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Ist Visa ein Kauf?

Veröffentlicht am 31.10.2019, 19:03
© Reuters.
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Bargeld wird von Verbrauchern immer seltener genutzt und immer häufiger durch digitale Zahlungsmethoden ersetzt. Nutznießer dieser Vorteile – und einer Wirtschaft, die seit der Finanzkrise 2008 wächst – ist Visa (NYSE:V) (WKN: A0NC7B), Marktführer der elektronischen Zahlungsindustrie. Seit dem Börsengang im März 2008 ist Visa eine der besten Blue-Chip-Aktien.

Daten via YCharts

Also schauen wir uns mal an, ob jetzt noch immer der Moment zum Einsteigen gegeben ist. Denn Gewinner neigen ja dazu, auch weiterhin zu gewinnen, und Visa hat viel zu bieten, was die Aktie auch in Zukunft steigen lassen sollte.

Visa holt richtig Geld rein Visa betreibt ein digitales Netzwerk, das Geld- und Finanztransaktionen abwickelt. Das Unternehmen gibt keine Kredite, sondern berechnet bei jeder Transaktion eine kleine Gebühr.

Das ist ein unglaublich einfaches, aber gut funktionierendes Geschäftsmodell. In Verbindung mit anderen Zusatzdiensten wie Zahlungssicherheit, internationalen Transaktionsdiensten und Schutz vor Betrug bedeutet der Betrieb eines Zahlungsnetzwerks (und nicht die tatsächliche Ausgabe von Karten oder Krediten oder die Erbringung von Direktbankdienstleistungen), dass das Unternehmen die Kosten niedrig halten kann und mit einer unglaublich hohen Gewinnmarge arbeitet – 65,9 % in den letzten zwölf Monaten zum 30.06.2019, um genau zu sein. Das ist wesentlich höher als die Margen der kleineren Konkurrenten. Außerdem hat man diese Marge erzielt, während man in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019 fast 4 Mrd. US-Dollar pro Quartal reingeholt hat. Visa nutzt seine beträchtlichen operativen Gewinne zudem, um in weiteres Wachstum zu investieren und den Investoren Geld zurückzuzahlen.

Daten via YCharts

Das entspricht einem Ergebniswachstum, das stärker ist als die Umsatzsteigerung. So stieg beispielsweise der Umsatz von Visa im dritten Quartal 2019 um 11 %, während das um Einmaleffekte bereinigte Ergebnis je Aktie um 14 % zunahm. Dies ist zu einem großen Teil auf die 2,7 Mrd. US-Dollar zurückzuführen, die den Aktionären durch Aktienrückkäufe zurückgegeben wurden (was die Anzahl der Aktien reduziert und damit den Gewinn pro Aktie erhöht), sowie auf eine Dividendenzahlung, die derzeit 0,6 % pro Jahr beträgt.

Gemeinsam gegen das Bargeld Visa war nicht der Erfinder des bargeldlosen Zahlungsverkehrs, aber es war 1958 das erste US-weite Unternehmen für die Verarbeitung von Kreditkartenzahlungen. Mastercard (NYSE:MA) (WKN: A0F602) kam ein paar Jahre später dazu, aber Visa war eben früher dran und ist bis heute in der Spitzenposition – Visas vergangene Zwölfmonatseinnahmen beliefen sich derzeit auf 22,3 Mrd. US-Dollar, die von Mastercard auf gerade mal 15,7 Mrd. US-Dollar.

In den vergangenen Jahren sind unzählige weitere digitale Zahlungsdienstleister an den Start gegangen, darunter Unternehmen wie PayPal (NASDAQ:PYPL) (WKN: A14R7U) und Square (NYSE:SQ) (WKN: A143D6). Auch konnten andere Technologien wie die Blockchain an Bedeutung gewinnen, um Händler, Verbraucher und multinationale Unternehmen besser abzusichern.

All diese rapiden Veränderungen haben jedoch nicht dazu geführt, dass Visa in Schwierigkeiten geraten ist. Bargeld ist immer noch weitgehend die Standardmethode für den Kauf von Waren und Dienstleistungen in den meisten Ländern der Welt, was bedeutet, dass Visa und Co. noch viele Märkte erobern können. Das Unternehmen hat zudem reichlich Geld parat, um seine Systeme ständig zu aktualisieren und sich mit der Zeit zu entwickeln. Außerdem erwartet das Beratungsunternehmen McKinsey, dass die Einnahmen aus digitalen Zahlungen weiter im hohen einstelligen Bereich wachsen und 2022 fast 3 Billionen US-Dollar erreichen werden.

Soll heißen: Hier ist noch viel Wachstum und Visa steht immer noch an erster Stelle, wenn es um digitale Zahlungen geht. Die Aktie ist sicherlich mal eine Überlegung wert – allerdings auch die anderen großen digitalen Zahlungsabwicklungsnetzwerke wie Mastercard und PayPal.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Mastercard, PayPal Holdings, Square und Visa. Nicholas Rossolillo und seine Kunden besitzen Aktien von Mastercard und PayPal Holdings.

Dieser Artikel erschien am 13.10.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

Motley Fool Deutschland 2019

Dieser Artikel erschien zuerst auf The Motley Fool

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