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Präsident Trumps neue Runde „reziproker“ Zölle ist zur Wochenmitte in Kraft getreten. Damit rücken die Einschätzungen vieler Ökonomen wieder in den Fokus, wonach die Importabgaben die Inflation – wenn auch nur vorübergehend – anheizen könnten. Eine erste Belastungsprobe für die gesamtwirtschaftlichen Aussichten folgt nächste Woche mit den Juli-Daten zum Verbraucherpreisindex (VPI), die am Dienstag, 12. August, veröffentlicht werden.
Beth Hammack, Präsidentin und CEO der Federal Reserve Bank of Cleveland, erklärte zu Wochenbeginn, dass die Inflation in diesem Jahr anziehen könnte, weil Unternehmen beginnen, die höheren Zollkosten über Preiserhöhungen an die Verbraucher weiterzugeben.
„Einige Unternehmen haben bislang versucht, diese [zollbedingten] Kosten nicht weiterzugeben, aus Sorge, dass dies die Nachfrage belasten könnte. Stattdessen haben sie Lagerbestände abgebaut, die sie zu Jahresbeginn aufgebaut hatten, sodass auf diese Waren keine Zölle anfielen – doch diese Vorräte gehen nun zur Neige.“
Der Markt wird die nächste Woche anstehende Aktualisierung des VPI genau prüfen, um zu sehen, ob diese Befürchtungen berechtigt sind. Um einen Vorgeschmack auf den Bericht zu bekommen, lohnt sich ein Blick auf die bisher veröffentlichten Zahlen und die unterschiedlichen Erwartungen. Ausgangspunkt ist der Jahresvergleich des VPI für Juni: Wie aus der Grafik unten hervorgeht, stiegen die Gesamtinflation und die Kerninflationsrate im Jahresvergleich auf 2,7 % bzw. 2,9 %.
Diese etwas höheren Werte markieren den ersten Anstieg der jährlichen Inflationsrate in beiden Reihen seit mehr als drei Jahren. In absoluten Zahlen bleibt das Bild jedoch weitgehend stabil – die Gesamtinflationsrate hat sich nicht wesentlich verändert.

The Capital Spectator richtet den Blick auf die Kerndaten des Verbraucherpreisindex – also ohne die volatilen Komponenten Lebensmittel und Energie. Sie gelten im Vergleich zur stärker schwankenden Gesamtinflation als verlässlicheres Maß für den zugrunde liegenden Trend. Auf Basis unserer Punktprognose erwartet das Kombinations-Modell für Juli im Jahresvergleich keine Veränderung beim Kern-VPI.

Die Wettmärkte gehen derzeit davon aus, dass der Anstieg des VPI im Jahresvergleich im Juli weitgehend auf dem Niveau von Juni bleiben wird. Die Daten von Kalshi deuten darauf hin, dass die jährliche Inflationsrate bei 2,7 % verharrt.

Der Ausblick von Polymarket für Juli liegt leicht darüber und rechnet mit einer Inflationsrate von 2,8 % im Jahresvergleich.

Viele Analysten gehen davon aus, dass es einige Zeit dauern wird, bis sich die zollbedingten Preissteigerungen in den Inflationsdaten widerspiegeln. Angesichts der aktuellen Erwartungen für die VPI-Zahlen der kommenden Woche dürfte die Suche nach klaren Signalen für eine anziehende Teuerungsrate auch danach weitergehen.
