3 Dividendenaktien, die von der K-förmigen Wirtschaft 2026 profitieren

Veröffentlicht am 05.01.2026, 15:20

Kurz vor Weihnachten meldete das U.S. Bureau of Economic Analysis (BEA) für das dritte Quartal (Juli bis September) ein reales Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 4,3 %. Damit lag der Wert deutlich über der Markterwartung von 3,3 %. Auch das gemeldete BIP übertraf das GDPNow-Modell der Atlanta Fed um 0,8 Prozentpunkte.

Einerseits lässt sich argumentieren, dass angesichts des massiven, tief verankerten und systemischen Wohlfahrtsbetrugs, der zunehmend in den Konsumkanal wirkt, ein relevanter Teil dieses Wachstums künstlicher Natur ist. Andererseits unterscheiden Unternehmensgewinne – unter ansonsten gleichen Bedingungen – nicht zwischen organisch generierten und staatlich subventionierten Ausgaben.

Wie bereits erörtert, hält genau diese Dynamik die K-förmige Wirtschaft am Laufen und begünstigt ein Umfeld beschäftigungslosen Wachstums, das sich unter dem zusätzlichen Druck der künstlichen Intelligenz im Jahr 2026 weiter verschärfen dürfte. Der KI-Sektor selbst steuert trotz zunehmender Blasensorgen auf ein Rekordwachstum im Jahr 2026 zu.

Im Dezember schätzte Goldman Sachs, dass allein die Investitionen in KI rund 0,8 % des BIP ausmachen. Dies unterstreicht, dass die wirtschaftlichen Aktivitäten in diesem Bereich mit hoher Intensität laufen – ein Ausstieg aus diesem Investitionszyklus ist faktisch keine Option. Davon profitieren insbesondere dividendenstarke Energieunternehmen und REITs.

Eine Woche vor Weihnachten, am 18. Dezember, deutete Donald Trump gegenüber Reportern im Weißen Haus an, dass er einen Rückgang der Immobilienpreise eher vermeiden wolle. Sein Ziel sei es, den hohen Marktwert von Wohnimmobilien zu erhalten – selbst wenn sich jüngere Generationen Wohneigentum zunehmend kaum noch leisten können.

Unterm Strich sollten Anleger die fortschreitende K-förmige Wirtschaftsstruktur und den weiteren Ausbau der KI-Infrastruktur gezielt nutzen, während sie sich weniger auf die allgemeine Verfassung des Verbrauchersegments verlassen. Vor diesem Hintergrund gewinnen Dividendenwerte mit stabilem passivem Einkommen weiter an Attraktivität.

1. Enterprise Products Partners - 6,8% Dividendenrendite bei einer Ausschüttung von 0,54 USD pro Aktie

Wie in unserer jüngsten Energieaktien-Rundschau erwähnt, werden die USA nach der Zerstörung der europäischen Nord Stream-Pipelines ihre Flüssiggasversorgung Erdgas (LNG)-Lieferungen bis 2030 um 50 % erhöhen. Enterprise Products Partners (NYSE:EPD) ist das führende Midstream-Unternehmen, das den Transport, die Lagerung und die Verarbeitung von Erdgas und Erdgasflüssigkeiten (NGLs) über 50.000 Meilen nordamerikanischer Pipelines möglich macht.

Der Großteil der Einnahmen des Unternehmens stammt aus langfristigen, gebührenbasierten Verträgen mit minimalen Mitnahme- oder Zahlungsklauseln, wodurch das Unternehmen weitgehend von den Schwankungen der Rohstoffpreise unabhängig ist. EPD ist darüber hinaus auch ein Dividenden-Aristokrat, der seine Ausschüttungen in 26 aufeinanderfolgenden Jahren erhöht hat.

Im Jahr 2026 will EPD die Bahia NGL-Pipeline neben zwei weiteren Gasverarbeitungsanlagen, dem P2 Neches River Terminal und der EHT LPG Export Expansion, in Betrieb nehmen. Hinzu kommt die Eröffnung von zwei Gasverarbeitungsanlagen im Jahr 2025 - der P1 Neches River Terminal und Frac 14. Seit 2019 hat EPD sein Aktienrückkaufprogramm von 2 Mrd. USD auf 5 Mrd. USD (ab Oktober 2025) erweitert.

