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FIRMEN-BLICK-Beteiligungsfirma Indus holt im dritten Quartal auf

Aktien12.11.2020 07:54
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© Reuters.

12. Nov (Reuters) - Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen in der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

INDUS HOLDING INHG.DE - Düsseldorf: Nach Verlusten im ersten Halbjahr hat die Beteiligungsfirma im dritten Quartal aufgeholt. Mit 22,6 Millionen Euro erreichte das operative Ergebnis (Ebit) fast den Vorjahreswert von 24,2 Millionen Euro. Kumuliert verbuchte die Firma allerdings einen Einbruch des Ebit auf 4,3 (Vorjahr: 90,6) Millionen Euro, während der Umsatz auf 1,16 (1,31) Milliarden Euro schrumpfte. Der Vorstand bekräftigte seine Prognose für 2020, die einen Umsatz von 1,45 bis 1,6 Milliarden Euro vorsieht und ein Ebit von null bis 20 Millionen.

KNAUS TABBERT KTAG.DE - München: Dank einer Aufholjagd im dritten Quartal sieht sich der Wohnmobil-Hersteller auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Nach Corona-bedingten Rückgängen im ersten Halbjahr legte der Umsatz nun um ein Drittel auf 214 Millionen Euro zu. Der Überschuss stieg um mehr als das Zweieinhalbfache auf 5,8 Millionen Euro. Auf Jahressicht wird der Börsenneuling nach eigener Einschätzung wie im vergangenen Jahr abschneiden, als der Umsatz bei 780 Millionen Euro und das Betriebsergebnis bei 64 Millionen Euro lag. Zudem biete ein Rekord-Auftragsbestand von 22.000 Fahrzeugen im Wert von 656 Millionen Euro Planungssicherheit bis weit in das kommende Jahr.

EVOTEC EVTG.DE - Berlin: Höhere Ausgaben für Forschung und Entwicklung haben das Betriebsergebnis des Biotechnologieunternehmens belastet. In den ersten neun Geschäftsmonaten fiel der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) um 17 Prozent auf knapp 77 Millionen Euro, wie die Hamburger Firma mitteilte. Im dritten Quartal habe sich die "Dynamik verbessert". Der Umsatz kletterte hingegen um zwölf Prozent auf etwa 360 Millionen Euro. Evotec bestätigte die Jahresprognose.

STRÖER SAXG.DE - Düsseldorf: Das Werbeunternehmen hat nach kräftigen Einbußen im Frühjahr infolge des Shutdown im dritten Quartal eine spürbare Erholung verzeichnet. Gleichwohl lagen die Erlöse mit 355 (Vorjahr: 379) Millionen Euro noch unter dem Vorjahreswert. Das operative Ergebnis (Ebit) legte dank Kostensenkungen leicht zu auf 32,0 (30,8) Millionen Euro zu. Die Orderbücher stimmen den Vorstand zuversichtlich, dass sich die Geschäfte weiter stabilisieren und 2020 ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 440 bis 445 Millionen Euro erreicht werden könne. In den ersten neun Monaten lag das bereinigte Ebitda bei 310,6 Millionen Euro.

K+S SDFGn.DE - Frankfurt: Der Salz- und Düngemittelhersteller ist wegen einer milliardenschweren Abschreibung im dritten Quartal tief in die Verlustzone gerutscht. K+S schrieb ein Minus von 1,97 Milliarden Euro nach einem Verlust von 41,8 Millionen Euro vor Jahresfrist. Da das Kasseler Unternehmen sich bei der langfristigen Entwicklung der Kalipreise verschätzt hat, hatte K+S kürzlich Wertberichtigungen auf Vermögenswerte von rund zwei Milliarden Euro angekündigt. Die niedrigeren Kalipreise führten zu einem Umsatzrückgang von gut neun Prozent auf knapp 822 Millionen Euro. Der operative Gewinn (Ebitda) legte zwar um rund 19 Prozent auf 96 Millionen Euro zu, dazu trug aber vor allem ein einmaliger Sonderertrag im Zuge der Neuausrichtung des Unternehmens bei.

BILFINGER GBFG.DE - Frankfurt: Der Industriedienstleister hat nach einem soliden Geschäft im dritten Quartal seine Ziele für das Gesamtjahr bekräftigt. Umsatz und Ergebnis hätten sich im dritten Quartal erholt, vor allem im September habe sich eine deutlich positive Entwicklung gezeigt, erklärte Vorstandschef Tom Blades. Das Unternehmen bleibe bei seiner Erwartung eines Umsatzrückgangs von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr sowie eines bereinigten Ergebnisses deutlich unter Vorjahresniveau. 2019 lag der Umsatz bei 4,3 Milliarden Euro und das Ergebnis bei 104 Millionen Euro. Voraussetzung für die Erreichung der Ziele sei aber, dass der neue Lockdown keine wesentlichen Folgen habe. Im dritten Quartal schrumpfte der Umsatz um 21 Prozent auf 870 Millionen Euro. Das Ergebnis (Ebitda) fiel um 20 Prozent auf 49 Millionen Euro. Der Auftragsbestand verringerte sich um sechs Prozent auf 2,5 Milliarden Euro.

