Ray Dalio warnt: Mega-Blase! Doch DER Crash kommt später

Veröffentlicht am 27.11.2025, 13:20

Ray Dalio genießt unter vielen professionellen Anlegern beinahe kultartige Verehrung – nicht zuletzt wegen des außergewöhnlichen Erfolgs seines Hedgefonds Bridgewater, der ein Vermögen von 136 Mrd. USD verwaltet, sowie seiner Bestseller im Bereich Wirtschaft und Finanzen.

In jüngster Zeit hat Dalio mehrfach betont, dass sich die Märkte seiner Ansicht nach in einer Blase befinden – geprägt durch überhöhte Bewertungen, eine zu hohe Fremdfinanzierung, eine extreme Konzentration auf wenige Vermögenswerte (etwa die „AI-Beta-Jagd“) und eine insgesamt euphorische Stimmung. Er zeichnet ein ausgesprochen pessimistisches Bild des aktuellen Marktumfelds, weist jedoch zugleich darauf hin, dass die Kurse kurzfristig durchaus weiter steigen könnten. Nach seiner Einschätzung ist der Moment, an dem die Blase „gestochen“ wird und es zu breit angelegten Verkäufen kommt, noch nicht erreicht.

Dalio nennt drei Bedingungen bzw. Auslöser, die Anleger im Blick behalten sollten, um rechtzeitig zu erkennen, wann die Blase tatsächlich platzen könnte:

Straffung der Geldpolitik: Billiges Geld hält die Märkte am Laufen. Auch wenn die Geldpolitik derzeit nicht wirklich locker ist, werden künftige Zinssenkungen die Schuldenlast erleichtern.

Finanzpolitische Veränderungen: Neue Steuern – insbesondere für Vermögende – könnten aus der Diskussion über zunehmende Ungleichheit entstehen. Die Wahrscheinlichkeit solcher Maßnahmen würde steigen, sollten die Demokraten bei den Zwischenwahlen die Kontrolle über Repräsentantenhaus oder Senat gewinnen. Ein weiterer politischer Faktor im Fokus sind mögliche Anpassungen der Zölle.

Liquiditätskrisen oder Schuldendeckung: Ein unerwarteter Bedarf an Bargeld, etwa durch Nachschussforderungen oder fällige Schulden. Hier sollten Anleger genau prüfen, wie belastbar die Liquidität ist – und wie schnell und entschlossen die Fed eingreifen würde, um den finanziellen Druck zu lindern.

Dalio zeigt sich kurzfristig zuversichtlich, bleibt aber bei längerfristigen, systemischen Risiken ausgesprochen vorsichtig. Zudem sieht er Gold als sinnvolle Diversifikationsanlage im Rahmen einer zukunftsorientierten Anlagestrategie. Seine aktuellen langfristigen makroökonomischen Einschätzungen legt er in seinem jüngsten Buch How Countries Go Broke – Wie Länder pleite gehen dar.

Eine völlige Rotation der Sektoren

Noch vor wenigen Monaten wäre es kaum vorstellbar gewesen, dass zwei der zuvor schwächsten Sektoren plötzlich an der Spitze stehen – während zwei der lange Zeit stärksten Bereiche nun zu den am stärksten überverkauften zählen. Doch genau diese Sektorrotation hat sich im Zuge des jüngsten Abverkaufs vollzogen. Der Gesundheits- und der Energiesektor gelten aktuell sowohl relativ als auch absolut als am stärksten überkauft, während Technologie und zyklische Konsumgüter zu den deutlich überverkauften Segmenten zählen.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass diese Extremwerte vor allem im Vergleich zum Gesundheitssektor zustande kommen. Entsprechend könnten die jüngsten Markttrends, die zuvor unterperformende Sektoren begünstigen, durchaus anhalten – selbst wenn der Gesundheitsbereich etwas an Schwung verlieren sollte. Hier zeigt sich ein klassisches Beispiel für eine fortlaufende, systematische Sektorrotation. Für Anleger stellt sich damit zwangsläufig die Frage, welche Sektoren als Nächstes ins Zentrum der Marktführer rücken könnten.

Die zweite Tabelle verdeutlicht, dass Aktien aus dem Gesundheitswesen den Gesamtmarkt bereits seit einiger Zeit übertreffen, während die jüngste Outperformance der Sektoren Energie und Grundstoffe vergleichsweise neu ist. Sollte das Marktumfeld schwach bleiben, könnten genau diese Segmente in den kommenden Wochen überdurchschnittlich gut abschneiden.

Gesundheitswesen und Energiewerte
Basiskonsumgüter und Energiewerte

Aktuelle Kommentare

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viele „wenns“ und „abers“ - sicher einzelne KGVs sind etwas durch die Decke gegangen, aber (bis auf Oracle) nicht wirklich herausstechend. Im Gegenteil im investitionsstarken Tech-Sektor waren die KGVs (außer im April Tief) nie unter 20 während der letzten Jahre. Ich glaube, wenn es einen Abschwung gibt, dnn aufgrund zurückgehender gesamtwirtschftlichen Nachfrage infolge von KI und Strukturwandel. Das können wir in Europa sehr gut beobachten. Ein Blick auf die Kapazitätsauslastung der Unternehmen und Produktionspreise ist hilfreich. Der Markt ist ängstlich, keine Frage, aber ohne Daten und Unternehmenskennzahlen in Q1 und Q2 2025 nicht wirklich prognostizierbar. Der Begriff „Blase“ ist einfach ein viel zu inflationär während der letzten Jahre verwendet wurden ohne substanzielle Begründung.
Was für ein Blödsinn hier geschrieben wird
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