Die beste KI-Aktie im März (+46% in 3 Wochen)
Während US-Aktien in diesem Jahr solide Gewinne verzeichnen, erleben die internationalen Märkte einen regelrechten Boom. Schon vor dem in dieser Woche angekündigten Handelsabkommen zwischen den USA und Japan lagen globale Aktien – ohne US-Beteiligung – deutlich vor den amerikanischen Werten. Nach der Bekanntgabe legten die Kurse in Japan kräftig zu und gaben auch internationalen Aktien insgesamt zusätzlichen Rückenwind. Der US-Markt reagierte ebenfalls positiv: Der S&P 500 Index erreichte ein neues Rekordhoch. Im relativen Vergleich hat sich der Renditevorsprung internationaler Märkte jedoch weiter vergrößert – gemessen an einer Auswahl von ETFs bis zum Handelsschluss am Mittwoch, dem 23. Juli.
Der Vanguard International Stock ETF (NASDAQ:VXUS) sprang gestern deutlich an und liegt damit seit Jahresbeginn nun 21,8 % im Plus. Auch US-Aktien, gemessen am SPDR S&P 500 ETF (NYSE:SPY), konnten 2025 zulegen, bleiben mit einem Anstieg von 8,9 % aber hinter den internationalen Märkten zurück. Tatsächlich zeigen alle großen Segmente des globalen Aktienmarktes bislang, dass US-Aktien im Jahr 2025 die schwächsten Zuwächse aufweisen.

Der Auslöser für den jüngsten Kurssprung bei ausländischen Aktien war die Handelsvereinbarung zwischen den USA und Japan. Auf den ersten Blick liefert das Abkommen keinen offensichtlichen Grund für übermäßigen makroökonomischen Optimismus. Die US-Zölle auf japanische Waren wurden zwar auf 15 % festgesetzt – ein spürbarer Gegenwind im Vergleich zu den niedrigeren Sätzen zu Jahresbeginn. Doch verglichen mit dem zuvor angewandten „reziproken“ Zollsatz von 25 % reagierten die Märkte spürbar erleichtert.
Die Meldung schürt zudem die Hoffnung, dass auch die Europäische Union noch vor der Frist am 1. August eine Einigung mit der Trump-Administration erzielt. Sollte dies nicht gelingen, droht eine Anhebung der US-Zölle für alle Länder, die bis dahin kein Abkommen unterzeichnen.
Die Financial Times berichtet: „Die EU und die USA stehen kurz davor, ein Handelsabkommen abzuschließen, das 15 % Zölle auf europäische Importe erheben würde – ähnlich der Vereinbarung, die Donald Trump diese Woche mit Japan getroffen hat.“
Einige Branchen in den USA reagieren jedoch weniger begeistert. Vor allem amerikanische Autohersteller warnen, dass ein 15 %-Zoll auf japanische Fahrzeuge sie im Wettbewerb zurückwirft. Sie verweisen auf zusätzliche Belastungen durch höhere Importsteuern auf Stahl, Aluminium und Teile, die ihre Produktionskosten weiter in die Höhe treiben.
„Wir müssen uns alle Details der Vereinbarung genau ansehen, aber das ist ein Deal, der niedrigere Zölle auf japanische Autos ohne US-Inhalte erhebt“, erklärte Matt Blunt, Präsident des American Automotive Policy Council, der General Motors (NYSE:GM), Ford (NYSE:F) und Stellantis (NYSE:STLA) vertritt.
Die Märkte sehen es anders und feiern die Einigung. Auch US-Aktien legen zu – doch die Begeisterung wird übertönt von der immer deutlicheren Leistungsschere zugunsten internationaler Märkte.
