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Vor drei Wochen habe ich Überlegungen angestellt, ob die Rotation an der Marktspitze zugunsten von Small- und MicroCaps Bestand haben würde. In den vergangenen Jahren kam es mehrfach zu Fehlstarts, bei denen LargeCaps und Wachstumswerte nach einer Phase relativer Stärke der SmallCaps die Führungsrolle rasch zurückeroberten. Die These, dass es dieses Mal anders verläuft, ist weiterhin nicht belegt. Gleichwohl verteidigen SmallCaps bislang ihre neu gewonnene Führungsposition, wie eine Reihe auf Aktien-Risikofaktoren fokussierter ETFs zum gestrigen Börsenschluss (3. Februar) zeigt.
An der Spitze liegen in diesem Jahr MicroCaps (IWC), die ihre Outperformance auch 2026 fortsetzen und seit Jahresbeginn um 8,7 % zugelegt haben. Es folgen mit geringem Abstand SmallCap Value (IJS) sowie SmallCap Core (IJR). Deutlich abgeschlagen präsentieren sich hingegen LargeCap-Value (IVE) und LargeCaps (IVW), ebenso wie die Aktienmarkt-Benchmark gemessen am SPDR S&P 500 ETF (SPY). Hinzu kommt, dass das Wachstum der LargeCaps im bisherigen Jahresverlauf mit einem Minus von 0,8 % leicht ins negative Terrain gerutscht ist.

Vor diesem Hintergrund ist eine gesunde Portion Skepsis angebracht, bevor man darauf setzt, dass der diesjährige Führungswechsel eine neue Ordnung am Aktienmarkt für die kommenden Monate – oder gar Jahre – etabliert. Wie auf diesen Seiten in den vergangenen Jahren mehrfach dargestellt, erwiesen sich frühe Signale für einen nachhaltigen Aufschwung der SmallCaps wiederholt als trügerisch.
So prognostizierten im Oktober 2024 einige Analysten einen Wendepunkt zugunsten der SmallCaps, was zu der berechtigten Frage führte: Sind Meldungen zum Wiederaufschwung von SmallCaps verfrüht?
Die Antwort folgte rasch. SmallCaps taten sich erneut schwer, mit LargeCaps Schritt zu halten – geschweige denn, diese zu übertreffen.
Zu Beginn dieses Jahres stellt sich die Frage nach der Tragfähigkeit einer solchen Entwicklung abermals. Erneut äußern sich Analysten optimistisch und stellen einen robusten Aufschwung der SmallCaps in Aussicht. Die Bewertungen kleinerer Unternehmen wirken dabei attraktiv, insbesondere im Vergleich zu den inzwischen sehr ambitionierten Bewertungsniveaus großer Konzerne – allen voran der Technologie-Schwergewichte.
„Laut unseren Bewertungen sollten sie weiteres Wachstumspotenzial haben“, erklärte Dave Sekera, Chief US Market Strategist bei Morningstar, in der vergangenen Woche.
Mit Blick nach vorne rechnet unser Wirtschaftsteam in diesem Jahr mit mindestens zwei weiteren Leitzinssenkungen sowie einem zusätzlichen Rückgang der langfristigen Renditen. Gleichzeitig hat der Investitionsboom im Bereich Künstliche Intelligenz das Wirtschaftswachstum schneller als erwartet beschleunigt. Historisch betrachtet entwickeln sich SmallCaps besonders günstig in Phasen, in denen die US-Notenbank ihre Geldpolitik lockert, langfristige Zinssätze fallen und sich das Wachstumstempo der Wirtschaft erhöht.
Auch Eric Diton, Präsident und Managing Director von The Wealth Alliance, teilt diese Einschätzung und erwartet, dass die Gewinndynamik den Aufwärtstrend bei SmallCaps weiter stützen wird. „Aktien geringer kapitalisierter Unternehmen wurden in den vergangenen 15 Jahren von der Outperformance der LargeCaps erdrückt“, sagte er kürzlich in einem Interview mit Reuters. Nun wende sich das Blatt. Als zentralen Treiber nennt Diton die Ertragsentwicklung: „Wir erwarten in diesem und im nächsten Jahr sehr starke Gewinnzahlen bei den SmallCaps. Eine deutliche Outperformance in diesem Segment ist überfällig.“
Als Benchmark signalisiert der iShares Core S&P Small-Cap ETF (NYSE:IJR), dass der optimistische Rückenwind aus Sicht des Trendbias weiterhin anhält.

Gelingt dem IJR die Fortsetzung des Aufwärtstrends und ein Anstieg zurück in den Bereich seines bisherigen Hochs bei knapp über 130, dürfte dies die Erwartung weiter verstärken, dass es dieses Mal tatsächlich anders läuft. Für eine nachhaltige Outperformance wäre ein solcher Schritt zwar noch nicht ausreichend, er könnte jedoch als wichtiger erster Impuls dienen.
Der Wiederaufbau von Vertrauen und die Etablierung der Voraussetzungen für eine dauerhafte Führungsrolle der SmallCaps benötigen Zeit. Gleichwohl lassen die Bemühungen um eine Erholung und Stabilisierung in den ersten Wochen des Jahres 2026 zumindest auf einen vielversprechenden Auftakt schließen.
