Leonardo-Aktie: Jetzt Kauf? Analysten sehen Potenzial
Mit der wachsenden Sorge vor einer möglichen KI-Blase richten erfahrene Anleger ihren Blick zunehmend auf solidere, nicht-technologische Unternehmen mit verlässlichen Cashflows und attraktiven Bewertungen. Für Investoren, die sich von überhitzten Bewertungsniveaus abwenden möchten, rücken daher die folgenden drei Aktien in den Fokus.
1. Coca-Cola
- Kursentwicklung im laufenden Jahr: +15 %
- Marktkapitalisierung: 308 Mrd. USD
Coca-Cola bleibt eines der am stärksten positionierten Unternehmen im globalen Verbrauchermarkt und wird derzeit lediglich zum 23-fachen des erwarteten Gewinns bewertet – deutlich unter dem 10-Jahres-Durchschnitt von 27-fach. Die Aktie bietet zudem eine stabile Dividendenrendite von 2,89 % (jährliche Ausschüttung 2,04 USD), gestützt durch beeindruckende 55 aufeinanderfolgende Jahre von Dividendenerhöhungen.

Quelle: Investing.com
Die jüngsten Finanzergebnisse von Coca-Cola überzeugen durch Stabilität und eine klare Wachstumsbeschleunigung über alle zentralen Kennzahlen hinweg – ein deutlicher Beleg für den strategischen Wandel des Unternehmens. Im 3. Quartal 2025 legte der organische Umsatz um 7 % zu, getragen von einem Volumenwachstum von 7 % in den Schwellenländern sowie Preis-/Mixsteigerungen von 5 % in den Industrieländern. Der Gewinn pro Aktie übertraf die Marktschätzungen zudem um 4 %.
Unabhängig von KI-Investitionszyklen und gestützt durch einen jährlichen Cashflow von über 10 Mrd. USD, der sowohl Aktienrückkäufe als auch Dividendenausschüttungen ermöglicht, bietet KO einen verlässlichen Einkommensstrom – und damit einen stabilen Anker im Portfolio für Anleger, die jenseits des KI-Hypes auf substanzielle Werte setzen.
Coca-Cola erreicht einen Gesamt-Score für die finanzielle Gesundheit von 2,80 ("GOOD"), getragen von einem starken Profit Score von 4,15 und einer soliden Dynamik. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 79,13 USD – rund 11 % über dem aktuellen Kurs; das höchste Kursziel beträgt 85,00 USD.
2. AT&T
- Kursentwicklung im laufenden Jahr: +10,6 %
- Marktkapitalisierung: 178,5 Mrd. USD
AT&T präsentiert sich derweil als 5G-Cashflow-König unter den Large-Cap-Telekomwerten und bietet mit einer Rendite von 4,4 % eine ausgesprochen attraktive Ausschüttung. Im 3. Quartal 2025 stieg der freie Cashflow um 18 % auf 4,8 Mrd. USD und ermöglichte allein in diesem Jahr einen Schuldenabbau von 10 Mrd. USD. Gleichzeitig erreichte die Zahl der Breitband-Nettozugänge mit +300.000 den höchsten Stand seit einem Jahrzehnt.
Trotz dieser durchweg positiven Kennzahlen bewertet der Markt das Unternehmen weiterhin auffallend niedrig – mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 8,2 im Vergleich zum Durchschnitt des S&P 500.

