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FIRMEN-BLICK-Surteco-Aktionären winkt Pflichtangebot

Veröffentlicht am 21.01.2021, 21:48
Aktualisiert 21.01.2021, 21:54
© Reuters.

21. Jan (Reuters) - Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

SURTECO SURG.DE - München: Den Kleinaktionären des schwäbischen Möbelzulieferers winkt möglicherweise ein Übernahmeangebot. Die Hamburger Schürfeld-Gruppe, die mit 27,8 Prozent an dem Hersteller von Möbelfolien und Dekordrucken beteiligt ist, überlege, ihre Anteile mit den Familienaktionären zu poolen, teilte Surteco mit. Zusammen käme der Pool dann auf 58 Prozent an Surteco und müsste deshalb ein Pflichtangebot an die übrigen Anteilseigner abgeben. Schürfeld war bereits 1950 bei der Surteco-Vorgängerfirma Bausch eingestiegen.

SALZGITTER SZGG.DE - Berlin: Der Stahlkonzern zeigt sich für das laufende Geschäftsjahr optimistisch. Der Thyssenkrupp TKAG.DE -Rivale rechnet 2021 mit einer Rückkehr in die Gewinnzone. Der Vorsteuergewinn dürfte zwischen 150 und 200 Millionen Euro liegen. Der Umsatz solle auf 8,5 (7,0) Milliarden Euro steigen. Nach vorläufigen Zahlen ging der Vorsteuerverlust im Geschäftsjahr 2020 auf 200 Millionen von 253 Millionen Euro zurück. Damit habe das SDax-Unternehmen seine eigene Prognose übertroffen. Grund sei unter anderen eine "aufwärtsgerichtete" Entwicklung bei Flachstahl, Handel und Technologie im vierten Quartal gewesen.

PROSIEBENSAT.1 PSMGn.DE - Berlin: Der italienische Medienkonzern Mediaset MS.MI TL5.MC hat seinen direkten Anteil an dem deutschen Fernsehunternehmen auf 12,38 Prozent erhöht. Wie aus einer Stimmrechtsmitteilung hervorgeht, hat das von der Familie des früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi kontrollierte Unternehmen über Aktien und Derivate nun Zugriff auf insgesamt 23,53 Prozent an ProSiebenSat.1. Eine mit der Sache vertraute Person hatte Reuters gesagt, Mediaset werde seinen Aktienanteil an der Senderkette und damit auch die Stimmrechte schrittweise erhöhen. CARBON SGCG.DE - Frankfurt: Der auf Kohlenstoffprodukte spezialisierte Auto- und Industriezulieferer erweitert seine Fertigungskapazitäten für Carbonteile in den USA. Damit reagiere SGL auf die wachsende Nachfrage im Bereich der Elektromobilität, teilte das Unternehmen mit. Im SGL-Werk Arkadelphia im US-Bundesstaat Arkansas würden unter anderem Batteriegehäuse aus Carbon-Verbundwerkstoff hergestellt. Hauptaktionärin von SGL ist die BMW BMWG.DE -Großaktionärin Susanne Klatten, zweitgrößter Aktionär ist BMW selbst.

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POLYGON - Frankfurt: Der auf die Sanierung nach Wasser- und Brandschäden spezialisierte schwedische Dienstleister Polygon steht Insidern zufolge zum Verkauf. Der Finanzinvestor Triton, der das Unternehmen 2010 von der schwedischen Munters MTRS.ST gekauft hatte, habe die Investmentbank Jefferies beauftragt, einen Käufer zu finden, sagten mehrere mit den Plänen vertraute Personen zu Reuters. Polygon könne bis zu eine Milliarde Euro einbringen. Das Unternehmen mit 5000 Mitarbeitern, davon knapp die Hälfte in Deutschland, arbeitet vor allem im Auftrag von Versicherern und Gebäudeverwaltern.

THYSSENKRUPP TKAG.DE - Düsseldorf: Der Essener Konzern hat nach einem Bericht des "Handelsblatts" den Verkaufsprozess für seine Zementanlagenbau-Tochter ausgesetzt. Zwar hätten mehrere Unternehmen nach Prüfung der Bücher ein Angebot für das Geschäft abgegeben, schreibt die Zeitung unter Berufung auf ein internes Schreiben des Konzerns. "Die uns vorliegenden Angebote konnten uns nicht überzeugen", heiße es in dem Brief weiter. Von Thyssenkrupp war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

