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Der Crash ist unausweichlich: Roubini warnt vor der Mutter aller Krisen

Aktien 07.12.2022 11:58
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von Alessandro Albano 

Investing.com - Der renommierte Ökonom Nouriel Roubini, derzeit emeritierter Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Stern School of Business der New York University, ist bekannt für seine äußerst pessimistischen Prognosen über den Zustand der Weltwirtschaft und der Finanzmärkte. Diesmal ging er sogar noch weiter und veröffentlichte einen Beitrag auf 'Project Syndacate' mit dem Titel "The Unavoidable Crash", in dem er einen unausweichlichen Zusammenbruch der globalisierten Welt in einigen Monaten prophezeite, dem nicht einmal die Zentralbanken entgegenwirken könnten.

"Nach Jahren ultralocker Fiskal-, Geld- und Kreditpolitik und dem Einsetzen erheblicher negativer Angebotsschocks setzt der Stagflationsdruck nun einen riesigen Berg öffentlicher und privater Schulden in Bewegung", schreibt der Fachmann und warnt, dass "die Mutter aller Wirtschaftskrisen bevorsteht und die Politiker kaum etwas tun können, um diese zu verhindern".

Zur Begründung verweist Roubini auf die immense Verschuldung, die er als "schwindelerregend" bezeichnet. Weltweit ist die "Gesamtverschuldung des öffentlichen und privaten Sektors im Verhältnis zum BIP von 200 % im Jahr 1999 auf 350 % im Jahr 2021 explodiert", schreibt er. In den Industrieländern liege das Verhältnis jetzt bei 420 % und in China bei 330 %. In den USA betrage sie 420 % und sei damit höher als während "der Großen Depression und nach dem Zweiten Weltkrieg".

Diese übermäßige Fremdfinanzierung habe lange angehalten und dank der niedrigen Zinssätze "insolvente Zombies wie Haushalte, Unternehmen, Banken, Schattenbanken, Regierungen und sogar ganze Länder" während der Krise von 2008 und der zweijährigen Covid-Phase über Wasser gehalten, heißt es in dem Artikel.

Doch nun habe die Inflation, die durch die gleiche ultralockere Fiskal-, Geld- und Kreditpolitik angefacht wurde, dieser "Morgendämmerung der lebenden Finanztoten" ein Ende gesetzt, schreibt Roubini unverblümt. Und weil die Zentralbanken nun zu Zinserhöhungen gezwungen seien, "erleben die Zombies einen steilen Ausgabenanstieg für den Schuldendienst".

Diese radikale Neuausrichtung stelle einen "dreifachen Schlag" dar, denn die Inflation schmälere das Realeinkommen der Haushalte und verringere den Wert ihrer Vermögenswerte, wie Immobilien und Finanzanlagen. "Das Gleiche gilt für anfällige und überschuldete Unternehmen, Finanzinstitute und Regierungen: Sie sehen sich gleichzeitig mit stark steigenden Finanzierungskosten, sinkenden Einkommen und Erträgen sowie sinkenden Vermögenswerten konfrontiert."

Anders als bei früheren Krisen sei eine Rückkehr zu einer ultralockeren Geldpolitik nicht mehr möglich: Sie würde die Inflation nur weiter anheizen, so der Wirtschaftswissenschaftler. Daher sei eine tiefe und lang andauernde Rezession ebenso unvermeidlich wie eine schwere Finanzkrise.

"Mit dem Platzen von Vermögensblasen, dem Anstieg der Schuldendienstquoten und dem Rückgang der inflationsbereinigten Einkommen der Haushalte, Unternehmen und Regierungen werden sich die Wirtschaftskrise und der Finanzcrash gegenseitig befeuern", prophezeite Roubini.

"Die Mutter aller stagflationären Schuldenkrisen lässt sich aufschieben, nicht aber vermeiden", warnte er.

Der Crash ist unausweichlich: Roubini warnt vor der Mutter aller Krisen
 

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Kommentare (30)
Manfred Banovits
Manfred Banovits 08.12.2022 8:39
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das ist auch meine Meinung
Josch Germany
Josch Germany 07.12.2022 17:50
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Nutzloses geschwafel
Daniel Nu
Daniel Nu 07.12.2022 17:34
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Wo ist das Problem? Man kann das Spiel mit dem billigen Geld so langw spielen bis niemand mehr an Geld bzw. den Wert des Geldes glaubt und da sind wir sehr weit von entfernt also keine Sorgen machen.
werner ritz
werner ritz 07.12.2022 17:34
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Ob es noch eine lange Zeit gutgehen wird, kann ich mir nicht vorstellen. Klaus Schwab vom WEF, schaut Euch mal an, wer bei dem in der Schweiz so alles ein- und ausgeht. Da ist das Who as Who der Mächtigen aus Politik, Wirtschafft und Medien vertreten. Dieser K. S. war unlängst in China und hat Herrn Xi Ping zu seiner Politik gratuliert. in China beginnt man bereits das Bargeld abzuschaffen und das digitale Geld nur noch monatsweise zur Verfügung zu stellen. Dss bedeutet, dass am Monatsende das digitale Geld was nicht ausgegeben worden ist, verfällt. Wenn ich mir anschaue wie mit Hochdruck in der EU und USA an einem digitalen Euro und Dollar gearbeitet wird, mache ich mir grosse Sorgen. Über die Konsequenzen von digitalen Währungen für die individuelle Freiheit sollte unbedingt nachgedacht werden.
Thomas Schuldlos
Thomas Schuldlos 07.12.2022 16:47
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Schuldenunion und Schnitt und alles wird gut. Auf einmal ist alles weg. Huch
Wurst Brot
Wurst Brot 07.12.2022 16:25
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Ein neuer Markus Krall
RecordGuyBln Xxx
RecordGuyBln Xxx 07.12.2022 15:53
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Am Ende werden sich die Zentralbanken auf Druck der Politik zu Gelddruckorgien gezwungen sehen. das wird die Inflation erst richtig befeuern.
Salih Kilic
Salih Kilic 07.12.2022 15:53
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Aber vorerst werden diese nicht pleite gehen und hören einfach auf zu arbeiten, dann kommt der Staat und trifft auf deutlich mehr Kosten wegen die Arbeitslosen!!!
Kevin Kläy
Kevin Kläy 07.12.2022 15:53
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Seit wann führt Geld Drucken zu Inflation?
olkan metin
olkan metin 07.12.2022 15:53
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Kevin Kläy schon immer. Modern monetory theorie ist tot falls du es nicht bemerkt hast
Erwin Oberkofler
Erwin Oberkofler 07.12.2022 15:43
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Geh doch endlich in Rente Roubini !
Omga HQ
Omga HQ 07.12.2022 15:27
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Die Feststellungen sind offenkundig korrekt, außer der einen, dass die Zinsen hoch bleiben werden. Eher drucken die Zentralbanken uns in eine Hyperinflation.
Michael Sachse
Michael Sachse 07.12.2022 15:21
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Der Mann hat eindeutig zuviel Tagesfreizeit!
Andreas Erbe
AEHighC 07.12.2022 15:12
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bla bla bla - Wenn es wirklich schlimm wird, werden vorher Zinssenkungen verkündet = 100%. Da wir da noch nicht sind - sehe ich alles entspannt
 
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