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Auf Basis des Elliott-Wellen-Prinzips (EW) hatten wir in unserem Update vom 5. Dezember für den S&P 500 (SPX) erwartet, dass
„… wir mit einem moderaten Rücksetzer in der grauen 4. Welle in den Bereich von etwa 6785 bis 6825 rechnen, bevor die nächste Aufwärtsbewegung (graue W-v) einsetzt. Diese könnte idealerweise ein Niveau zwischen 6930 und 7010 erreichen. … Die kurzfristigen Warnmarken für die Bullen liegen bei 6827, 6800, 6738, 6660 und 6597. Mit jedem Unterschreiten dieser Marken reduziert sich die Wahrscheinlichkeit eines nachhaltigen Aufwärtstrends um 20 Prozent.“
Blicken wir auf die aktuelle Entwicklung: Der Index gab am 10. Dezember bis auf 6824 Punkte nach und markierte am 11. Dezember ein Hoch bei 6903 Punkten. Während das Tief nahezu punktgenau im prognostizierten Bereich ausgebildet wurde (die Abweichung betrug lediglich einen Punkt), blieb der erwartete Zielbereich zwischen 6930 und 7010 Punkten unerreicht.
In der Folge unterschritt der Index die ersten drei Warnmarken, erreichte am 16. Dezember ein Tief bei 6720 Punkten und notiert aktuell bei rund 6830 Punkten. Vor diesem Hintergrund haben wir unsere Einschätzung angepasst und werten das Hoch bei 6903 Punkten nun lediglich als graue W-i einer größeren (grünen) fünften Welle. Demnach liegt W-ii beim Tief von 6720 Punkten, während sich aktuell eine W-iii ausbildet. Siehe dazu Abbildung 1 unten.
Abbildung 1. Mittelfristige Elliott-Wellen-Zählung für den SPX.

Konkret hat der Index bislang kein neues Allzeithoch (ATH) erreicht und befindet sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in der fünften Welle der roten W-c innerhalb der schwarzen W-3. Gleichzeitig markierte die Advance/Decline-Linie (NYAD), die hier nicht dargestellt ist, am 11. Dezember ein neues Allzeithoch. Dieses Zusammenspiel spricht klar gegen die Entstehung eines Bärenmarktes, da dieser typischerweise durch negative Divergenzen gekennzeichnet ist – also steigende Kurse bei gleichzeitig nachlassender Marktbreite.
Solange der Index oberhalb des Tiefs vom 21. November bei 6720 Punkten bleibt, besteht die Möglichkeit, dass sich eine weiter untergliederte finale fünfte Welle ausbildet (graue Wellen W-i, ii, iii, iv und v). Diese könnte idealerweise bis in den Bereich von rund 7490 Punkten führen, etwa im Zeitraum zwischen dem 18. und dem 28. April 2026.
Warum lässt sich ein potenzielles Hoch gegen Ende April 2026 ableiten? Zum einen erreichen die saisonalen Muster in US-Zwischenwahljahren historisch betrachtet im Durchschnitt um den 18. April ihren Höhepunkt. Zum anderen verweisen die Armstrong-Pi-Zyklus-Wendedaten, die regelmäßig Hochpunkte markieren, auf einen Zeitraum um den 28. April. Siehe dazu die Abbildungen 2 und 3 unten. Doch wie belastbar ist dieser Zyklus?
Abbildung 2. Saisonalität in Zwischenwahljahren beim SPX.

Abbildung 3. Pi-Zyklus-Wendedaten für den SPX.

Die kurze Antwort lautet: Ja, der Zyklus ist verlässlich. Frühere Wendedaten signalisierten sowohl die Korrektur im März und April während des sogenannten „Trump-Tarif-Tantrums“ als auch den Rücksetzer im März und April 2024 zutreffend. Da der Zyklus auf der Zahl Pi (3,147) basiert, verfügt er über eine feste Länge und kann daher nicht jede Marktbewegung erfassen – etwa den Rückgang zwischen Juli und August 2024.
Gleichzeitig wies der Zyklus auch auf ein markantes Hoch im Zeitraum zwischen dem 24. November 2021 und dem 3. Januar 2022 hin. Der Index markierte sein Hoch am 4. Januar 2022 und ging anschließend in einen nahezu einjährigen Bärenmarkt über, der mit einem Rückgang von 28 Prozent einherging. Weitere bedeutende und treffende Signale lieferten der 19. September 2018 (mehr als 20 Prozent Korrektur), der 27. Juli 2015 (rund 20 Prozent Korrektur) sowie der 25. April 2011 (über 10 Prozent Korrektur, hier nicht dargestellt). Zwar wurde der COVID-19-Crash etwa zwei Monate zu früh angezeigt, während im Jahr 2017 kein entsprechendes Signal folgte. Insgesamt zeigt die Historie jedoch: Nähern sich Wendepunkte, ist erhöhte Aufmerksamkeit geboten.
Zusammenfassend gilt: Solange das Tief vom 21. November bei 6720 Punkten hält, dürfte der Bullenmarkt auf Basis der aktuellen Daten intakt bleiben und möglicherweise bis in den Bereich von 7760 Punkten vorstoßen. Dieses Szenario könnte sich bis weit in den April des kommenden Jahres erstrecken, bevor ein mehrmonatiger Bärenmarkt einsetzt. Ein nachhaltiger Bruch unter dieses Niveau würde hingegen darauf hindeuten, dass der Bärenmarkt bereits begonnen hat.
