen, ist die Erschwinglichkeitslücke positiv, im umgekehrten Fall negativ.
Das nachstehende Diagramm zeigt, dass diese Lücke – ob positiv oder negativ – in der Regel nur gering ausfällt. Nur selten kommt es zu deutlichen Abweichungen. Das letzte Mal, dass die Erschwinglichkeitslücke ein ähnlich extremes Niveau erreichte, war im Juli 2006, nahe dem Höhepunkt der Immobilienblase. Damals lag das qualifizierte Einkommen um 46,3 % über dem tatsächlichen Medianeinkommen. Im September 2025 betrug dieser Abstand bereits 43,1 %.
Zwar sind die Immobilienpreise seit 2020 schneller gestiegen als die Einkommen, doch die Grafik weist auf einen weiteren zentralen Treiber hin: den klaren Zusammenhang zwischen steigenden Zinsen und einer wachsenden Erschwinglichkeitslücke. Wenn die Vergangenheit als Maßstab dient, dürfte sich hier eine Anpassung ergeben. Ob diese über die Immobilienpreise, die Hypothekenzinsen, die Haushaltseinkommen oder eine Kombination dieser Faktoren erfolgt, bleibt abzuwarten. Bis dahin dürfte die Aktivität am Wohnungsmarkt gedämpft bleiben.

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