Die Rohölpreise erholen sich von ihrem jüngsten Tief und profitieren von einem schwächer werdenden Dollar und von den von China angedrohten Zöllen in Höhe von 25% auf US-Benzin, -Diesel und andere raffinierte Produkte. Da eine chinesische Delegation am Mittwoch in Washington Gespräche mit den US-Handelsvertretern gestartet hat, verbessert sich die Marktstimmung, was das Öl seit Wochenbeginn steigen lässt. Die US-Rohölbestände fielen in der zum 18. August endenden Woche, was den Trend ebenfalls unterstützt hat. Die API- und EIA-Schätzungen bei -5,17 Mio. Barrels und -5,84 Mio. (Konsens: -1,50 Mio. und -1,86 Mio.), bestätigen grosse US-Bestände.
Mittelfristig unterstützen die US-Sanktionen gegen den Iran, den drittgrössten OPEC-Hersteller, die Idee, das Angebot allgemein zu senken. Der grössteÖlkunde des Irans, China, dürfte die USA nicht unterstützen, während Indien und die Türkei (zweit- und drittgrösste Kunden des Irans) es wohl China nachmachen werden. Das US-amerikanische Energieministerium wird zwischen dem 1. Oktober und dem 30. November angesichts der Iransanktionen 11 Mio. Barrel aus der strategischen Petroleumreserve anbieten.
Das West Texas Intermediate handelt bei 67,70 USD und dürfte kurzfristig leicht fallen und sich entlang 67,30 bewegen.