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Die globalen Märkte starteten mit wenig Zuversicht in die Woche – insbesondere was die angespannten Handelsbeziehungen zwischen den USA und der Europäischen Union betrifft. Am Freitag hatte Präsident Donald Trump angekündigt, ab dem 1. Juni einen Zoll von 50 % auf EU-Waren zu erheben, was bei Anlegern erneut für Verunsicherung sorgte.
Am Wochenende folgte dann die überraschende Nachricht: Die Entscheidung wird auf den 9. Juli verschoben – ein Schritt, der nach einem Gespräch mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bekannt gegeben wurde. Diese Verzögerung wurde am Markt als positives Signal gewertet, dass die Handelsgespräche vielleicht doch noch Fortschritte bringen könnten.
Das Verhältnis EUR/USD legte nach der Meldung leicht zu, während der USD kurzzeitig unter die Marke von 99 fiel – der niedrigste Stand seit einem Monat –, bevor er sich wieder etwas erholte.
Wird aus einem Vertrauensproblem ein strukturelles Problem?
Die jüngste Schwäche des USD lässt sich nicht allein mit den Handelskonflikten erklären. In den vergangenen Wochen sind auch die Zweifel an der wirtschaftlichen Stabilität der USA gewachsen. Die Herabstufung der US-Kreditwürdigkeit durch Moody’s hat die Sorge verstärkt, ob die amerikanische Regierung ihre Finanzen noch im Griff hat.
Ein Auslöser dieser Bedenken ist der neue Steuer- und Ausgabenplan von Präsident Donald Trump, den er dem Senat vorgelegt hat. Viele Marktbeobachter gehen davon aus, dass dieser Plan das Haushaltsdefizit deutlich vergrößern könnte. Für internationale Investoren stellt sich damit zunehmend die Frage, ob die USA weiterhin als verantwortungsvoll agierender Schuldner gelten können.
Auch Trumps Kurs in der Handelspolitik sorgt für zusätzliche Unsicherheit. Neben der angedrohten Zollmaßnahme gegenüber der EU verunsichern Vorschläge wie eine 25-prozentige Steuer auf im Ausland gefertigte iPhones die Märkte. Solche Maßnahmen könnten globale Lieferketten – besonders in der Technologiebranche – empfindlich stören und das Risiko an den Märkten insgesamt erhöhen.
Warum steigende Anleiherenditen den Dollar diesmal nicht stützen
Normalerweise profitieren Währungen wie der Dollar-Index (DXY) von steigenden Renditen bei Staatsanleihen. Doch aktuell scheint dieser Zusammenhang nicht mehr zu greifen: Obwohl die Rendite der 30-jährigen Treasury-Anleihe in der vergangenen Woche mit 5,16 % den höchsten Stand seit 18 Monaten erreicht hat, gab der Dollar weiter nach.
Dass der Dollar trotz höherer Zinsen schwächer wird, ist ein Warnsignal. Es deutet darauf hin, dass etwas im Hintergrund nicht stimmt – möglicherweise auf dem Anleihemarkt selbst. Im schlimmsten Fall könnte das Vertrauen internationaler Anleger in US-Vermögenswerte bröckeln.
Ob es wirklich so kommt, hängt auch von den kommenden Wirtschaftsdaten ab. Besonders im Fokus steht diese Woche die Veröffentlichung der Kern-PCE-Daten, einem für die Fed zentralen Inflationsindikator.
Sollte dieser Wert unter den Erwartungen liegen, könnte das an den Märkten für Entspannung sorgen – denn es würde die Hoffnung nähren, dass die Fed bei künftigen Zinsschritten vorsichtiger agiert. Eine unerwartet hohe Inflation dagegen könnte die Sorgen über die wirtschaftliche Stabilität der USA weiter verschärfen – vor allem nach der Herabstufung durch Moody’s.
