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Für das erste Quartal wird erwartet, dass sich die Wirtschaftsleistung zumindest teilweise von der Stagnation des vierten Quartals erholt - allerdings steigt angesichts des anhaltenden Krieges im Iran das Risiko eines Energieschocks.
Die Folgen der steigenden Energiekosten beginnen sich erst allmählich in der Gesamtwirtschaft bemerkbar zu machen, was darauf hindeutet, dass die direkten Auswirkungen auf das erste Quartal noch begrenzt bleiben dürften. Die aktuelle Nowcast-Schätzung für das erste Quartal signalisiert - basierend auf dem Medianwert mehrerer von The Capital Spectator zusammengestellter Nowcasts - ein annualisiertes Wachstum von 2,3 %.
Sollte sich diese Prognose bestätigen, würde die Wirtschaft damit einen Teil der Dynamik zurückgewinnen, die im vierten Quartal verloren ging, als das Wachstum lediglich schwache 0,7 % erreichte.

Das Bureau of Economic Analysis dürfte seine erste Schätzung für das erste Quartal am 30. April veröffentlichen. Bis dahin bleibt reichlich Raum für makroökonomische Überraschungen, zumal der Krieg weiterhin andauert und ein Ende derzeit nicht absehbar ist. Grundsätzlich gilt: Je länger der Konflikt anhält, desto stärker dürften steigende Ölpreise die globale Wirtschaftstätigkeit belasten.
Die US-Wirtschaft bleibt zwar anfällig für Ölpreisschocks, verfügt heute jedoch über deutlich mehr Widerstandskraft als in früheren Jahrzehnten - vor allem dank ihrer Rolle als bedeutender Energieproduzent. Dennoch dürften höhere Energiepreise die Verbraucher belasten und die Inflationsrisiken erhöhen.
Europa und große Teile Asiens sind im Vergleich dazu stärker exponiert, da sie in hohem Maße auf Ölimporte aus dem Nahen Osten angewiesen sind. Besonders China, Japan und Südkorea sind stark von importierten Energieträgern abhängig. Die USA hingegen sind inzwischen der weltweit führende Energieproduzent und haben sich in den vergangenen Jahren zu einem Netto-Ölexporteur entwickelt.
Um die möglichen makroökonomischen Belastungen für die Weltwirtschaft abzufedern, kündigte die Internationale Energieagentur (IEA) am Mittwoch an, dass ihre 32 Mitgliedsstaaten 400 Mio. Barrel aus den strategischen Notreserven freigeben werden - eine beispiellose Maßnahme, die etwa einem Drittel der gesamten strategischen Erdölreserven der Agentur entspricht. In einem weiteren Versuch, den Preisdruck zu begrenzen, erließ die USA vergangene Woche zudem eine vorübergehende Ausnahmegenehmigung für den Kauf von sanktioniertem russischem Öl und Erdölprodukten.
Aktuelle Prognosen deuten darauf hin, dass die Auswirkungen auf die US-Wirtschaftstätigkeit im ersten Quartal noch vergleichsweise begrenzt bleiben dürften. Da der Krieg inzwischen jedoch in seine dritte Woche geht, steigt das Risiko eines schwächeren Wachstums bei gleichzeitig höherer Inflation im zweiten Quartal.
„Der zugrunde liegende Inflationsdruck stieg bereits vor dem Krieg im Nahen Osten an und dürfte sich weiter verstärken“, sagte Diane Swonk, Chief Economist von KPMG.
Ob die erwartete Erholung im ersten Quartal Bestand haben wird, dürfte letztlich davon abhängen, wie lange die Weltwirtschaft dem zunehmenden Energieschock noch entkommen kann.
„Die Energiepreise haben das Ruder erneut übernommen“, warnt Jeremie Peloso, Chief Strategist, European Investment Strategy, bei BCA Research. „Die Störungen sind global.“