Mit dem aktuellen Kursniveau von 32,16 USD pro Aktie notiert die EPD-Aktie noch unter dem durchschnittlichen Kursziel von 36 USD. Tatsächlich entspricht dieses Preisniveau nun der Untergrenze von 32 USD pro Aktie und ermöglicht so einen optimalen Einstieg in eines der sichersten Geschäftsmodelle in diesem Sektor

2. Essex Property Trust - 4,01% Dividendenrendite bei einer Ausschüttung pro Aktie von 2,57 USD

Wie bereits in unserer jüngsten Energieaktien-Rundschau ausgeführt, planen die USA nach der Zerstörung der europäischen Nord-Stream-Pipelines, ihre Flüssigerdgas- (LNG-)Exporte bis 2030 um rund 50 % auszuweiten. In diesem Kontext nimmt Enterprise Products Partners (NYSE:EPD) eine Schlüsselrolle ein. Das Unternehmen ist einer der führenden Midstream-Anbieter in Nordamerika und betreibt ein Netzwerk von mehr als 50.000 Meilen Pipelines für den Transport, die Lagerung und die Verarbeitung von Erdgas sowie Erdgasflüssigkeiten (NGLs).

Der überwiegende Teil der Erlöse stammt aus langfristigen, gebührenbasierten Verträgen, die nur minimale Mitnahme- oder Zahlungspflichten enthalten. Dadurch ist das Geschäftsmodell weitgehend entkoppelt von der Volatilität der Rohstoffpreise. Zudem zählt EPD zu den Dividenden-Aristokraten und hat seine Ausschüttungen 26 Jahre in Folge erhöht.

Auf operativer Ebene setzt das Unternehmen seinen Expansionskurs fort. Für 2026 ist die Inbetriebnahme der Bahia NGL-Pipeline sowie zweier weiterer Gasverarbeitungsanlagen geplant – des P2 Neches River Terminals und der EHT LPG Export Expansion. Bereits 2025 sollen mit dem P1 Neches River Terminal und Frac 14 zwei zusätzliche Anlagen ans Netz gehen. Parallel dazu hat EPD sein Aktienrückkaufprogramm seit 2019 schrittweise von 2 Mrd. USD auf 5 Mrd. USD (ab Oktober 2025) ausgeweitet.

Auf dem aktuellen Kursniveau von 32,16 USD je Aktie notiert EPD weiterhin unter dem durchschnittlichen Analystenkursziel von 36 USD. Dieses Preisniveau entspricht zugleich der unteren Bandbreite bei rund 32 USD je Aktie und eröffnet damit einen attraktiven Einstieg in eines der robustesten und defensivsten Geschäftsmodelle im Midstream-Sektor.

3. American Tower REIT - 3,88% Dividendenrendite bei einer Ausschüttung pro Aktie von 1,7 USD

American Tower (NYSE:AMT) zählt zu den führenden unabhängigen Eigentümern, Betreibern und Entwicklern von Kommunikationsinfrastruktur und bildet damit einen zentralen Backbone der digitalen Wirtschaft. Das Unternehmen ist einer der weltweit größten Betreiber von Standorten für drahtlose Kommunikation, auf die sämtliche großen Telekommunikationsanbieter wie AT&T, Verizon und T-Mobile angewiesen sind.

Auch wenn American Tower nicht zu den klassischen Dividenden-Aristokraten gehört, rechnen die meisten Analysten mit einem stetigen Dividendenwachstum in den kommenden Jahren. Im 3. Quartal 2025 belief sich der Immobilienbestand des Unternehmens auf 2,6 Mrd. USD, was einem Anstieg von 5,9 % gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Im selben Zeitraum wandelte sich ein zuvor gemeldeter Nettoverlust von 792 Mio. USD inzwischen in einen Nettogewinn von 853 Mio. USD.

Regional betrachtet verzeichnete der REIT in Afrika und APAC mit 13,5 % das stärkste organische Mietwachstum (OTBG), während Nordamerika auf 3,9 % kam. Diese Differenz spiegelt die strukturellen Unterschiede zwischen Industrie- und Schwellenländern wider.

Gleichzeitig wird diese Entwicklung durch die starke Nachfrage nach Rechenzentren mehr als kompensiert. In diesem Segment erzielte American Tower ein Umsatzwachstum von 14 % gegenüber dem Vorjahr. Entsprechend hob das Unternehmen im 3. Quartal seine Umsatzprognose für 2025 auf 10,25 Mrd. USD an, nach zuvor 10,21 Mrd. USD.

Beim aktuellen Kurs von 174,80 USD je Aktie notiert AMT deutlich unter dem durchschnittlichen Kursziel von 227,32 USD und auch unter der unteren Analystenprognose von 200 USD pro Aktie.

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