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Die Produktivität in den USA dürfte spürbar an Dynamik gewinnen. Das reale Bruttoinlandsprodukt legte im dritten Quartal auf annualisierter Basis um 4,3 Prozent zu, nachdem bereits im zweiten Quartal ein Plus von 3,8 Prozent verzeichnet worden war. Gleichzeitig stagnierte die insgesamt in der privaten Wirtschaft geleistete Arbeitszeit. Daraus ergibt sich ein Anstieg der Produktivität von mehr als 3,5 Prozent in den vergangenen beiden Quartalen. Dieses Bild fügt sich in das Szenario einer produktivitätsgetriebenen wirtschaftlichen Dynamik in den 2020er-Jahren ein.
Auch die realen Endverkäufe an private inländische Abnehmer - bestehend aus Konsumausgaben und privaten Bruttoanlageinvestitionen - zeigten sich im dritten Quartal robust und stiegen um 3,0 Prozent, nach 2,9 Prozent im Vorquartal. Die Konsumausgaben selbst legten um 3,5 Prozent zu, nachdem sie im zweiten Quartal um 2,5 Prozent gestiegen waren. Bemerkenswert ist diese Entwicklung insbesondere vor dem Hintergrund, dass die insgesamt geleisteten Arbeitsstunden im gleichen Zeitraum nicht zugenommen haben.

Die Gewinne aus laufender Produktion - also die um Lagerbewertung und Abschreibungen bereinigten Unternehmensgewinne - stiegen im dritten Quartal auf annualisierter Basis um 166,1 Milliarden US-Dollar und erreichten damit ein neues Rekordniveau.

Im dritten Quartal stieg der Kernindex der privaten Konsumausgaben (PCE-Deflator) auf annualisierter Basis um 2,8 Prozent, im Jahresvergleich um 2,9 Prozent. Damit haben die Inflationsimpulse gegenüber dem zweiten Quartal leicht an Dynamik gewonnen.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, weshalb die US-Notenbank den Leitzins seit September um 75 Basispunkte gesenkt hat, nachdem bereits gegen Ende des vergangenen Jahres eine Reduzierung um 100 Basispunkte erfolgt war. Trotz dieser geldpolitischen Lockerung liegt die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen weiterhin über 4,0 Prozent, während insbesondere die Kreditbedingungen am Hypothekenmarkt angespannt bleiben.
Gleichzeitig haben Vertreter der Notenbank die robuste wirtschaftliche Entwicklung sowie eine anhaltende Inflation von rund 3,0 Prozent im Jahresvergleich weitgehend ausgeblendet - ein Niveau, das nach wie vor oberhalb des Inflationsziels von 2,0 Prozent liegt.