MEDIASET MS.MI TL5.MC /PROSIEBENSAT.1 PSMGn.DE - Berlin: Der spanische Arm vom italienischen Medienkonzern Mediaset hat 3,43 Prozent der Aktienanteile am Fernsehunternehmen ProSiebenSat.1 PSMGn.DE gekauft. Mediaset Spanien teilte weiter mit, man halte nun 13,18 Prozent an dem bayerischen TV-Konzern. ProSieben (DE:PSMGn) kommentierte dies nicht. Der US-Finanzinvestor KKR KKR.N , der jüngst noch 6,6 Prozent der Anteile besaß, trennte sich vorige Woche von einem größeren Aktienpaket. Inzwischen ist der Anteil von KKR an ProSiebenSat.1. auf 0,28 Prozent geschrumpft. Mediaset hielt zuletzt insgesamt rund 24 Prozent direkt und indirekt an der TV-Senderkette. Eine mit der Sache vertraute Person sagte, Mediaset habe nun seinen direkten Anteil und damit auch die Stimmrechte erhöht.

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SUNRISE UPC SRCG.S LBTYA.O - Zürich: Nach der Übernahme des Mobilfunkunternehmens Sunrise bereitet der US-Kabelriese Liberty Global einen umfangreichen Stellenabbau in der Schweiz vor. Die Anzahl der betroffenen Mitarbeiter dürfte deutlich geringer als 30 Prozent des Bestandes betragen, wie die aus dem Zusammenschluss von Sunrise und der Liberty-Tochter UPC entstandene Sunrise UPC am Donnerstag mitteilte. Die neue Gesellschaft will bis April die Organisationsstruktur erstellen und die Führungskräfte auswählen. Danach stehe fest, wie hoch der Stellenabbau genau ausfalle. Jüngsten Angaben zufolge beschäftigt das Unternehmen mehr als 1500 Personen. Liberty hatte die Übernahme mit einem Volumen von 6,8 Milliarden Franken im August angekündigt und inzwischen vollzogen. PSCH.UL /SPRINGER SPRGn.H - Frankfurt: Der Sportwagenbauer und der Medienkonzern stecken zusätzliche Millionen in ihr Gemeinschaftsunternehmen APX, ein Finanzierer von Startups. Das Unternehmen verfüge damit über Wagniskapital von 55 Millionen Euro. Mit dem Geld will APX mehr Startups mit digitalen Geschäftsmodellen finanzieren und sie künftig länger als die bisher üblichen 100 Tage unterstützen. Das Joint Venture in Berlin ging 2018 aus dem Springer-Erstinvestor "Plug and Play" hervor, der von 2013 bis 2017 mehr als 100 Gründer gesponsert hatte. APX gab bisher über 70 Geschäftsprojekten aus rund 20 Branchen und Ländern Starthilfe.

GOOGLE GOOGL.O - Paris: Der US-Technologierise hat sich mit französischen Verlagen auf eine Regelung zu Urheberrechten geeinigt. Abhängig von verschiedenen Kriterien, wie etwa den monatlichen Klicks, der Auflagenhöhe der Zeitungen und dem "Beitrag zur politischen und allgemeinen Information" müsse der US-Konzern für Inhalte der Zeitungen, die auf seiner Plattform auftauchen, zahlen, teilten Google und der französische Branchenverband APIG mit. Wie viel Geld an die Verlage fließt, wurde nicht gesagt. Google hatte bisher nur Übereinkommen mit einzelnen Zeitungen wie etwa "Le Monde" oder "Le Figaro" erzielt, nicht mit der gesamten Branche.

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IG IGG.L - Bangalore: Die britische Handelsplattform übernimmt den US-Konkurrenten tastytrade für eine Milliarde Dollar. Die tastytrade-Aktionäre sollen 300 Millionen Dollar in bar sowie 700 Millionen Dollar in IG-Aktien erhalten, wie die in London gelistete Handelsplattform mitteilte. IG erklärte auch, dass es die Führungsriege von tastytrade weiterhin beschäftigen wolle. Mit dem Zukauf stößt IG in den nordamerikanischen Markt vor. Die Übernahme solle im ersten Quartal des nächsten Geschäftsjahr abgeschlossen sein.

NORWEGIAN AIR NORR.OL - Oslo: Der hoch verschuldeten norwegischen Billig-Airline winkt Staatshilfe. Industrieminister Iselin Nyboe erklärte, Norwegen sei bereit, sich an der Refinanzierung zu beteiligen. Zum Umfang der Finanzspritze sagte er nichts. "Die Unterstützung der Regierung erhöht unsere Chancen, neues Kapital zu beschaffen und uns durch den Wiederaufbauprozess zu bringen, erheblich", sagte Airline-Chef Jacob Schram. Wenn der Wiederaufbau erfolgreich ist, hat Norwegian angekündigt, seine Flotte zunächst auf etwa 50 Flugzeuge zu reduzieren.

(Zusammengestellt in den Redaktionen Berlin, Frankfurt und Zürich. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1232 oder +49 30 2888 5168.)

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