Quelle: Investing.com
Die jüngsten operativen Verbesserungen von AT&T mögen zwar weniger medienwirksam sein als die Schlagzeilen rund um einen KI-Chip-Designer, sie unterstreichen jedoch die erfolgreiche Umsetzung der strategischen Prioritäten des Managements. Diese disziplinierte Ausrichtung schlägt sich bereits in einem deutlich höheren freien Cashflow nieder und verleiht der Bilanz zusätzliche Stabilität.
Das Mobilfunksegment zeigt weiterhin Preissetzungsmacht und starke Kundenbindung, während die Investitionen in das 5G-Netz AT&T für zukünftige Monetarisierungsmöglichkeiten im Unternehmens- wie auch im Verbrauchermarkt gut positionieren.
AT&T verfügt über eine Gesamtbewertung der finanziellen Gesundheit von 2,82 ("GOOD"), gestützt durch starke Werte in den Kategorien Wert (3,20) und Gewinn (3,38), wenngleich die Wachstumsbewertung verhaltener ausfällt. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 30,64 USD und damit rund 21 % über dem aktuellen Kurs von 25,26 USD – ein möglicher Hinweis darauf, dass der Markt den Telekommunikationsriesen derzeit unterschätzt.
3. Amcor
- Kursentwicklung im laufenden Jahr: -10,1 %
- Marktkapitalisierung: 19,5 Mrd. USD
Abgerundet wird das Trio durch Amcor – ein Verpackungs-Kraftpaket, über das kaum jemand spricht, das jedoch nahezu jeder benötigt. Als weltweit führender Anbieter von Verbraucherverpackungen liefert Amcor Hartkunststoffe und flexible Folien an Unternehmen wie Nestlé, PepsiCo, Pfizer und Unilever und profitiert dabei von einer kontinuierlichen, weitgehend konjunkturunabhängigen Nachfrage, die sich jenseits aller AI-Hype-Zyklen stabil entwickelt.

Quelle: Investing.com
Mit dem 26-fachen des voraussichtlichen Gewinns, einer Dividendenrendite von 6,1 % und jährlichen Aktienrückkäufen in Höhe von 1,2 Mrd. USD verbindet Amcor eine attraktive Bewertung mit einer soliden Bilanz – ein Profil, das den Titel für langfristige Investitionen prädestiniert. Das Unternehmen erhöhte zudem seine Prognose für das bereinigte Ergebnis je Aktie im Geschäftsjahr 2025 auf 0,78 bis 0,82 USD. Dies entspricht einem Wachstum von 8 % gegenüber dem Vorjahr, getragen von einem 6 %igen Volumenanstieg im Gesundheitssektor, der die schwächere Entwicklung im Bereich der Basiskonsumgüter ausglich.
Amcor weist bei der finanziellen Gesundheit einen Gesamtscore von 2,37 ("FAIR") aus – ein Hinweis auf ein gemischtes Fundament: weniger Wachstum und Cashflow, dafür jedoch stabile Gewinne. Die Analysten zeigen sich dennoch optimistisch. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 10,45 USD (gegenüber einem Kurs von 8,46 USD), während das höchste Analystenziel bei 12,00 USD liegt.
Damit ergibt sich ein potenzielles Aufwärtspotenzial von 23 % – ein attraktives Profil für wertorientierte Anleger, die nach einem Turnaround oder einer Erholungsstory suchen.
Fazit
In einem Marktumfeld, das zunehmend von KI-Euphorie und wachsenden Blasenängsten geprägt ist, kann die gezielte Suche nach stabilen, KI-unabhängigen Aktien ein wertvolles Gegengewicht im Portfolio schaffen. Coca-Cola, AT&T und Amcor zählen dabei zu widerstandsfähigen Alternativen, die solide Ertragskraft mit angemessenen Bewertungen verbinden.
Diese Unternehmen bieten verlässliches Wachstumspotenzial und kontinuierliche Dividendenströme – Eigenschaften, die sie besonders attraktiv für Anleger machen, die ihre Portfolios jenseits der Unsicherheiten des AI-Sektors breiter aufstellen und stabilisieren möchten.
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Offenlegung: Jesse Cohen hält bei Redaktionsschluss über den SPDR S&P 500 ETF (SPY) und den Invesco QQQ Trust ETF (QQQ) Long-Positionen auf den S&P 500 und den Nasdaq 100. Außerdem hält er eine Long-Position auf den Technology Select Sector SPDR ETF.
Er richtet sein Portfolio aus Einzeltiteln und börsengehandelten Fonds auf der Grundlage einer laufenden Risikobewertung sowohl des makroökonomischen Umfelds als auch der Finanzlage der Unternehmen regelmäßig neu aus.
Die in diesem Artikel dargelegten Ansichten geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder und sind nicht als Anlageberatung zu verstehen.
