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Börse Frankfurt-News: Go West (ETFs)

Veröffentlicht am 22.03.2022, 15:45
© Reuters.
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FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - Angesichts all der Probleme in Europa investieren ETF-Anleger*innen lieber in den USA. Die dortige Zinswende - eigentlich Gift für Aktien - scheint sie nicht zu stören. Extrem viel um geht derzeit außerdem in Chinas Aktien, erst mit massiven Verkäufen, dann Käufen.

22. März 2022. Frankfurt (Börse Frankfurt). Probleme? An der Börse will man davon im Moment nicht viel wissen. Am Dienstagmittag steht der DAX jedenfalls bei 14.460 Punkten und damit nicht mehr weit vom Stand vor Ausbruch des Ukraine-Kriegs entfernt. Dabei hat sich die Nachrichtenlage keineswegs verbessert: Eine Befriedung des Kriegs ist nicht in Sicht, der Ölpreis ist wieder kräftig gestiegen, die Inflation ist hoch, und die Angst vor einer Rezession in Deutschland wächst.

Der US-Notenbank Präsident hat am gestrigen Montag zudem noch schnellere Leitzinserhöhungen signalisiert. Von ETF-Käufen lassen sich Anleger*innen aber nicht abbringen. Hubert Heuclin von BNP Paribas (DE:BNPP) meldet unter dem Strich Zuflüsse in Aktien- und Anleihen-ETFs - und Abflüsse aus Rohstoff-Produkten. Der Ölpreis war nach dem rasanten Anstieg auf über 130 US-Dollar vergangene Woche auf unter 100 US-Dollar gefallen. Am heutigen Dienstagmittag kostet das Barrel Brent allerdings schon wieder 115 US-Dollar.

China: "Nervöse Anleger"

Ein großes Thema derzeit ist China. "Die Umsätze mit chinesischen Aktien (5:CBCHNUSD) sind extrem hoch", meldet Fabian Wörndl von Lang & Schwarz. "Erst waren es Verkäufe, dann Käufe." Chinas Aktienmarkt schwächelt schon eine Weile, Anfang vergangener Woche brachen die Kurse dann aber massiv ein. "Eine abflauende Konjunktur, eine zunehmend angespannte Covid-Lage in einigen Städten und Angst vor einem weiteren regulatorischen Durchgreifen haben die Nervosität der Anleger verstärkt", erklären die Marktanalysten von UBS (SIX:UBSG) Asset Management. Hinzu kämen die Ereignisse in der Ukraine, hohe Rohstoffpreise, ein drohendes Delisting chinesischer Unternehmen an US-Börsen (DE:SXR4) und die eingeläutete Zinswende durch die US-Notenbank. Im Wochenverlauf zogen die Kurse allerdings wieder stark an. Peking hatte angekündigt, die Finanzmärkte stabilisieren zu wollen.

Am liebsten S&P-Tracker

Was die großen Indizes angeht, kaufen Anleger*innen derzeit vor allem US-Aktien, wie Heuclin berichtet. Auch globale Aktien-Tracker seien gefragt, wenn auch weniger als sonst. Ein Favorit der BNP Paribas-Kunden: der iShares Core S&P 500 (3:CSPX). Auch das Pendant von Xtrackers (4:D5BM) ist gefragt, ebenso dividendenstarke S&P-Titel (3:USDV). Im Handel mit globalen Aktien-ETFs stehen hohe Zuflüsse hohen Abflüssen gegenüber, etwa bei MSCI ACWI-ETFs, die mal gekauft (3:ISACI), mal verkauft werden (3:ACWD). Tendenziell sind es eher ESG- und SRI-Varianten, die noch Zuspruch finden.

Aktien aus der Eurozone fliegen hingegen aus den Portfolios der BNP Paribas-Kunden, auch nachhaltige ETFs wie die MSCI EMU der UBS mit SRI-Fokus. Betroffen sind ebenfalls klassische Euro Stoxx 50-ETFs (3:XESX). Nach Einschätzung von Heuclin könnte sich das ändern: "Da die Fed nun auf einem Pfad der aggressiven Straffung ist, könnte Europa mit seinem hohen Anteil an Value-Aktien profitieren. Der US-Markt mit dem hohen Anteil von bereits teuren Tech-Werten könnte leiden."

Tech-Werte im Moment wieder gefragt

Deutlich erholt haben sich zuletzt Technologiewerte: Der Nasdaq 100 kletterte von 13.093 Punkten Anfang vergangener Woche auf zuletzt 14.408 Zähler. Seit Jahresanfang steht allerdings immer noch ein klares Minus von fast 13 Prozent. Heuclin meldet Zuflüsse in Nasdaq-Trackern (3:CNDX). Wörndl beobachtet wieder mehr Käufe im Branchen-ETF iShares S&P 500 Information Technology Sector (4:QDVE). Rege gehandelt werden bei Lang & Schwarz - wie in den Vorwochen - zudem der WisdomTree Nasdaq 100 3x Daily Leveraged (6:QQQ3) und sein Short-Pendant, der WisdomTree Nasdaq 100 3x Daily Short (6:QQQS).

Clean-Energy-ETF auf Erholungskurs

Hohe Umsätze meldet Wörndl auch für Rohstoff-ETFs und -ETCs. Öl- und Gasunternehmen gehören in diesem Jahr zu den wenigen Gewinnern an der Börse. Profiteur der aktuellen Energiekrise ist allerdings auch die Erneuerbare Energien-Branche. Wie Heuclin berichtet, setzen Anleger*innen auf den iShares Global Clean Energy (3:INRG). Der beliebte ETF, der über 4 Milliarden Euro an Geldern ansammeln konnte, hatte nach einem Höhenflug bis Ende 2021 kräftig Federn gelassen. Nun konnte er einen Teil seiner Verluste wieder wettmachen.

Chinas Anleihen? Bloß nicht!

Heuclin berichtet außerdem von einem gemischten Handel mit Anleihen-ETFs: mit Zuflüssen in Unternehmens- und Abflüssen aus Staatsanleihen. Ganz eindeutig ist der Trend heraus aus chinesischen Staatsanleihen. Etwa verabschiedeten sich Kunden der BNP Paribas vom iShares China CNY Bond (7:CNYB). Gesucht sind stattdessen europäische Unternehmensanleihen (3:IEAC) und auf US-Dollar lautende Schwellenländeranleihen (3:IEMB).

"Chinas Staatsanleihen bieten weiterhin einen Renditeaufschlag von 1 bis 2,5 Prozent gegenüber den wichtigen globalen Anleihemärkten und gleichzeitig eine geringe Korrelation", bemerken die Analysten von UBS Asset Management. Sie halten in der ersten Jahreshälfte 2022 zinssensitive Anleihen für besonders aussichtsreich, mit einer wirtschaftlichen Erholung könnten sich dann im zweiten Halbjahr Anlagemöglichkeiten bei auf US-Dollar lautende chinesische Unternehmensanleihen eröffnen. "Die Risikoaufschläge chinesischer High Yields sind so hoch wie noch nie. Insbesondere das Immobiliensegment bietet Chancen."

Aktien

USA Käufe

Welt Käufe

Europa Verkäufe

China Verkäufe und Käufe

Branchen

Erneuerbare Energien Käufe

Technologie Käufe

Anleihen

China Verkäufe

von: Anna-Maria Borse, 22. März 2022, © Deutsche Börse (DE:DB1Gn) AG

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.

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