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Der Bericht über das schwache Verbrauchervertrauen vom Dienstag erinnert daran, warum einige Ökonomen unsere Wirtschaft als K-förmig bezeichnen. Die Verbraucherstimmung des Conference Board fiel im November um 6,8 Punkte auf 88,7 und blieb damit deutlich unter den Erwartungen von 93. Sie bewegt sich damit auf einem Niveau wie Anfang 2020, als die Pandemie die Wirtschaft praktisch zum Erliegen brachte. Auch die Umfrage zur Verbraucherstimmung der University of Michigan liegt nur knapp über ihrem 70-Jahres-Tief. Beide Erhebungen zeigen, dass ein Großteil der Verbraucher weiterhin vor spürbaren Herausforderungen steht. Die Einschätzungen zu aktuellen Arbeitsmarktaussichten und Jobverfügbarkeit sind verhalten. Hinzu kommen Inflation, Zölle, politische Unsicherheit und der drohende Shutdown, die viele Haushalte belasten und Investitionen in größere Anschaffungen ausbremsen.
Eine K-förmige Wirtschaft beschreibt eine Erholung, bei der sich verschiedene Teile der Wirtschaft und Gesellschaft deutlich auseinanderentwickeln – dargestellt durch die beiden Arme des Buchstabens „K“:
- Der Schrägstrich nach oben: Sektoren, Unternehmen, Vermögenswerte und Bevölkerungsgruppen, die von der Erholung profitieren und heute oft besser dastehen als vor der Pandemie. Dazu zählen Anleger von Technologiewerten, große Tech-Konzerne, die Luxusbranche, gut bezahlte Spezialisten und Haushalte mit nennenswertem Vermögen.
- Der Schrägstrich nach unten: Bereiche und Menschen, die trotz gesamtwirtschaftlicher Verbesserungen weiterhin unter Druck stehen oder stagnieren. Dazu gehören das Gastgewerbe und die Reisebranche, viele Einzelhändler im unteren Preissegment, Niedriglohnbeschäftigte im Dienstleistungssektor, kleine Unternehmen sowie zahlreiche Haushalte der Mittel- und unteren Einkommensschichten.
Die nachstehende Grafik, die die deutliche Divergenz zwischen dem S&P 500 und der Verbraucherumfrage der Universität Michigan zeigt, veranschaulicht diese K-förmige Entwicklung besonders klar. Ähnliche K-Muster lassen sich erstellen, wenn man Aktienmärkte, BIP oder Erträge großer Unternehmen mit der Schließungsrate kleiner Betriebe, den Lohnzuwächsen von Geringverdienern oder den Aktivitäten im verarbeitenden Gewerbe vergleicht.

Black Friday und Schätzungen für die Feiertage
Der Black Friday markiert traditionell den Auftakt zur Weihnachtssaison – eine Phase, in der Verbraucher weltweit mit dem Kauf von Geschenken beginnen und der Einzelhandel einen entscheidenden Teil seines Jahresumsatzes erzielt. Angesichts der im vorherigen Abschnitt beschriebenen schwachen Verbraucherstimmung erscheint es sinnvoll, einen Blick auf die aktuellen Prognosen für das diesjährige Weihnachtsgeschäft zu werfen.
Adobe Analytics: Für die USA wird ein Online-Umsatz von 11,7 Mrd. USD erwartet, ein Anstieg von 8,3 % gegenüber dem Rekordwert von 10,8 Mrd. USD im Jahr 2024.
Nationale Einzelhandelsvereinigung (NRF): Die Ausgaben für das Weihnachtsgeschäft in den Monaten November und Dezember sollen erstmals die Marke von 1 Billion USD überschreiten. Grundlage hierfür ist ein prognostiziertes Wachstum der gesamten Einzelhandelsumsätze von 3,7 % bis 4,2 %, leicht unter dem Vorjahreswert von 4,8 %.
Deloitte: Rechnet mit einem moderateren Anstieg von 3 %, da Verbraucher aufgrund hoher Preise und Zölle zurückhaltender agieren.
Bain & Company: Erwartet einen besonders starken Zuwachs von 11 % speziell für das Black-Friday-Wochenende, während die Prognose für die gesamte Feiertagssaison bei 4 % liegt. Zudem geht Bain davon aus, dass mit 186,9 Millionen Shoppern zwischen Thanksgiving und Cyber Monday ein neuer Rekordwert erreicht wird (183,4 Millionen im Jahr 2024). Außerdem wird erwartet, dass Händler mit noch höheren Rabatten werben – im Schnitt bis zu 28 % auf Elektronik, Spielwaren und Haushaltsgeräte.
Die nachstehende Grafik, die mit Genehmigung von Bloomberg erstellt wurde, zeigt eine KPMG-Erhebung, in der der prozentuale Anteil der Ausgaben nach großen Produktkategorien geschätzt wird.

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