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Zinssenkung: Investoren laufen in offenes Messer – Aktienrallye ist eine Illusion

Veröffentlicht am 15.11.2023 16:45
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Investing.com – Die neuesten US-Inflationszahlen vom Dienstag vermittelten einen optimistischen Eindruck. Auf Jahresbasis sanken die Verbraucherpreise im Oktober von 3,7 Prozent auf 3,2 Prozent, was mehr war als die erwarteten 3,3 Prozent. Darauf reagierten nicht nur Nasdaq und S&P 500 positiv, sondern auch DAX & Co. Aber die Euphorie an den globalen Aktienmärkten ist alles andere als angebracht.

Fed-Zinssenkung = Rallye am Aktienmarkt?

Das Fed-Ziel von 2 Prozent ist immer noch weit entfernt und die aktuelle Entwicklung hat lediglich die Wahrscheinlichkeit gesenkt, dass es im Dezember zu einer weiteren Zinserhöhung kommt. Von einer Zinssenkung kann noch keine Rede sein, wie Link Securities schreibt:

"Die jüngste Entwicklung der Inflation und des Arbeitsmarktes gibt der Fed unserer Meinung nach Spielraum für eine unveränderte Geldpolitik im Dezember. Solange die Inflation jedoch keine eindeutigen Anzeichen für eine Annäherung an das 2 %-Ziel aufweist, wird die Fed ihre offiziellen Zinssätze auf dem derzeitigen Niveau belassen, woran sich die Anleger zumindest in der ersten Hälfte des Jahres 2024 gewöhnen müssen."

Doch genau das ist es, worauf eifrig spekuliert wird – Zinssenkungen. Laut Renta 4 waren die Inflationsdaten für den Markt so überzeugend, dass dieser eine weitere Zinserhöhung nahezu vollständig ausschloss. Gleichzeitig wurde der Beginn der Zinssenkungen, von denen es 2024 immerhin vier Stück geben soll, von Juli auf Juni vorgezogen.

Das setzt aber auch voraus, dass sich die Inflation weiterhin so positiv entwickelt wie erhofft, und mehr als eine Hoffnung, dass die Teuerungsraten Mitte nächsten Jahres in der Nähe von 2 Prozent liegen, gibt es nicht. Die Zentralbanken haben mehrfach unter Beweis gestellt, dass sie mit ihren Prognosen danebenliegen.

EZB rechnet mit steigender Inflation

Der stellvertretende EZB-Präsident Luis De Guindos sagte erst am Montag auf der "Euro Finance Week" in Frankfurt, dass die Inflation "noch zu lange zu hoch bleibe". Was das für die Geldpolitik bedeutet, erklärte er ebenfalls. "Wir werden daher dafür sorgen, dass unsere Leitzinsen so lange wie nötig auf einem ausreichend restriktiven Niveau festgesetzt werden."

Somit rechnet die EZB selbst mit keinem Inflationswunder, also einem schnellen Rückgang des Verbraucherpreisanstiegs. Vielmehr geht man davon aus, dass das Gegenteil eintritt, wie Guindos erklärte. Er sprach von einem Wiederanstieg in den kommenden Monaten. Der Grund dafür ist, dass die Basiseffekte der stark gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreise im Herbst 2022 aus den Berechnungen herausfallen.

Dieser Wiederanstieg wird als "vorübergehend" eingeordnet. Eine Bewertung, mit der die Zentralbanken bei ihrer Einschätzung der Inflation im Jahr 2020 schon einmal gehörig daneben lagen.

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Aber selbst wenn das eintreten sollte, werden Zinssenkungen nicht zu der Rallye am Markt führen, auf welche viele Anleger spekulieren. Der Wirtschaftswissenschaftler Daniel Lacalle verwies in seinem jüngsten Youtube-Video darauf, dass ein Großteil der Investoren falsche Vorstellungen davon hat, wie die Situation am Markt ist und was Zinssenkungen bewirken werden. Im Idealfall bremsen letztere den wirtschaftlichen Verfall, wer aber auf sprudelnde Gewinne spekuliert, der dürfte ein böses Erwachen erleben.

Steigende Geldmenge verhindert große Zinssenkungen

Lacalle spricht davon, dass der neue US-Zinssenkungszyklus seinen Höhepunkt bereits im Januar 2025 bei 4,492 Prozent erreicht. Also weit entfernt von den Nullzinsen, welche zu der famosen zehnjährigen Boomphase führten.

Die Analysten verweisen beim Schönreden der Inflation gerne auf die gesunkene Geldmenge, aber die Realität sieht anders aus. In Wahrheit nimmt die Geldmenge sogar zu. Lacalle schreibt:

"Die Geldmenge im System nimmt nicht ab, sondern sie steigt, um das angeschlagene Bankensystem am Leben zu erhalten ... Nach Angaben der Federal Reserve sank die Geldmenge M1 zwischen September 2022 und September 2023 von 20,281 Billionen Dollar auf 18,17 Billionen Dollar und M2 von 21,52 Billionen Dollar auf 20,75 Billionen Dollar. Allerdings stieg die Gesamtverschuldung von 20,3 Billionen Dollar auf 223 Billionen Dollar an. Dabei handelt es sich um die gesamten Anleihen der Federal Reserve, einschließlich der Anleihen aus den "primären, sekundären und saisonalen Kreditprogrammen des Diskontfensters und anderer Anleihen aus den Notkreditfazilitäten".