Zusätzlich dürften die Märkte diese Woche genau auf weitere wichtige US-Daten schauen: etwa auf die revidierten BIP-Zahlen für das erste Quartal, die Auftragseingänge für langlebige Güter und den vom Conference Board veröffentlichten Index zum Verbrauchervertrauen. Auch die Reden von Fed-Vertretern werden Hinweise liefern, wie es geldpolitisch weitergehen könnte.
Verschärfung der geopolitischen Risiken
Neben den wirtschaftlichen Sorgen rücken auch geopolitische Risiken wieder stärker in den Fokus. Die Hoffnung auf ein baldiges Ende des russisch-ukrainischen Kriegs hat sich weitgehend zerschlagen. Stattdessen häufen sich Berichte über neue Waffenlieferungen und militärische Aufrüstung in Europa. Die USA erhöhen den Druck auf ihre europäischen Partner – was sich am Devisenmarkt bemerkbar macht: Der Euro gewinnt im Verhältnis EUR/USD, während der USD weiter unter Druck gerät.
Solche Entwicklungen könnten auch das Anlageverhalten verändern – etwa bei der Suche nach „sicheren Häfen“.
Kurzfristig bleibt der Dollar doppelt belastet: Einerseits durch die handelspolitische Unsicherheit, andererseits durch das nachlassende Vertrauen in die wirtschaftliche Führung der USA. Präsident Trumps aggressiver und oft unberechenbarer Ton ist dabei zu einem dauerhaften Unsicherheitsfaktor für die Märkte geworden.
Trotzdem wäre es zu früh, den Dollar mittelfristig abzuschreiben. Zwei Gründe sprechen dagegen: Erstens könnte der innenpolitische Druck auf Trump steigen – was ihn zu einem moderateren Kurs zwingen könnte. Und zweitens fehlt es Anlegern nach wie vor an echten Alternativen zu den USA, wenn es um Markttiefe, Liquidität und Verlässlichkeit geht.
Die aktuelle Dollar-Schwäche könnte also vorübergehend sein. Damit sich der USD nachhaltig erholt, braucht es aber eines: verlässliche Wirtschaftsdaten und klarere politische Signale, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen.
Technischer Ausblick für den USD

Der U.S. Dollar Index (DXY) war Anfang des Monats noch bis auf 102 gestiegen – doch die jüngsten Entwicklungen haben diesen Anstieg wieder zunichtegemacht. Der Index ist zurück in den Abwärtstrend gefallen, der ihn seit Jahresbeginn begleitet.
Inzwischen hat der DXY die wichtige Unterstützung bei 99,65 verloren. Solange er unter diesem Niveau bleibt, könnte sich die Abwärtsbewegung in Richtung einer Spanne zwischen 97,7 und 97,9 fortsetzen. Sollte auch diese Zone nicht halten, wären weitere Rückgänge denkbar – zunächst in Richtung 96, mittelfristig sogar bis auf 94.
Ein entscheidender Faktor in dieser Woche werden die Kern-PCE-Daten sein. Fällt der Wert niedriger aus als erwartet, könnte das den Dollar weiter unter Druck setzen – denn es würde die Erwartung verstärken, dass die Fed ihren restriktiven Kurs lockern könnte. Ein höherer Wert dagegen könnte den DXY wieder über die Marke von 100 bringen, da die Märkte dann erneut eine straffere Geldpolitik einpreisen würden. In diesem Szenario könnte sich der Dollar wieder stärker an den steigenden US-Anleiherenditen orientieren.
Zusätzlich bleibt auch Präsident Trumps Rhetorik ein Belastungsfaktor für den Dollar. Sollte er in den kommenden Tagen einen moderateren Ton in der Handelspolitik anschlagen, könnte das für etwas Entspannung an den Märkten sorgen und die Risikobereitschaft wieder steigen lassen.
Bleibt er hingegen bei seiner harten Linie, dürfte die Unsicherheit zunehmen – was den Dollar zwar kurzfristig als sicheren Hafen stärken könnte, die anhaltenden Zweifel an der langfristigen US-Haushaltslage könnten aber eine nachhaltige Erholung der Währung begrenzen.
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