Die Märkte reagieren auf die Obamacare-Niederlage für Donald Trump: Die US-Börsen brachen zu Handelsbeginn ein. Doch nach anfänglicher Panik hielten sich die Verluste in Grenzen.
Investoren in Amerika hatten den ersten Schock bereits überwunden, als die Börsen öffneten. Der amerikanische Leitindex Dow Jones startete zwar mit Verlusten von rund 190 Punkten in den Handel, verringerte das Minus aber schnell und lag am späten Nachmittag (amerikanischer Ortszeit) sogar im Plus.
Es war nicht ganz ‚risk-on‘, aber die Situation sah um vieles entspannter aus als zum europäischen Handelsbeginn. Beim S&P-500-Index wurde sogar das offene Gap (Gap-Unterkante bei 2.344) geschlossen. Kippt der Index allerdings wieder unter diese Punktemarke könnten die Bären wieder die Oberhand gewinnen. Wichtig hierbei ist, dass der S&P die Marke von rund 2.344 Punkten nachhaltig zurückerobert. Sollte dies nicht der Fall sein, ist ein Abschlagspotential auf 2.300 Punkte möglich.
Die Kaufargumente der vergangenen Monate, steigende Rohstoffpreise und ein stärkerer US-Dollar, verloren zusehends an Überzeugungskraft. Gleichzeitig kam es zu einer Rückabwicklung des Trump-Trades. Schuld daran waren wachsende Zweifel an einer raschen Umsetzung der Wirtschaftspläne (Steuerreform und Infrastrukturausgaben) von US-Präsident Trump, nachdem es der US-Regierung am Freitag nicht gelungen ist, die Gesundheitsreform durch das US-Repräsentantenhaus zu bringen. Und damit spielen die Bären ihre Trümpfe aus. Risiken werden vor allem bei den Finanztiteln gesehen, auch Energieaktien stehen auf den Verkaufslisten.
Damit befinden sich die US-Börsen momentan in einer klassischen Entscheidungssituation. Entweder kommt es zur Fortsetzung der technischen Korrektur nach unten, oder aber zum Ende der Gegenreaktion und damit einer Fortsetzung des übergeordneten Aufwärtsimpulses.
Autor: Malte Kaub
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