Und genau das ist der Kern des Problems. Die Finanzwirtschaft wird mit frischem Geld am Leben gehalten, während die Privatwirtschaft und die Verbraucher die volle Wucht der hohen Zinsen zu spüren bekommen. Das verhindert einen schnellen Rückgang der Inflation auf das Ziel von 2 Prozent, und Zinssenkungen haben an den Finanzmärkten nicht annähernd die Auswirkungen wie gedacht. Lacalle sagt:

"In diesem Szenario spielt es keine Rolle, ob die Fed die Zinssätze senkt oder nicht, es sei denn, die Wirtschaft beginnt, ohne nennenswerte Kreditimpulse schnell zu wachsen, was nur schwer vorstellbar ist.

Wenn die Fed beschließt, die Zinssätze zu senken, dann deshalb, weil sie einen erheblichen Rückgang der Gesamtnachfrage feststellt. Dieser Einbruch der Nachfrage würde vollständig aus dem privaten Sektor kommen, da die Staatsausgaben nicht zurückgehen. Die dann veranlassten Zinssenkungen werden Familien und Unternehmen jedoch nicht dazu veranlassen, mehr Kredite aufzunehmen, da sie bereits von geborgtem Geld leben.

Unter diesen Bedingungen ist es nahezu ausgeschlossen, durch Zinssenkungen einen soliden und positiven Kreditimpuls zu erzeugen, wenn die Wirtschaft den Placebo-Effekt der Schuldenanhäufung verliert.

Wenn sich die Fed zu einer Zinssenkung entschließt, werden die negativen Auswirkungen auf die Gewinne und Margen die Märkte wohl kaum in die Höhe treiben, wie viele erwarten.

Fed-Zinssenkungen als treibende Kraft für zahlreiche Wachstumsschübe und steigende Märkte anzusehen dürfte die ultimative Illusion sein."

Zinssenkung: Investoren laufen in offenes Messer – Aktienrallye ist eine Illusion
 

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Kommentare (15)
Heide Witzka
Heide Witzka 16.11.2023 13:49
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Der Sinn des Clickbait-Berichts ist, das mal wieder alle brav die werbebasierten Youtoubevideos ansehen oder das Protrade Abo buchen. Was muss Investing es nötig haben. Innerhalb Deutschlands bleibt die Inflation hoch da günstige Energie abgelehnt wird. Aber nicht in der gscheiten Restwelt, da wird die Inflation sinken
Dirk Kiehl
Dirk Kiehl 16.11.2023 11:45
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der Didi Hamann der Börse
Markus schütz
Markus schütz 16.11.2023 7:24
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Die Prognosen der EZB sind meiner Meinung nach nicht gerade zuverlässig um es freundlich zu formulieren. Schon der glaube, dass Billionen Euro und Dollar an Helikoptergeld, die in der Pandemie und auch heute noch großzügig verteilt werden, auf den Konten geparkt werden, war und ist absurd. Die Leute gaben das Geld aus als gäbe es kein Morgen.1 Denkfehler. Gleichzeitig Wertschöpfungsketten auseinanderzureißen und so eine Warenknappheit zu erzeugen bei steigendem Geldvolumen……Der Verbraucher und sein Verhalten ist sind die maßgebenden Faktoren. Wenn das Geld auf dem Markt bleibt wetden wir eine Deflation erleben die sich gewaschen hat. Ich hoffe, dass ich mich irre. Das Wirtschaftliche Armageddon. Dagegen wären 10% Inflation eine warme Sommerprise.
Uwe Grille
Uwe Grille 16.11.2023 4:56
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Sind die Auswirkungen von Zinssenkungen nicht positiv für die Gewinnmargen von Unternehmern…? (Abgesehen der von Banken)
Thomas Kahl
Thomas Kahl 15.11.2023 22:02
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Ah, geht das jetzt wieder los. Wurde auch mal wieder Zeit…
Roland Bernschneider
Roland Bernschneider 15.11.2023 21:09
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Man sollte nicht auf Experten hören ,hätte ich schon eher nicht darauf gehört, hätte ich ein paar € mehr in der Tasche
Oliver Schaffer
Swordfish 15.11.2023 20:53
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Leute,es ist so lustig…ich bin ja nun auch schon seit bald 28 Jahren an der Börse und lebe schon viele Jahre davon…ich lese hier meist im Hintergrund mit und muss oft schmunzeln,weil man ja schon alles erlebt hat…oder auch ,wenn Mike Wilson und Jamie Dimon das ganze Jahr über mit ihren Prognosen völlig daneben lagen…und das sind beides wirkliche Schwergewichte der WallStreet…und immer,wenn es an den Märkten unerwartet besonders gut läuft wie aktuell,kommt prompt Investing wieder mit ihren bunten Bildchen und den Geschichten vom Rotkäppchen und dem bösen Wolf…ist einfach Satire und man kann sich ein Lächeln nicht verkneifen…;-))
Teodor Tomulescu
Teodor Tomulescu 15.11.2023 20:53
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👍
Andy Andreas
Andy Andreas 15.11.2023 20:44
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Desto pessimistischer diese Analysen sind, desto bullisher sollte man sein.. Dann kann es eigentlich nur aufwärts gehen..
Marcus Hackel
Marcus Hackel 15.11.2023 20:31
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Wer länger bei Investing Nachrichten liest weiß man sollte meistens das Gegenteil machen was sie wollen. ;)
Piero Belsito
Piero Belsito 15.11.2023 20:30
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Warum immer so negativ 🤦🏻‍♂️
 
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