LEG IMMOBILIEN LEGn.DE - Frankfurt: Steigende Mieten, ein geringerer Leerstand und Zukäufe haben den Wohnungskonzern zu Wachstum verholfen. Der operative Gewinn (FFO I) stieg in den ersten neun Monaten um 14,5 Prozent auf 296,7 Millionen Euro, wie LEG Immobilien mitteilte. Der Erwerb von rund 6.400 Wohnungen von der Deutsche Wohnen DWNG.DE im Juni 2020 ist noch nicht in den Zahlen enthalten, da der Besitzübergang erst zum 1. November erfolgt sei. Dank der Zuwächse in den ersten neun Monaten und des Zukaufs erwartet LEG für 2020 nun ein FFO I von rund 380 (bisher: obere Hälfte der Spanne von 370 bis 380) Millionen Euro. In Abhängigkeit der weiteren Entwicklung der Corona-Auswirkungen soll er 2021 auf 410 bis 420 Millionen Euro zulegen. Effekte aus weiteren möglichen Portfolioan- und -verkäufen seien hierbei noch nicht berücksichtigt. Dabei wolle LEG im kommenden Jahr rund 7000 Wohnungen erwerben. Auch weiterhin sollen 70 Prozent des FFO I als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet werden.

CEWE STIFTUNG CWCG.DE - Düsseldorf: Der Foto-Service und Online-Drucker bekommt in der Corona-Krise das schwächere Einzelhandelsgeschäft zu spüren. So sank in den ersten neun Monaten der Umsatz um 3,3 Prozent auf 413,3 Millionen Euro, während das operative Ergebnis mit minus 0,6 (Vorjahr: minus 2,0) Millionen Euro etwas besser als im Vorjahr ausfiel. Wegen der Unwägbarkeiten der Pandemie wagte der Vorstand keine Prognose für das Weihnachtsquartal, in dem traditionell das höchste Ergebnis des Jahres erzielt wird.

SMA SOLAR S92G.DE - Düsseldorf: Der Solartechnikkonzern hat trotz der Corona-Pandemie in den ersten neun Monaten einen Wachstumssprung verbucht. Bei einem Umsatzplus von 23 Prozent auf 774 Millionen Euro stieg das operative Ergebnis (Ebitda) auf 41 (Vorjahr: 26) Millionen Euro. Netto schrieb der Hersteller von Wechselrichtern einen Gewinn von neun Millionen Euro nach einem Minus von elf Millionen vor Jahresfrist. Der Vorstand bekräftigte seine Jahresziele.

TAG IMMOBILIEN TEGG.DE - Frankfurt: Der Immobilienkonzern hat seine Jahresprognose angehoben. Bei dem für die Branche ausschlaggebenden operativen Ergebnis (FFO I) strebt TAG nach eigenen Angaben nun eine Spanne von 170 bis 173 Millionen Euro an. Bislang stellte der Konzern 168 bis 170 Millionen Euro in Aussicht. Zudem soll die Dividende 88 Cent betragen, einen Cent mehr als bisher. Im kommenden Jahr sollen Ergebnis und Dividende weiter steigen. Die Geschäfte in Deutschland und Polen seien von der Covid-Krise unbeeindruckt. Mietausfälle habe es kaum gegeben. Das Mietergebnis stieg in den ersten neun Monaten auf 197,8 (Vorjahreszeitraum: 192,9) Millionen Euro.

BOEING BA.N - Peking/Sydney: Der US-Flugzeugbauer hat seine Prognose für die kommenden 20 Jahre angehoben. Chinesische Fluggesellschaften würden bis 2039 rund 6,3 Prozent mehr Maschinen als die zunächst angenommen 8.090 benötigen, erklärte Boeing (NYSE:BA). Der Listenpreis für die 8600 neuen Flugzeuge liege Unternehmensangaben zufolge bei 1,4 Billionen Dollar. "Während Covid-19 den Passagiermarkt weltweit stark beeinflusst hat, bleiben Chinas grundlegende Wachstumsmotoren widerstandsfähig und robust", erklärte Richard Wynne, Marketingleiter für das China-Geschäft bei Boeing.

SMIC 0981.HK - Der größte chinesische Chiphersteller Semiconductor Manufacturing International Corp bekommt einem Zeitungsbericht zufolge die Sanktionen der USA zu spüren. Bei der Beschaffung von in den USA hergestellten Geräten, Bauteilen und Rohmaterialien komme es zu Verzögerungen, berichtete die Global Times. SMIC gehört wie der Smartphone-Hersteller Huawei HWT.UL zu mehreren chinesischen Technologieunternehmen, die von der Regierung in den USA wegen Sicherheitsbedenken mit Restriktionen belegt worden sind.

VODAFONE VOD.L - Frankfurt: Für sein Mobilfunknetz in Deutschland setzt der britische Telekommunikationskonzern weiterhin auf den chinesischen Ausrüster Huawei HWT.UL . "Im Antennennetz, wo Daten nicht verarbeitet, sondern nur übertragen werden, arbeiten wir mit Ericsson und Huawei zusammen", sagte Deutschlandchef Hannes Ametsreiter der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (F.A.Z./Donnerstagsausgabe). Sicherheit genieße dabei oberste Priorität. Im wichtigen Kernnetz setze man auf europäische Anbieter. Huawei war in der Vergangenheit von der amerikanischen Regierung unter Präsident Donald Trump wegen Sicherheitsbedenken mit Sanktionen belegt worden. Trump hatte Europa aufgefordert, es ihm gleichzutun.

(Zusammengestellt in den Redaktionen Berlin, Frankfurt, Danzig, Zürich und Wien. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 030 2201 33711 (für Politik und Konjunktur) oder 030 2201 33702 (für Unternehmen und Märkte)

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