Den Widerstandsbereich aus den Tiefs vom Sommer 2011 und 2012 bei 75,68 Dollar und dem 61,8% Fibonacci-Retracement der gesamten Abwärtsbewegung von Juli 2014 bis Februar 2016 hat der Ölpreis WTI letztlich genutzt, um eine etwas tiefere Korrektur loszutreten.
Nach den jüngsten Kursverlusten hat sich die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) aber wieder in einer breiten Konsolidierungsrange zwischen 66,99 Dollar auf der Unter- und 71,16 Dollar auf der Oberseite stabilisiert.
Die von den Zyklushochs von Mitte Juli angelaufene Konsolidierung besitzt aber meines Erachtens positive Züge, da sich der Ölpreis über wichtigen Unterstützungen in Form der 38- und 90-Tage-Linie (akt. bei 67,69 Dollar) sowie den langfristigen Abwärtstrend von Juni 2016 (akt. bei 66,70 Dollar) halten kann.
Zudem stabilisieren sich allmählich auch die technischen Indikatoren wieder. Nach einem Abstecher unter die Nulllinie steht der MACD kurz vor einem positiven Schnittmuster, während der RSI neutral in der Nähe der 50-Punkte-Marke oszilliert.
Gelingt den Ölbullen jetzt der Sprung über die Konsolidierungsrange bei 71,16 Dollar, so wäre ein Anstieg auf den horizontalen Widerstand bei 72,16 Dollar die nächste Anlaufmarke. Danach würden schon die Mehr-Jahres-Hochs bei 75,68 Dollar in den Vordergrund rücken.
Auf der anderen Seite gilt es ein Abgleiten unter die o.g. Unterstützung bei 67,69/66,70 Dollar zu vermeiden, da man sich sonst auf einen Test der 200-Tage-Linie bei 64,08 Dollar einstellen müsste.