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Goldpreis: Drei Gründe warum er fallen wird

Rohstoffe & Futures20.01.2020 11:50
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© Reuters.

Investing.com - Der Goldpreis feierte einen Start nach Maß. Die Eskalation im Nahen Osten, fallende Realzinsen und eine in dieser Zeit häufiger abzuleitende günstige Saisonalität hatten das gelbe Metall in der Spitze auf 1.611,52 US-Dollar je Feinunze getrieben und damit auf den höchsten Stand seit März 2013. Mit der Entspannung zwischen den USA und dem Iran im Nahostkonflikt ging es dann aber phasenweise um bis zu 75 US-Dollar nach unten. Aktuell stabilisiert sich der Goldpreis innerhalb einer Range von 1.563 US-Dollar bis 1.540 US-Dollar.

Angesichts der Niedrigzinsphase und der rekordhohen Staatsverschuldung, sollte man meinen, dass der Goldpreis in diesem Jahr weiter zulegen kann. Das ist auch die Erwartungshaltung der meisten Analysehäuser, die im Schnitt ein Preisziel von 1.512 Dollar ausgegeben haben. Allerdings stellen die Experten vom Londoner Wirtschaftsforschungsunternehmen Capital Economics einen weiteren Preisanstieg des gelben Metalls im laufenden Jahr in Frage. Sie glauben, dass der Goldpreis am Ende des Jahres deutlich tiefer stehen wird. In einer aktuellen Studie sieht die Rohstoffabteilung von Capital Economics das Edelmetall zum Jahresende bei 1.400 US-Dollar.

Dafür gebe es drei Gründe, sagte Rohstoffökonom Alexander Kozul-Wright. Angesichts der sich erholenden Weltwirtschaft dürfte die Nachfrage nach sicheren Häfen nachlassen, erklärte er. "Die verzögerten Impulse der lockeren Geldpolitik sollten weiterhin auf die Realwirtschaft durchschlagen. Im Gegenzug sollten die Ängste vor einer wirtschaftlichen Rezession abnehmen, was die Anlegerstimmung beflügeln und die Nachfrage nach goldgestützten Anlagen dämpfen dürfte", so Kozul-Wright.

Aber auch der jüngste Anstieg der US-Anleiherenditen, gemeinsam mit einer Stabilisierung der Zinspapiere in anderen entwickelten Volkswirtschaften, wird den Berg an negativ rentierenden Staatsanleihen reduzieren und damit die Attraktivität von Gold schmälern, erklärte er.

Der zweite Grund, warum der Goldpreis sein Hoch für dieses Jahr bereits gesehen haben könnte, ist ein sich fortsetzender Rückgang der physischen Nachfrage der wichtigsten Konsumenten Indien und China, weil die Goldpreise in der lokalen Währung recht hoch sind. "Außerdem befürchten wir, dass das chinesische Wirtschaftswachstum in diesem Jahr etwas nachlassen wird, was für einen weiteren Gegenwind bei den Goldimporten sorgt. Gleichzeitig werden hohe Importzölle und die Abkehr der Verbraucher von Gold die Käufe in Indien belasten", mahnt der Rohstoffexperte an.

Als letzten Grund führte Kozul-Wright an, dass der US-Dollar moderat aufwerten dürfte. "Das sollte die Nachfrage nach Gold schmälern", schreibt er, und fügte hinzu: "Im Gegensatz zu anderen großen Zentralbanken erwarten wir keine Zinssenkung der Fed im Jahr 2020, wodurch der Greenback zulegen dürfte". Da Capital Economics im zweiten Quartal eine globale Wachstumsbeschleunigung erwartet, dürfte auch die US-Wirtschaft davon profitieren, was für zusätzliche Dollar-Nachfrage sorgen wird.

Die Rohstoffprofis sehen den Goldpreis zwar kurzfristig auf hohem Niveau konsolidieren, aber in der zweiten Jahreshälfte dürfte es dann für das gelbe Metall deutlich nach unten gehen. "Sicherlich erhält Gold eine gewisse Unterstützung durch die Käufe der Zentralbanken, die ihre Reserven weg von den US-Dollar-Anlagen diversifizieren wollen, aber all das wird unserer Meinung nach den Rückgang des Goldpreises auf 1.400 US-Dollar pro Unze bis Ende 2020 nicht stoppen", so Kozul-Wright.

Der Februar-Terminkontrakt des Goldpreises verbilligte sich am Montag um 0,85 US-Dollar oder 0,05 Prozent auf 1.559,45 US-Dollar. Das bisherige Tageshoch liegt bei 1.562,70 US-Dollar, Das Tagestief bei 1.556,45 US-Dollar. Angesichts des heutigen Feiertages in den USA dürfte es am Goldmarkt eher ruhig zu gehen.

Für den Gold-Kassapreis ging es am Montag um 3,58 US-Dollar oder 0,20 Prozent nach oben auf 1.559,81 US-Dollar.

Hinweis: Hier geht es zur Seite mit den Rohstoff-Future-Kursen, hier zum Gold-Chart, hier zur technischen Gold-Übersichtsseite und hier zu den Gold-Einzelkontrakten. Die wichtigsten Wirtschaftsereignisse des Tages finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

Goldpreis: Drei Gründe warum er fallen wird
 

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Kommentare (4)
Christoph Müller
Christoph Müller 21.01.2020 12:14
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Die Kommentarspalte hier ist offenbar daß, was bei den Juden die Klagemauer ist. Jeder notiert seine Wünsche und schickt sie ab.
Marcel Beier
Marcel Beier 21.01.2020 6:12
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Negative Berichte hier über Gold sind ein guter Indikator für steigende Kurse.
Roberto Rogler
Roberto Rogler 20.01.2020 14:55
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es geht Richtung 1.400 zeitnah
Marcel Beier
Marcel Beier 20.01.2020 14:55
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Keine Chance, die Rezession kann nicht abgewandt werden. Nach den Tech Quartalszahlen bei den Amis gibt es einen weltweiten ausverkauf. Gold wird man nicht mehr lange unter 2000$ kaufen können.
Milano Donatello
Milano Donatello 20.01.2020 14:55
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Höchstwahrscheinlich werden selbst die Techzahlen nichts an dem Trend ändern, dafür ist der Fed Einfluss viel zu groß. Solange die Fed also weiter den Markt mit Geld flutet wird es keinen Ausverkauf geben. Es sei denn den Chinesen schmecken plötzlich keine Sojabohnen mehr.
Marcel Beier
Marcel Beier 20.01.2020 14:55
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, ja solange die den Markt flutet.. das ist jetzt nicht unbedingt schlecht für Gold, und wennn Sie aufhört kracht es, gut für Gold.
Christoph Müller
Christoph Müller 20.01.2020 14:55
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Stimmt. Und die FED wird wohl noch länger Geld in den Markt spühlen.Wenn es wieder Konflikte im Iran gibt, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch das Gold wieder steigt. Meines Wissens nach ist Gold auch nur deshalb in letzter Zeit gestiegen weil es diesen Konflikt gab - bzw mit verantwortlich für diesen plötzlichen Schub auf 1.600.
Marcel Beier
Marcel Beier 20.01.2020 13:13
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Der Schreibling wird sich wundern, wenn der Kurs im Herbst bei 1900 steht :-)
 
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