Bitcoin-Beben? Warum der große Absturz womöglich schon vorbei ist

Veröffentlicht am 06.02.2026, 22:18

Bevor angesichts der aktuell stark pessimistischen Stimmung hektische Untergangsszenarien bemüht werden, lohnt sich zunächst ein nüchterner Blick zurück.

In unserem Update Ende November hatten wir auf Basis des Elliott-Wellen-Prinzips (EW) dargelegt, warum wir für Bitcoin (BTC) langfristig weiterhin positiv positioniert waren. Damals hielten wir fest, dass „umfassende, mehrdimensionale Analysen der Jahres-, Monats- und Tagescharts zunächst einen weiteren Rückgang in den Bereich von rund 74.000 US-Dollar ± 2.000 US-Dollar nahelegen, bevor eine neue Aufwärtsbewegung einsetzt“.

An dieser Einschätzung hielten wir konsequent fest. Anfang Dezember betonten wir erneut: „In dieser Phase - wie bereits 2015 und wie zuvor diskutiert - lässt sich ein tieferes Tief im oberen Bereich der langfristigen Unterstützungszone bei 69.000 bis 73.000 US-Dollar im laufenden Jahr nicht ausschließen, bevor Bitcoin richtig durchstartet.“

In unserem vorherigen Update hatten wir zudem ausgeführt: „Typischerweise erstreckt sich die dritte Welle auf eine Ausdehnung von 138,2 bis 161,8 Prozent. Am 21. November lag das Tief bei 80.562 US-Dollar nahezu exakt bei der 1,618-fachen Extension. Nach W-iii folgen W-iv und W-v. Erstere zielt meist auf die Zone zwischen 76,4 und 100 Prozent, letztere anschließend auf den Bereich von 176,4 bis 200,0 Prozent. Das graue W-iv-Hoch vom 14. Januar lag nahezu exakt bei der 76,4-Prozent-Marke: 97.943 US-Dollar gegenüber 99.068 US-Dollar. Damit folgt die Kursentwicklung von Bitcoin offenbar einem abwärtsgerichteten Impulsmuster. Entsprechend erwarten wir für das graue W-v ein Erreichen der Fibonacci-Extensionszone von 176,4 bis 200,0 Prozent bei 76.335 bis 70.970 US-Dollar.“

Diese Beobachtungen sind deshalb relevant, weil sie den analytischen Rahmen für das bisherige Marktgeschehen, das aktuelle Umfeld sowie die wahrscheinliche weitere Entwicklung abstecken. Der Blick auf die Gegenwart bestätigt das Szenario: Bitcoin setzte den Rückgang wie erwartet fort, markierte ein Tief bei 60.069 US-Dollar und wird aktuell im unteren Bereich der 70.000er-Zone gehandelt. Damit wurde das Ziel nicht nur erreicht, sondern sogar unterschritten.

Ausdehnungen dieser Größenordnung lassen sich im Vorfeld nicht exakt prognostizieren. Siehe dazu Abbildung 1.

Abbildung 1: Kurzfristige Elliott-Wellen-Zählung von Bitcoin seit Juni 2025

Bitcoin
Quelle: Intelligent Investing, LLC

Trotz des tieferen Tiefs hat sich das zuvor skizzierte Impulsmuster bemerkenswert präzise fortgesetzt. Aktuell dürfte Bitcoin seine abschließende vierte und fünfte Welle (orange) ausbilden. Diese beenden eine größere, irreguläre und ausgedehnte Flat-Korrektur - die rote W-iv -, bestehend aus den grünen Wellen a, b und c.

Die Struktur entspricht einem 3-3-5-Muster (grau a, b, c - a, b, c - i, ii, iii, iv, v) und geht mit einem Kursrückgang von rund 50 Prozent einher. Von diesem Niveau aus könnte die rote W-v einsetzen, mit einem Mindestziel von etwa 164.000 US-Dollar. Historisch betrachtet bewegen sich vierte Wellen bei Bitcoin häufig in einer Größenordnung von 40 bis 55 Prozent - in einzelnen Phasen auch darüber hinaus.

Die aktuelle Korrektur von rund 50 Prozent fügt sich damit exakt in dieses Muster ein. Siehe Abbildung 2.

Abbildung 2: Langfristige Elliott-Wellen-Zählung von Bitcoin seit 2013

Bitcoin

Quelle: Intelligent Investing, LLC

Abschließend signalisiert unsere Analyse nach dem Elliott-Wellen-Prinzip zwar die Möglichkeit eines nochmals leicht tieferen Rückgangs. Ein nachhaltiges Abrutschen deutlich unter die Marke von 60.000 US-Dollar halten wir jedoch aus zwei zentralen Gründen für unwahrscheinlich.

Erstens die Stromkosten: Die aktuellen Energiekosten für die Förderung eines Bitcoin liegen bei rund 58.740 US-Dollar. Historisch betrachtet notierte Bitcoin nur selten über längere Zeiträume unterhalb dieses Niveaus.

Zweitens der Z-Score. Diese Kennzahl misst, wie stark der Bitcoin-Preis statistisch von seinem historischen Mittelwert abweicht. Markante Tiefpunkte in Bärenmärkten entstehen typischerweise im Bereich von minus einer bis minus zwei Standardabweichungen. Zuletzt wurde ein Rückgang bis auf minus zwei Standardabweichungen verzeichnet - ein außergewöhnliches Ereignis. Solche Bewegungen markieren zwar selten punktgenau den Tiefpunkt, signalisieren jedoch häufig den Beginn einer Bodenbildungsphase, die oftmals von seitwärts tendierenden oder leicht fallenden Kursen begleitet wird, bevor ein finaler Boden ausgebildet ist.

Beide Faktoren stehen im Einklang mit der Elliott-Wellen-Zählung, die wir seit Monaten verfolgen, und liefern aus unserer Sicht eine belastbare Indizienlage dafür, dass sich aktuell ein bedeutender Boden im Bitcoin-Markt herausbildet.

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Die elliot zähung ist totaler müll, sorry
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