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Die Wirtschaftstätigkeit hat sich laut den Daten im offiziellen 2. Quartal spürbar belebt, doch die zweite Jahreshälfte könnte deutlich anfälliger werden.
Ein wesentlicher Risikofaktor ist die Gefahr, dass sich der schwelende Handelskonflikt weiter zuspitzt. Präsident Trump kündigte am Montag neue Zölle an, die ab dem 1. August greifen sollen. Diesmal sind einige der größten Handelspartner der USA betroffen – darunter Japan und Südkorea –, auf deren Waren künftig 25 % Zölle erhoben werden sollen, wie der Präsident in den sozialen Medien mitteilte.
China reagierte prompt: Am Dienstag warnte Präsident Xi, dass ein Wiederaufflammen der Handelsspannungen nicht ohne Folgen bleiben würde. Peking kündigte an, Vergeltungsmaßnahmen gegen jedes Land zu ergreifen, das Vereinbarungen mit den USA eingeht, um China aus den globalen Lieferketten herauszuhalten.
Zwar hatten sich die USA und China im vergangenen Monat grundsätzlich auf einen Handelsrahmen verständigt, um die Spannungen zu reduzieren. Doch viele entscheidende Details dieses Abkommens sind nach wie vor unklar. Anleger verfolgen daher aufmerksam, ob die Märkte eine mögliche neue Runde an Handelsstreitigkeiten verkraften können.
US-Wirtschaft steuert auf Erholung im 2. Quartal zu – doch die Unsicherheit bleibt
Nach der leichten Schrumpfung im ersten Quartal dürfte sich die US-Wirtschaft im zweiten Quartal wieder fangen. Allerdings hat sich der erwartete Aufschwung spürbar verlangsamt – das zeigt die mittlere Schätzung einer Reihe von Prognosen, die von CapitalSpectator.com zusammengetragen wurden.
Für den anstehenden BIP-Bericht zum 2. Quartal wird nun ein Produktionsanstieg von 1,7 % erwartet. Das ist eine Abwärtskorrektur gegenüber dem zuvor geschätzten Zuwachs von 2,3 % in unserer Aktualisierung vom 18. Juni. Dennoch deutet die Prognose auf eine solide, wenn auch etwas abgeschwächte Erholung hin – nach dem Rückgang von 0,5 % im ersten Quartal.
Das Bureau of Economic Analysis, eine Behörde des US-Handelsministeriums, wird seinen Bericht zum BIP für das zweite Quartal am 30. Juli veröffentlichen.

Zollunsicherheit bringt Fed in die Bredouille
Der aktuelle Optimismus an den Märkten stützt sich auf die Erwartung, dass Handelsabkommen – in welcher Form auch immer – zustande kommen und die negativen Folgen der Zölle zumindest abmildern werden. Dennoch bleibt eine große Unbekannte: Wie wird die Fed auf die Entwicklung der Zollpolitik reagieren?
Die US-Notenbank befürchtet, dass die Zölle langfristig einen inflationären Effekt haben könnten – wenn auch zeitverzögert – und dass dies eine weiterhin restriktive Geldpolitik rechtfertigen würde. Trumps erneuter Fokus auf das Zollthema könnte die Fed daher dazu veranlassen, beim Thema Zinssenkungen zunächst abzuwarten, bevor sie ihre geldpolitische Haltung anpasst.
Derzeit gehen die Fed-Funds-Futures mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 % davon aus, dass der Leitzins bei der nächsten Sitzung am 30. Juli unverändert bleibt. Für September hingegen preist der Markt bereits eine 64 %ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung ein. Die spannende Frage ist nun, ob die Zolldiskussion diese Erwartungen in den kommenden Tagen verschieben wird – und welche Folgen das für die wirtschaftlichen Aussichten hätte.
„Die USA wollen weder Nullzölle noch klassische Freihandelsabkommen mit diesen Ländern“, erklärte Hsien-Ming Lien, Präsident der Chung-Hua Institution for Economic Research in Taipeh. „Trump will eine Lieferkette aufbauen, die so wenig wie möglich unter chinesischem Einfluss steht.“
