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Die Fed könnte aus zwei Gründen schon bald Liquidität bereitstellen.
Der „OBBB“-Fiskalimpuls im Jahr 2026 in Verbindung mit einer über dem Ziel liegenden Inflation könnte die Renditen langlaufender US-Staatsanleihen aus dem Ruder laufen lassen; zudem könnte das ohnehin angespannte technische System des US-Finanzmarkts unter Druck geraten und die Fed zwingen, zusätzliche Reserven - also „Liquidität“ - bereitzustellen. Es ist sinnvoll, sich auf ein solches Szenario vorzubereiten.
Schauen wir uns also an, was passiert, wenn eine Zentralbank Liquidität zuführt.
Die bekannteste Form einer solchen Maßnahme ist die quantitative Lockerung (QE).
Wenn Zentralbanken QE einsetzen, schaffen sie Bankreserven.
Bankreserven werden häufig als Liquidität bezeichnet.
Wenn Zentralbanken Liquidität schaffen, tun sie dies in der Hoffnung, dass der sogenannte „Portfolio Rebalancing Effect“ einsetzt.
Um diesen Mechanismus zu verstehen, lohnt sich zunächst ein Blick darauf, wie QE die Bilanz einer Geschäftsbank verändert - siehe die Darstellung unten.
Nach der Finanzkrise (GFC) verpflichteten Aufsichtsbehörden Banken dazu, mehr HQLA („High-Quality Liquid Assets“) zu halten, um mögliche Mittelabflüsse von Einlegern bedienen zu können.
Bankreserven und Anleihen gelten als „HQLA“, da sie schnell in Bargeld umgewandelt werden können, um potenzielle Abflüsse zu decken.
Doch Banken sind nicht gleichgültig gegenüber der Frage, ob sie Bankreserven oder Anleihen halten - vor allem dann nicht, wenn die Menge an Reserven infolge von QE stark steigt.
Bankreserven haben keine Laufzeit und bringen wenig Rendite. In großen Mengen sind sie daher oft unattraktiv, besonders im Vergleich zu Anleihen, die höhere Erträge und Absicherungseffekte durch ihre Duration bieten.
Genau an dieser Stelle setzt der Portfolio Rebalancing Effect ein.
Sobald QE beginnt, entzieht die Zentralbank dem Markt Anleihen und speist neue Reserven in das Bankensystem ein.
Mit einem Überhang an wenig attraktiven Reserven versuchen Banken, ihre Portfolios wieder stärker auf Anleihen auszurichten.
Zunächst treiben sie die Kurse sicherer Anleihen, später - wenn die Renditesuche zunimmt - auch die von risikoreicheren Papieren.
So entsteht ein günstiger Kreislauf aus niedriger Volatilität und verstärkter Nachfrage nach risikoreicheren Anlagen: der Portfolio Rebalancing Effect in Aktion.

Zusammengefasst:
Zentralbanken weiten ihre Bilanzen aus und kaufen Anleihen.
Geschäftsbanken erhalten im Zuge von QE mehr Reserven und halten entsprechend weniger Anleihen.
Da Reserven weniger attraktiv sind als regulatorisch akzeptierte Anleihen, suchen Banken nach Möglichkeiten, ihre Portfolios umzuschichten.
Sie kaufen verstärkt jene Anleihen zurück, die die Zentralbank selbst aufkauft, was die Volatilität weiter dämpft und Kreditaufschläge einengt.
Vermögensverwalter und Investoren weltweit werden dadurch zunehmend ermutigt, höhere Risiken einzugehen, was den Kreditfluss und die Kapitalvergabe unterstützt.
Ergibt der Portfolio Rebalancing Effect für dich Sinn?
