Die beste KI-Aktie im März (+46% in 3 Wochen)
Die Stimmung an den Märkten war in den letzten Monaten ziemlich wechselhaft. Aktuell können Anleger aber zumindest kurz durchatmen – das zeigt ein Blick auf eine Auswahl repräsentativer ETFs, die die größten Anlageklassen abbilden und deren Entwicklung seit Jahresbeginn bis zum Schluss am Freitag (16. Mai) zeigen.
Am besten laufen nach wie vor Aktien aus Industrieländern außerhalb der USA. Der Vanguard FTSE Developed Markets Index Fund ETF (NYSE Aktie:VEA) liegt seit Jahresbeginn mit einem Plus von 14,5 % an der Spitze.

Auch US-Aktien haben sich wieder gefangen und notieren nicht mehr im Minus, auch wenn sie nach wie vor die schwächste Performance im bisherigen Jahresverlauf zeigen. Der Vanguard Total (EPA:TTEF) Bond Market ETF (NYSE:VTI) ist im Jahr 2025 bislang um 1,3 % gestiegen.
Zwar ist das nur ein moderates Plus – aber es markiert eine klare Erholung, vor allem wenn man bedenkt, dass der ETF im April noch über -15 % im Minus lag (blaue Linie in der Abbildung unten).

Der Global Market Index (GMI) liegt im bisherigen Jahresverlauf 2025 mit einem Plus von 4,3 % im grünen Bereich. Diese nicht aktiv verwaltete Benchmark umfasst alle wichtigen Anlageklassen (mit Ausnahme von Bargeld) und gewichtet sie nach Marktwert über ETFs. Damit dient der GMI als solider Vergleichsmaßstab für Multi-Asset-Class-Strategien.
Die jüngste Erholung der Vermögenspreise deutet darauf hin, dass sich die Anleger besser mit dem Zollrisiko arrangieren können – jenem Faktor, der den letzten größeren Rücksetzer an den Märkten ausgelöst hatte.
Dennoch bleibt die Lage angespannt: Ein Ende des Handelskonflikts ist nicht in Sicht. Die derzeitige Aussetzung der Zölle ist nur vorübergehend, und die bisherigen Verhandlungsergebnisse wirken eher ernüchternd.
Ein weiterer Unsicherheitsfaktor kam am Freitag hinzu: Moody's hat die Kreditwürdigkeit der USA um eine Stufe herabgesetzt – Grund ist das wachsende Haushaltsdefizit der Bundesregierung und die politische Blockade beim Versuch, das Ausgabenwachstum in den Griff zu bekommen.
Anleger werden in dieser Woche genau beobachten, wie die Märkte auf diese Nachricht reagieren. Das am Sonntagabend verabschiedete Ausgabengesetz der Republikaner, das im Haushaltsausschuss des Repräsentantenhauses durchgewunken wurde, zeigt jedenfalls: Haushaltsdisziplin bleibt politisch offenbar nachrangig.
Wie das Wall Street Journal berichtet, wird das Gesetz das Haushaltsdefizit nicht verringern – im Gegenteil: Die rote Tinte im Staatshaushalt dürfte sich bis 2034 um fast 3 Billionen USD vertiefen.
„Was Moody’s (NYSE:MCO) sieht, ist schlicht und einfach, dass nichts gegen die ausufernde Verschuldung getan wird“, sagt George Lagarias, Chefvolkswirt bei Forvis Mazars, einer Steuer- und Wirtschaftsberatung. „Das republikanische Mega-Steuergesetz trägt seinen eigenen Teil zu den steigenden Renditen bei.“
