Die beste KI-Aktie im März (+46% in 3 Wochen)
Mit noch rund dreieinhalb verbleibenden Handelswochen im Jahr 2025 notieren – gemessen an einer Reihe von ETFs – sämtliche wichtigen Anlageklassen zum Handelsschluss am Freitag (5. Dezember) im Plus. Der übergeordnete Blick auf den intakten Aufwärtstrend darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich in einzelnen Marktsegmenten bereits Schwächen zeigen, die sich im Jahr 2026 weiter verschärfen könnten.
Zunächst jedoch zu den positiven Entwicklungen: Zum Jahresende dominieren an den Märkten klar die Gewinner – allen voran Aktien aus den Industrieländern außerhalb der USA. Der Vanguard FTSE Developed Markets ETF (NYSE:VEA) lag über weite Strecken des Jahres an der Spitze und behauptet mit einem Plus von 32,0 % seit Jahresbeginn weiterhin einen deutlichen Vorsprung. Eine beachtliche Entwicklung – insbesondere im Vergleich zum zweitbesten Segment: Aktien aus den Schwellenländern (VWO), die um 24,7 % zugelegt haben.

Nicht-US-Aktien konnten in diesem Jahr auch den Global Market Index (GMI) deutlich hinter sich lassen. Der GMI ist ein nicht verwalteter Referenzindex, der alle wichtigen Anlageklassen (mit Ausnahme von Bargeld) über ETFs marktwertgewichtet abbildet und als kompetitiver Maßstab für global diversifizierte Multi-Asset-Portfoliostrategien dient. Seit Jahresbeginn hat der Index um 8,4 % zugelegt.
Die Ausrichtung auf ausländische Aktien erwies sich 2025 damit klar als erfolgreiche Strategie. Zwar verzeichneten US-Aktien (VTI) seit Jahresbeginn ebenfalls eine solide Rallye von 17,6 %, an die Wertentwicklung der ausländischen Märkte reichten sie jedoch nicht heran.
Sollten die allgemeinen Kursgewinne bis zum 31. Dezember Bestand haben, würden die Ergebnisse eine spürbare Verbesserung gegenüber dem gemischten Kalenderjahresprofil des letzten Jahres markieren.
Obwohl sich sämtliche großen Anlageklassen seit dem Ende des Jahres 2024 erholt haben, zeigt sich bei genauerem Hinsehen, dass die Entwicklung in einzelnen Segmenten fragiler ist. Der schwächste Performer in diesem Jahr sind bislang US-Immobilienfonds: Sie legten 2025 bisher lediglich um vergleichsweise schwache 3,9 % zu und bleiben damit hinter unserer langfristigen Performanceprognose für diesen Sektor zurück. Nachdem sich der Vanguard Real Estate (VNQ) von dem Abverkauf im April erholt hatte, ist der Fonds seither in einer engen Seitwärtsbewegung gefangen.

Eine der zentralen Fragen für Investoren im neuen Jahr lautet: Werden internationale Aktien (ohne USA) ihren Vorsprung behaupten können? Ein entscheidender Einflussfaktor ist dabei die weitere Entwicklung des US-Dollars. Im Jahr 2025 hat der USD an Wert verloren, was – umgerechnet in US-Dollar – Nicht-USD-Anlagen spürbaren Rückenwind verliehen hat.

Obwohl sich der USD-Index zuletzt etwas erholt hat, bleibt das übergeordnete Trendbild weiterhin schwach. Damit wirkt der Währungsfaktor aus Sicht von US-Investoren kurzfristig nach wie vor eher unterstützend für ausländische Aktien. Sollte die Federal Reserve die Zinsen wie allgemein erwartet auf der Sitzung am Mittwoch senken, dürfte sich der Abwärtstrend des Dollars fortsetzen. Der Fed-Futures-Markt signalisiert derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 89 % für eine dritte Lockerung im Rahmen einer insgesamt weiterhin expansiven Geldpolitik.
