Die beste KI-Aktie im März (+46% in 3 Wochen)
US-Anleger, die in diesem Jahr auf ausländische Anleihen gesetzt haben, liegen bei der Performance klar vorne – das zeigen verschiedene börsengehandelte Fonds bis zum Handelsschluss am Freitag (22. August). Der eher bescheidene Zuwachs einer Benchmark aus US-Staats- und Investment-Grade-Anleihen konnte mit der Entwicklung der Offshore-Anleihemärkte in US-Dollar nicht mithalten.
Spitzenreiter im bisherigen Jahresverlauf sind die Staatsanleihen von Schwellenländern (EMLC), die bislang um 13,9 % zugelegt haben. Damit liegen sie deutlich über dem US Bond Market Proxy (BND), der 2025 bisher lediglich auf eine Gesamtrendite von 4,9 % kommt.

Selbst die schwächste ausländische Anleihekategorie – Unternehmensanleihen in den Schwellenländern (EMCB) – hat mit einem Plus von 5,9 % noch besser abgeschnitten.
Ein wesentlicher Treiber der Offshore-Rallye ist der schwache USD. Der US Dollar Index hat seit Jahresbeginn 9,9 % verloren. Unter sonst gleichen Bedingungen bedeutet ein niedrigerer Dollarkurs höhere Preise für Offshore-Anlagen nach Umrechnung in USD. Für US-Investoren, die ihr Fremdwährungsrisiko abgesichert haben, war das allerdings ein klarer Nachteil.
Das technische Bild des USD-Index bleibt rückläufig – der Rückenwind für Nicht-USD-Anlagen dürfte damit vorerst erhalten bleiben.

Die eher dovishen Kommentare von Fed-Chef Powell in der vergangenen Woche sind ein weiterer Grund für die Erwartung, dass der USD schwach bleiben dürfte. Sinkende Zinsen sprechen tendenziell gegen den Dollar, da der Renditevorteil von US-Anlagen schrumpft.
Eine zusätzliche Unsicherheit kommt durch die Sorge, dass die US-Inflation wegen der neuen Zölle wieder anziehen könnte. „Wir sehen das Risiko, dass die Fed einen politischen Fehler begeht, indem sie die Zinsen senkt, während sich die Konjunktur erholt und die Inflation in Richtung 3 % bewegt“, schrieben die Analysten der Bank of America in einer Kundenmitteilung.
Die Fed-Funds-Futures preisen derzeit mit einer Wahrscheinlichkeit von 85 % ein, dass die US-Notenbank auf ihrer nächsten FOMC-Sitzung (17. September) den Leitzins senken wird – ob dies nun eine Fehleinschätzung ist oder nicht. Die Chancen, dass US-Anleihen kurzfristig besser abschneiden als ausländische Bonds, bleiben damit gering.
