Die beste KI-Aktie im März (+46% in 3 Wochen)
Laut Bloomberg zieht die Universität Yale in Erwägung, bis zu 6 Mrd. USD an Private-Equity-Beteiligungen zu verkaufen. Das entspräche etwa 15 % des gesamten Stiftungsvermögens – und rund einem Drittel der Private-Equity-Anlagen. Yale war lange Zeit eine der führenden Institutionen im Bereich illiquider Anlagen. Der inzwischen verstorbene Investmentchef David Swensen war überzeugt, dass weniger liquide Investments wie Private Equity auf lange Sicht bessere Renditen bieten als klassische Marktanlagen – selbst wenn sie schwerer handelbar sind.
Doch in den letzten zehn Jahren hat sich die Lage verändert. Private Equity ist populär geworden – vielleicht zu populär. Mit dem steigenden Interesse sind auch die potenziellen Renditen gesunken. Anders gesagt: Das Verhältnis zwischen Risiko und Ertrag hat sich verschoben. Anleger werden heute nicht mehr so gut für das zusätzliche Risiko entschädigt, das mit illiquiden Investments einhergeht. Genau das könnte Yales Überlegung erklären, einen Teil dieser Anlagen abzustoßen.
Matt Mendelsohn, der aktuelle Chief Investment Officer der Yale-Stiftung, sieht die Lage ebenfalls differenziert. Zwar hat die bisherige Strategie gut funktioniert – zwischen 2004 und dem 30. Juni 2024 lag die durchschnittliche Jahresrendite bei starken 10,3 %. Aber wie Mendelsohn betont, „wird der Erfolg der nächsten vier Jahrzehnte anders aussehen als der der letzten vier“. Die Attraktivität von Private Equity könnte also sinken.
Auch Bain & Co. weist darauf hin, dass Buyout-Fonds zwar historisch besser abgeschnitten haben als der öffentliche Markt – dass dieser Vorsprung aber zunehmend schrumpft. Hohe Kaufpreise und teureres Fremdkapital machen es schwerer, wirkliches Alpha zu erzielen.
Ein Blick auf die Zahlen bestätigt diesen Trend: Die folgende Grafik zeigt, dass der S&P Private Equity Index seit 2015 deutlich hinter dem S&P 500 zurückgeblieben ist. Wichtig dabei: Der Index umfasst nur börsennotierte Private-Equity-Unternehmen, die bestimmte Kriterien erfüllen.

Trading Update
Gestern haben wir die jüngste Erholung von den Tiefstständen thematisiert – sie hat den gesamten Rückgang nach der "Zollankündigung" praktisch wieder ausgeglichen. Auch wenn dieser Rebound durchaus ermutigend ist, hat er die Märkte erneut in ein kurzfristig überkauftes Umfeld gebracht.
Darauf weist auch der aktuelle #BullBearReport vom vergangenen Wochenende hin. In diesem Report analysieren wir regelmäßig die relative Markt- und Sektorentwicklung und zeigen in einer Übersicht, wie stark einzelne Märkte und Sektoren aktuell überkauft oder überverkauft sind.
Und momentan ist das Bild ziemlich eindeutig: Fast alles wirkt überkauft – ein Zustand, der in der Vergangenheit oft eine kurzfristige Korrektur nach sich zog.

Auch wenn der Markt die Verluste nach der Zollankündigung inzwischen wieder aufgeholt hat, bewegt er sich weiterhin innerhalb einer breiten Handelsspanne, die schon seit dem Sommer letzten Jahres besteht. Der Aufwärtstrend stößt aktuell bei rund 5700 an seine Grenzen. Und da die Märkte – wie bereits erwähnt – kurzfristig wieder überkauft sind, wäre ich zurückhaltend, dem Anstieg jetzt noch hinterherzulaufen.
Wie wir schon öfter besprochen haben: Wenn der Rückgang seit dem Februar-Hoch Sie emotional stark belastet hat oder Ihre Verluste über dem Marktdurchschnitt lagen, war Ihre Risikoexponierung vermutlich zu hoch.
Nutzen Sie die aktuelle Erholung, um Ihr Risiko zu reduzieren, Liquidität aufzubauen und Ihre Allokation neu auszurichten. Sollte sich die Erholung kurzfristig fortsetzen, bietet sich die Gelegenheit, diesen Prozess konsequent weiterzuführen.

Aktuell halten wir eine Short-Absicherung im Portfolio sowie einen hohen Cash-Bestand, den wir bei Bedarf weiter aufstocken werden. Vorerst bleiben wir also vorsichtig und warten ab, bis sich das technische Bild klarer verbessert.
Wie die Grafik oben zeigt, ist der Anteil der Aktien, die über ihren 50- oder 200-Tage-Durchschnitten liegen, zuletzt auf ein sehr niedriges Niveau gefallen – beginnt nun aber wieder nach oben zu drehen. Das ist ein positives Signal und deutet darauf hin, dass die jüngsten Korrekturtiefs möglicherweise den Tiefpunkt dieses Zyklus markieren könnten.
Trotzdem: Die technischen Schäden im Markt sind noch deutlich. Aus unserer Sicht spricht einiges dafür, dass wir vor dem Abschluss der Korrektur noch eine weitere Abwärtsbewegung sehen könnten.
Deshalb gilt weiterhin: Risikobewusstsein bewahren – und vorsichtig bleiben.
JOLTS
Laut dem aktuellen JOLTS-Bericht des BLS ist die Zahl der offenen Stellen von 7,48 Millionen auf 7,192 Millionen zurückgegangen. Das Verhältnis zwischen offenen Stellen und Arbeitslosen fiel damit auf 1,0 – ein Vierjahrestief und sogar unter das Niveau von vor der Pandemie.
Auch wenn also weniger Unternehmen aktiv auf Mitarbeitersuche sind, ist die Zahl der Entlassungen gleichzeitig zurückgegangen – von 1,79 auf 1,56 Millionen.
Unterm Strich zeigt der Bericht damit keine klaren Anzeichen für eine deutliche Schwäche am Arbeitsmarkt. Man sollte allerdings im Hinterkopf behalten, dass die JOLTS-Daten immer rund einen Monat hinter anderen Arbeitsmarktzahlen herhinken.

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