Die beste KI-Aktie im März (+46% in 3 Wochen)
In den vergangenen Monaten haben wir die These einer Entwertung des USD kritisch hinterfragt. Für diesen Kommentar legen wir diese Einschätzung jedoch bewusst beiseite und unterstellen, dass eine solche Entwertung tatsächlich stattfindet – und zudem vollständig erklärt, warum die Preise für Gold und Silber zuletzt deutlich angezogen haben. Ziel dieser Übung ist es, auf Basis der Goldrenditen und mithilfe mathematischer Berechnungen einen fairen Wert für Silber abzuleiten.
Das unten links dargestellte Diagramm zeigt über einen Zeitraum von 50 Tagen eine vergleichsweise hohe Korrelation zwischen den prozentualen Preisveränderungen von Gold und Silber. Auffällig ist dabei die Trendlinienformel „y=1,2223x“. Sie impliziert, dass Silber bei jeder prozentualen Bewegung des Goldpreises um den Faktor 1,2223 reagiert. In der Terminologie des Aktienmarkts entspräche dies einem Beta von 1,2223 gegenüber Gold.
Gleichzeitig verdeutlicht die Grafik, dass die jüngste 50-Tage-Preisveränderung bei Silber bei 97 % liegt, während Gold im selben Zeitraum um 20 % zugelegt hat. Die aktuelle Messung (orangefarbener Punkt) zeigt zudem, dass die jüngste Outperformance von Silber – gemessen an täglichen Daten seit 1970 – eine deutliche Anomalie darstellt.
Die Grafik auf der rechten Seite nutzt die Regressionsformel, um zu veranschaulichen, wie stark Silber aktuell von dem fairen Wert unseres Modells, also der Trendlinie, abweicht. Rechnerisch ergibt sich daraus ein fairer Silberpreis von 59,25 USD, was einem Abschlag von rund 38 % gegenüber dem aktuellen Preisniveau entspricht.
Diese Analyse ist nicht als Prognose eines unmittelbar fallenden Silberpreises oder steigender Goldpreise zu verstehen. Sie dient vielmehr dazu, das Ausmaß der kurzfristigen Brutto-Outperformance von Silber gegenüber Gold einzuordnen. Selbst wenn das Argument einer geldpolitisch bedingten Entwertung nachvollziehbar erscheint, wirken die jüngsten Preisbewegungen bei Silber aus dieser Perspektive überzogen.

Neue Daten: Eine Zinssenkung ist unwahrscheinlich
Das BEA hat das reale BIP für das dritte Quartal auf eine annualisierte Wachstumsrate von 4,4 % nach oben revidiert – der höchste Wert seit zwei Jahren. Für das vierte Quartal signalisiert das GDPNow-Modell der Atlanta Fed derzeit sogar ein Wachstum von über 5 % (siehe unten). Gleichzeitig deuten die gestern veröffentlichten Daten zum PCE-Preisindex auf einen weiterhin moderaten Inflationsdruck hin. Der Kern-PCE, der von der Fed bevorzugte Indikator für die zugrunde liegende Inflation, legte im November um 0,2 % gegenüber dem Vormonat zu und entspricht damit einer Jahresrate von 2,4 % jährlich.
Vor dem Hintergrund des robusten Wirtschaftswachstums und fehlender Anzeichen für einen inflationsbedingten Überhitzungseffekt ist es nun sehr wahrscheinlich, dass die Fed in der kommenden Woche auf eine Zinserhöhung verzichten wird ( Senkung der Zinssätze ). Sollten sich diese Daten in den nächsten Monaten bestätigen, steigt zudem die Wahrscheinlichkeit, dass die Notenbank ihre Zinspolitik über weite Teile des Jahres unverändert lässt.
Der entscheidende Vorbehalt bleibt der Arbeitsmarkt. Trotz der starken gesamtwirtschaftlichen Dynamik präsentieren sich die Arbeitsmarktindikatoren bislang schwach. Sollte das Beschäftigungswachstum nicht mit der wirtschaftlichen Expansion Schritt halten und die Inflation gleichzeitig moderat bleiben, könnte dies im weiteren Jahresverlauf – möglicherweise bereits im Sommer – ein Argument für Zinssenkungen liefern.

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