Autoaktien unter Druck: US-Zollpläne belasten europäische Hersteller

Veröffentlicht am 21.01.2025, 11:08
Aktualisiert 21.01.2025, 12:35
© Reuters.

Investing.com - Europäische Autohersteller haben am Dienstag deutlich nachgegeben, nachdem Unsicherheiten über mögliche neue US-Zölle wieder in den Fokus rückten. US-Präsident Donald Trump deutete an, ab dem 1. Februar eine Einfuhrabgabe von 25 Prozent auf Fahrzeuge aus Kanada und Mexiko zu erwägen. Hintergrund seien laut Trump Probleme im Zusammenhang mit illegaler Einwanderung und dem Drogenschmuggel von Fentanyl in die USA.

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Hersteller mit Werken in Mexiko besonders betroffen

Unter den größten Verlierern waren die Aktien von Stellantis (NYSE:STLA) und Volkswagen (ETR:VOWG_p), die in Mexiko Produktionsstätten unterhalten und den US-Markt beliefern. Stellantis-Aktien fielen im frühen Handel um rund 1 Prozent, während die Papiere von Volkswagen, BMW (ETR:BMWG) und Mercedes-Benz (ETR:MBGn) jeweils knapp 1 Prozent verloren. Der europäische Autoindex gab um 0,4 Prozent nach.

Ein Sprecher von Volkswagen äußerte sich besorgt über mögliche wirtschaftliche Folgen für den Automarkt und warnte vor steigenden Kosten für Verbraucher.

Nicht nur die Autobranche, sondern auch der Bankensektor blieb von den Zollängsten nicht verschont. Die spanische Bank BBVA (BME:BBVA), für die Mexiko der wichtigste Markt ist, verlor in Madrid mehr als 1 Prozent. Parallel dazu fiel der mexikanische Peso um über 1 Prozent gegenüber dem US-Dollar.

Trump hält weitere Maßnahmen in Aussicht

Der US-Präsident brachte zudem erneut die Möglichkeit universeller Zölle ins Spiel, betonte jedoch, dass die USA „noch nicht so weit“ seien. Darüber hinaus wolle er das Handelsdefizit mit der EU angehen – mögliche Maßnahmen könnten Zollerhöhungen oder verstärkte US-Energieexporte sein.

Während seiner Rede in der Capital One (NYSE:COF) Arena in Washington machte Trump deutlich, dass er in den Zöllen ein zentrales Instrument für den Wiederaufbau der US-Industrie sieht. „Zölle werden uns reich machen wie die Hölle“, erklärte er seinen Anhängern und kündigte an, dass die Einnahmen von einer neu gegründeten Behörde, dem „External Revenue Service“, verwaltet werden sollen.

Analysten warnen, dass neue Handelskonflikte insbesondere für die europäische Autoindustrie eine erhebliche Belastung darstellen könnten. Die Unsicherheiten dürften die Aktienkurse in den kommenden Wochen weiter beeinflussen.

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