Die beste KI-Aktie im März (+46% in 3 Wochen)
Vor zwei Wochen erklärte Jerome Powell:
„Wir könnten uns in den kommenden Monaten dem Abschluss unserer Bilanzverkürzung nähern.“
Wie bereits in einem früheren Artikel erwähnt, bereitet er den Markt damit auf ein früher als erwartetes Ende des QT vor.
Auch wenn Powell seine Beweggründe nicht im Detail erläuterte, liegt der Kern des Problems auf der Hand: Liquidität. In den vergangenen Wochen hat sich gezeigt, dass die Mittel auf den Tagesgeldmärkten zunehmend knapper werden. Vermutlich wollte Powell die Märkte nicht beunruhigen, indem er die Situation offen ansprach.
Auf der jüngsten FOMC-Sitzung senkte die Fed – wie weithin erwartet – den Leitzins um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,75 % bis 4,00 %. Powell hatte bereits zuvor auf mögliche Liquiditätsengpässe hingewiesen, weshalb die Fed das QT zum 1. Dezember beenden wird. In der offiziellen Mitteilung des Offenmarktausschusses hieß es:
„Der Ausschuss hat beschlossen, den Abbau seiner gesamten Wertpapierbestände am 1. Dezember abzuschließen.“
Abgesehen von den Bedenken hinsichtlich der Liquidität und des Bilanzabbaus zeigte sich die Fed insgesamt gelassen. Sie stellte fest, dass die Wirtschaftstätigkeit weiterhin in moderatem Tempo wachse. Die Arbeitslosenquote habe sich zwar „nach oben bewegt“, bleibe aber „niedrig“. Die Inflation sei gestiegen und bleibe „etwas erhöht“.
Innerhalb des Ausschusses gab es zwei abweichende Stimmen: Stephan Miran sprach sich für eine stärkere Zinssenkung um 50 Basispunkte aus, während Jeff Schmid den Leitzins unverändert lassen wollte.
Unsere erste Schlussfolgerung: Die Fed dürfte damit den Erwartungen einer weiteren Zinssenkung im Dezember entgegenwirken – eine Wahrscheinlichkeit von 85 % für einen erneuten Schritt nach unten erscheint vorerst überzogen, sofern sich die Arbeitsmarktdaten nicht eintrüben oder die Inflation unerwartet stark nachlässt.
Powell beendete die Pressekonferenz mit klaren Worten:
„Eine Zinssenkung im Dezember ist nicht selbstverständlich – ganz im Gegenteil.“

NLY: Was die REIT-Erträge aussagen
In unserem Kommentar der vergangenen Woche haben wir bereits darauf hingewiesen, dass REIT-Anleger Gewinnberichte anders interpretieren als klassische Aktieninvestoren. Heute werfen wir einen genaueren Blick auf die aktuellen Ergebnisse von Annaly Capital Management (NYSE:NLY).
Haftungsausschluss: In einigen der von uns verwalteten Portfolios halten wir Stamm- und Vorzugsaktien von NLY.
NLY präsentierte solide Ergebnisse, getragen von engeren Spreads bei hypothekenbesicherten Wertpapieren (MBS) – deren Renditen fielen im Vergleich zu US-Treasuries stärker – sowie von einer geringeren Marktvolatilität.
Highlights der Quartalszahlen: Jahresüberschuss (nach US-GAAP) von 1,21 USD je Aktie, ausschüttungsfähiger Gewinn (EAD) von 0,73 USD pro Aktie (über dem Konsens von 0,72 USD) und ein Nettoumsatz von 885,6 Mio. USD. Das Anlageportfolio wuchs auf 122,1 Mrd. USD, während der Verschuldungsgrad mit 7,1x stabil blieb.
REIT-Investoren bewerten ihre Engagements in der Regel anhand einiger zentraler Kennzahlen. Im Fall von NLY stechen drei besonders hervor:
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Economic Return: NLY erzielte eine wirtschaftliche Rendite von 8,1 %, womit die Gesamtrendite seit Jahresbeginn 11,5 % beträgt. Haupttreiber dieser Entwicklung waren die günstigen Zins-Spreads.
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Kurs-Buchwert-Verhältnis: Der Buchwert je Stammaktie stieg auf 19,25 USD. Zum 28. Oktober wurde die Aktie bei 21,06 USD gehandelt – einem leichten Aufschlag auf den Nettoinventarwert, entsprechend einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,09. Da die MBS-Renditen seitdem weiter gesunken sind, dürfte der aktuelle Buchwert etwas über 19,25 USD liegen.
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Nachhaltigkeit der Dividende: Die vierteljährliche Dividende von 0,70 USD ist gut gedeckt. Mit einem ausschüttungsfähigen Gewinn von 0,73 USD pro Aktie ergibt sich eine Ausschüttungsquote von rund 96 %. Die annualisierte Dividendenrendite liegt bei 13,3 %.
CFO Serena Wolfe kommentierte die Ergebnisse mit den Worten:
„Wir sind zuversichtlich, dass wir die Erträge und die Dividendendeckung dank unseres stabilen Swap-Portfolios und des disziplinierten Einsatzes unserer Vermögenswerte auch weiterhin aufrechterhalten können.“
Wir bewerten die Aussichten für NLY positiv – insbesondere vor dem Hintergrund sinkender Renditen und einer sich versteilernden Zinskurve. Die leichte Prämie auf den Buchwert birgt jedoch ein gewisses Verwässerungsrisiko für Aktionäre. Zudem könnten sich die MBS-Spreads wieder ausweiten, sobald das QT-Programm endet.
Insgesamt haben sich die NLY-Aktien in den vergangenen zwei Jahren stabil entwickelt. Angesichts der zweistelligen Dividendenrendite müssen sich Anleger nicht darauf verlassen, dass Kursgewinne die Gesamtrendite zusätzlich stützen.

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