Leonardo-Aktie: Jetzt Kauf? Analysten sehen Potenzial
Der Kurs von Pfizer Inc. legte am 30. September 2025 um 3,30 % auf 24,64 USD zu, nachdem bekannt wurde, dass Präsident Donald Trump eine Vereinbarung zur Medikamentenpreisgestaltung mit dem Pharmakonzern ankündigen wird. Der Deal ist Teil der „Most Favored Nation“-Initiative des Weißen Hauses und könnte dazu führen, dass Pfizer bestimmte Medikamente im Rahmen von Medicaid freiwillig zu reduzierten Preisen anbietet – orientiert an den niedrigsten Kosten, die in wohlhabenden Ländern gezahlt werden.
Diese Entwicklung fällt in eine Phase, in der die US-Regierung den Druck auf Pharmaunternehmen verstärkt, die Arzneimittelpreise für Verbraucher zu senken. Am Montag läuft die Frist für freiwillige Vereinbarungen ab.
USG Pfizer Arzneimittelpreisvereinbarung: Kontext und Auswirkungen für das Unternehmen
Die geplante Vereinbarung markiert einen wichtigen Schritt in den Bemühungen der Trump-Administration, die Kosten für verschreibungspflichtige Medikamente in den USA zu senken. Laut Berichten der Washington Post soll Pfizer seine Produkte über Medicaid freiwillig zu Preisen anbieten, die sich an den Konditionen orientieren, die in anderen wohlhabenden Ländern gelten.
Präsident Trump hatte bereits im Mai 2025 eine Durchführungsverordnung unterzeichnet, die die sogenannte „Most Favored Nation“-Preisinitiative festlegt. Seitdem verhandeln Regierungsvertreter mit Pharmaunternehmen, um vor dem Stichtag (29. September) freiwillige Zusagen zu erreichen.
Die Pharmaindustrie steht dabei zunehmend unter Druck: Das Weiße Haus setzt auf eine Mischung aus Zolldrohungen und regulatorischen Maßnahmen. Zudem arbeitet die Bundesbehörde für Medicare und Medicaid offenbar an Pilotprogrammen, die zusätzliche Preiskontrollen im Rahmen von Medicare einführen könnten.
Als Reaktion kündigte die Branchenlobby Pharmaceutical Research and Manufacturers of America am Montag freiwillige Schritte an – darunter die Einführung einer neuen Website, die Verbrauchern helfen soll, preisgünstigere Medikamente zu finden.
Präsident Trump betonte zuletzt erneut, dass die USA bislang de facto die Medikamentenkosten für andere Länder subventioniert hätten: „Wir zahlen viel mehr für Medikamente als der Rest der Welt. Wir subventionieren den Rest der Welt. Das tun wir in Zukunft nicht mehr.“
Pfizer-Aktien steigen inmitten der Deal-Nachrichten
Pfizer notierte am Dienstagmorgen bei 24,64 USD, was einer Marktkapitalisierung von 140,07 Mrd. USD entspricht. Damit legte die Aktie um 0,79 USD bzw. 3,30 % gegenüber dem Vortagesschluss von 23,85 USD zu. Über einen längeren Zeitraum zeigte sich die Kursentwicklung jedoch schwach: Im vergangenen Jahr verlor die Aktie 8,90 %, über drei Jahre summiert sich das Minus sogar auf 33,63 %. Damit blieb Pfizer deutlich hinter der Entwicklung des S&P 500 zurück, der im gleichen Zeitraum um 15,37 % bzw. 85,42 % zulegen konnte. Das Handelsvolumen lag bei 39,3 Mio. Aktien und damit leicht unter dem Durchschnitt von 43,3 Mio.
Aus Bewertungssicht zeigt sich ein gemischtes Bild: Das aktuelle KGV liegt bei 12,97 (nachbörslich), während das Forward-KGV mit 7,61 deutlich attraktiver erscheint und auf die Erwartung steigender Gewinne hinweist. Zudem bietet Pfizer eine solide Dividendenrendite von 7,24 % bei einer erwarteten Ausschüttung von 1,72 USD je Aktie. Analysten sehen das Kursziel im Konsens bei 28,90 USD, was einem potenziellen Aufwärtspotenzial von rund 17 % entspricht.
Für die letzten zwölf Monate meldete das Unternehmen Umsätze von 63,83 Mrd. USD sowie einen Nettogewinn von 10,73 Mrd. USD, was einer Gewinnspanne von 16,84 % entspricht. Der operative Cashflow lag bei 16,02 Mrd. USD. Mit dem nächsten Quartalsbericht am 4. November 2025 werden Anleger vor allem auf die Kommentare des Managements zur Vereinbarung über die Medikamentenpreise und deren mögliche Auswirkungen auf künftige Erlöse und Margen achten.
