Die beste KI-Aktie im März (+46% in 3 Wochen)
Die letzten 10 Jahre waren keine einfache Zeit für den deutschen Pharmariesen Bayer ($BAYN) und seine Aktionäre. Das letzte Allzeithoch wurde im April 2015 bei 144 € markiert und seitdem ging es mit der Aktie in jeglicher Hinsicht bergab. Die Umsätze stagnieren, Gewinne haben sich in Verluste verwandelt, der Kurs ist bis zum Tiefpunkt um 86 % gecrasht und die Dividende um mehr als 90 % gekürzt worden.
Aussichten, die eigentlich wenig Hoffnung zulassen. Der Hauptgrund für diesen gewaltigen Absturz war die Übernahme des Agrarkonzerns Monsanto sowie dessen rechtlicher Probleme hinsichtlich des stark umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat. Diese Umstände haben zu Milliarden an Sonderkosten und Schadenersatzzahlungen geführt, die den Gewinn vollkommen aufgefressen haben. Doch nun könnte sich die Situation nach Jahren des Bangens für die Investoren von Bayer endlich ändern ...

(Die Dividende von Bayer ist in den letzten Jahren um mehr als 95 % von 2,4 € auf 0,11 € gekürzt worden - Quelle: InvestingPro)
Wird Bayer jetzt in die Gewinnzone zurückkehren?
Einen gigantischen Anteil an den operativen Verlusten von Bayer haben die Rückstellungen für die zahlreichen Klagen, die in den Vereinigten Staaten von Amerika noch offen sind. Obwohl Bayer bereits etliche Millionen gezahlt hat, sind laut verschiedener übereinstimmender Quellen noch über 180.000 Schadenersatzklagen in den USA offen!
Welchen Einfluss das auf die Bilanz des Pharmakonzerns hat, zeigt sich an den Fundamentalzahlen. Allein im Q3 2025 hat Bayer mehr als 1 Mrd. Euro als Sonderposten für Rückstellungen in den Prozessen aufgewendet. Im selben Quartal schrieb der Konzern ein negatives Nettoergebnis von -963 Mio. Euro. Allein das Wegfallen dieser Sonderposten hätte also bereits zu einem operativen Gewinn bei Bayer geführt. An dieser Stelle kommt nun das US-Höchstgericht ins Spiel ...
Wird der Supreme Court die Klagewelle gegen Bayer jetzt beenden?
Der Supreme Court, also das US-Höchstgericht, steht derzeit vor allem wegen einer möglichen Entscheidung über Donald Trumps Strafzölle in den Schlagzeilen. Doch dasselbe Gericht könnte jetzt eine endgültige Entlastung für Bayer und seine Aktionäre bringen.
Denn wie Anfang der Woche bekannt wurde, wird der Supreme Court prüfen, ob die zahlreichen Klagen gegen Bayer überhaupt rechtens sind. Möglich ist das, da die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA Glyphosat damals selbst als unbedenklich einstufte. Die Bayer Aktie hat auf diese Nachricht mit einem Kurssprung reagiert und könnte noch deutlich weiter steigen.
Tipp: In meiner neuen Analyse zur Bayer Aktie erkläre ich dir alle Hintergründe zur möglichen Entscheidung des Supreme Court und mögliche Einstiege in die Aktie
Steigt Bayer jetzt auf 55 €?
Mit einem Mehrfachtief, das zwischen November 2024 und April 2025 gebildet wurde, setzte der Kurs im vergangenen Jahr endlich die Trendwende ein. Dabei konnte der Kurs über den EMA 200 brechen und der EMA 50 kreuzte ebenfalls die 200-Tage-Linie von unten nach oben. Ein Zeichen dafür, dass das kurzfristige Momentum im Vergleich zum langfristigen ansteigt. Seit November des vergangenen Jahres hat diese Bewegung noch einmal deutlich an Dynamik gewonnen und bis heute einen Kursgewinn von über 60 % erzielt.

(Nach einer Bodenbildung konnte die Bayer Aktie über den EMA 200 steigen und eine Trendwende einläuten - Quelle: Tradingview.com)
Neben den charttechnischen Signalen haben auch zahlreiche Analysten ihre Prognosen für Bayer nach oben geschraubt. So stufen die Bank of America, Barclays und HSBC die Bayer Aktie auf "overweight" und "buy" hoch und nennen dabei Kursziele von 50 € bis 55 €. Zwar sollte man im Risikomanagement bei einem Einstieg nicht vergessen, dass ein negatives Kursziel des Supreme Court zu einem schnellen Ende des neuen Aufwärtstrends führen könnte, aber die Chancen auf eine nachhaltige Erholung standen für Bayer wohl in den letzten 10 Jahren noch nie so gut wie jetzt.
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