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$50 Milliarden Verlust durch Naturkatastrophen: die Geschäftszahlen der Versicherer!

Veröffentlicht am 11.08.2023, 13:18
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$50 Milliarden an Verlust musste die globale Versicherungsindustrie in der ersten Hälfte dieses Jahres bereits aufgrund von Naturkatastrophen wegstecken, was dem schlechtesten Jahresstart seit 2011 entspricht. Laut einer Studie der Schweizerischen Rückversicherungs-Gesellschaft Swiss Re (SIX:SRENH) kamen die höheren Kosten vor allem durch extreme Wetterereignisse und durch das stetige Wachstum städtischer Gebiete zustande, welche immer mehr Versicherungsleistungen erfordern. Zudem hatten die Unternehmen mit der Inflation sowie mit gestiegenen Material- und Arbeitskosten zu kämpfen. Entsprechend fordern viele Rückversicherer nun deutlich höhere Deckungspreise für Extremwetter-Schäden. Weiterhin verschärfen die eingefahrenen Verluste die Sorgen darüber, ob die Versicherer die wachsenden Schadensersatzansprüche auffangen können.

Doch wie sehen eigentlich die jüngst veröffentlichten Halbjahres-Geschäftszahlen der Versicherer aus? Werfen wir dazu einen Blick in die Bücher der drei Versicherungskonzerne unseres DAX40-Aktienpakets: der Hannover Rück, der Münchener Rück und der Allianz…

Hannover Rück, Münchener Rück und Allianz konnten allesamt ihre Gesamtjahresziele bestätigen.

Hannover Rück – Erwartungen übertroffen

Die Hannover Rück (ETR:HNRGn), nach Münchener Rück und Swiss Re der drittgrößte Rückversicherer der Welt, hat mit den Zahlen für das erste Halbjahr die Erwartungen übertroffen. Der DAX-Konzern konnte seinen Nettogewinn um 18 Prozent auf 960 Millionen Euro steigern und damit schon mehr als die Hälfte des Jahresziels von 1.7 Milliarden Euro gutmachen. Der Umsatz kletterte um 3.9 Prozent auf 12.3 Milliarden Euro und soll in diesem Jahr insgesamt um mindestens 5 Prozent ansteigen. Die Eigenkapitalrendite lag nach den ersten sechs Monaten bei 21 Prozent, während sie sich im Vorjahr auf nur 16.4 Prozent belief. Mit ihren Investitionen konnte die Hannover Rück eine Kapitalanlagerendite von 3 Prozent erzielen und damit den Zielwert von 2.4 Prozent deutlich überbieten. Dies ist insbesondere den kräftigen Erträgen aus festverzinslichen Wertpapieren sowie einem geringen Aufwand für Kreditausfälle zu verdanken. Insgesamt wurden die Gewinnziele für das Gesamtjahr bestätigt, erhöhen will das Unternehmen seine Prognose aber nicht. Grund dafür sind laut Vorstandschef Jean-Jacques Henchoz die nächsten kritischen Monate, die auch die Hurrikane-Saison im Atlantik mit sich bringen.

Münchener Rück – „Voll auf Kurs“

Die Münchener Rück (ETR:MUVGn) ist nach eigenen Angaben von Chef Joachim Wenning „voll auf Kurs“. Mit einem Gewinn von 2 425 Millionen Euro legt das Unternehmen einen Wert vor, der deutlich über den Erwartungen für die Jahreshälfte (aber unter den 3 066 Millionen Euro des Vergleichszeitraums von 2022) liegt. Dennoch bleibt das Gesamtjahresziel unverändert bei 4 Milliarden Euro. Der Versicherungsumsatz stieg in den ersten beiden Quartalen von 27 033 Millionen Euro auf 28 448 Millionen Euro, wobei das Geschäftsfeld Rückversicherung 1 955 Millionen Euro zum gesamten Konzernergebnis beitrug. Dies entspricht einem Rückgang im Vergleich zu den 2 763 Millionen Euro des Vorjahreszeitraums, der aber zum Teil die Folge von bewusst in Kauf genommenen Belastungen aus dem Verkauf festverzinslicher Wertpapiere ist.

Allianz (ETR:ALVG) – „Starkes Fundament“

Das von Vorstandschef Oliver Bäte gelobte „starke Fundament“ der Allianz spiegelt sich auch in den aktuellen Geschäftszahlen. Das Unternehmen sei mit seinem „zweistelligen Gewinnwachstum […] auf einem guten Weg, [seine] Gesamtjahresziele zu erreichen“. So konnte der Konzern sein gesamtes Geschäftsvolumen um 4.8 Prozent auf 85.6 Milliarden Euro erhöhen und das operative Ergebnis um 14.9 Prozent auf 7.5 Milliarden Euro steigern. Zu letzterem Wachstum trugen hauptsächlich die Geschäftsbereiche Lebens- und Krankenversicherung sowie Schaden- und Unfallversicherung bei. Zudem treibt die Allianz den Aktienrückkauf in Höhe von bis zu 1.5 Milliarden Euro weiter voran und konnte bis Ende Juli 2.9 Millionen Aktien für 0.6 Milliarden Euro erwerben. Mit diesem „starken Fundament“ konnte der Versicherer sein Ziel für das operative Ergebnis für 2023 in Höhe von 14.2 Milliarden Euro bestätigen.

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