Die beste KI-Aktie im März (+46% in 3 Wochen)
Es ist mittlerweile ein echtes Jammertal, das die Anleger von BYD ($BY6) in seinem Griff gefangen hält. Obwohl der E-Autobauer in den Jahren 2020 bis 2025 eine phänomenale Rallye hinlegte, geht es für die BYD Aktie seit Mai 2025 in einem immer stärker werdenden Abwärtstrend bergab. Seit dem Hochpunkt bei 19,98 Dollar ist der Aktienkurs des chinesischen Unternehmens um mehr als -43 % eingebrochen.
Damit notiert die BYD Aktie wieder auf dem Niveau von 2024. Besserung scheint nicht in Sicht zu sein. Nicht nur, dass die Aktie den EMA 200 bereits seit Monaten unterschritten hat, auch der große Abwärtstrend im Chart ist komplett intakt. Von den Fundamentalzahlen kommt dabei eher weitere Belastung statt Entlastung hinzu, was die Frage aufwirft, ob BYD einer Katastrophe ins Auge blickt ...

(Der Aktienkurs von BYD ist bereits vor Monaten unter den EMA 200 gefallen und setzt den Abwärtstrend fort - Quelle: Tradingview.com)
Mit diesen Problemen hat die BYD Aktie derzeit zu kämpfen
Der jüngste Absturz des gestrigen Handelstages mit einem Down-Gap von -7 % wurde durch fundamentale Nachrichten ausgelöst. Denn der chinesische Autohersteller hat nicht nur bekannt gegeben, dass er seine Produktion um -29 % zurückgeschraubt hat, sondern auch, dass im vergangenen Januar mit 210.000 verkauften Fahrzeugen um mehr als 30 % weniger abgesetzt hat als noch im Januar des vergangenen Jahres. Im Vergleich zum letzten Dezember ist der Absatz sogar um 50 % eingebrochen! Als wäre das nicht schon genug, war der Januar der 5. Monat in Folge mit fallenden Umsätzen. Dabei hat BYD derzeit vor allem mit drei schwerwiegenden Problemen zu kämpfen, auf die wir im Folgenden eingehen:
Problem #1: Nachlassende Förderungen in China
Ähnlich wie in Europa wurden auch in China E-Autos staatlich gefördert. Davon hat neben Nio ($NIO) auch BYD stark profitiert. Jedoch wurde ein Teil der Förderungen mit dem aktuellen Jahr ausgesetzt. Das betrifft vor allem E-Autos im niedrigpreisigen Segment, wozu verschiedene BYD-Modelle zählen. Das senkt natürlich die Kauffreudigkeit von Kunden stark.
Problem #2: Fallende Margen
Vor allem am chinesischen Heimatmarkt von BYD hat im vergangenen Jahr ein harter Preiskampf verschiedener Anbieter um sich geschlagen. Dabei ist auch BYD stark mitgezogen und hat die Preise für verschiedene Modelle um mehr als 30 % gesenkt. Das hat aber auch zu einem dramatischen Einbruch der Margen auf teilweise unter 2 % geführt. Das ist selbst für den margenschwachen Autosektor wenig und senkt natürlich die Profitabilität des Unternehmens enorm.
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Problem #3: Schwächelnder chinesischer Automarkt
Ein Faktor, mit dem nicht nur BYD zu kämpfen hat, sondern die gesamte Autobranche, ist die Schwäche am chinesischen Automarkt. Dieser gehört zu den bedeutendsten Absatzmärkten im gesamten Segment, schwächelt aber in den letzten Jahren zunehmend, worunter auch europäische Autohersteller wie BMW ($BMW) und Volkswagen ($VOW.DE) stark zu kämpfen haben. Für 2026 erwarten Analysten dabei keine Besserung, sondern eine weitere Stagnation oder sogar einen Rückgang.
Ausblick & Fazit zu BYD
Betrachtet man alle Faktoren bei BYD, scheint derzeit weder aus fundamentaler noch aus charttechnischer Sicht Entlastung nahe zu sein. Vor allem so lange der Abwärtstrend intakt ist, sollten Anleger derzeit mit Einstiegen vorsichtig sein. Zugutehalten muss man der BYD Aktie hingegen, dass die Schwäche im generellen Automarkt nicht nur das chinesische Unternehmen betrifft, sondern so gut wie alle Unternehmen im äußerst zyklischen Autosegment.
Außerdem konnten im Januar mit über 100.000 Fahrzeugen erstmals fast 48 % der Verkäufe im Ausland erzielt werden. Damit baut BYD seinen Marktanteil international aus, womit die Konzernführung wohl versucht, die chinesischen Einbußen aufzuholen. Ob dies gelingt, muss die Zeit erst noch zeigen, dennoch belassen die meisten namhaften Analysten ihre Einschätzung für BYD auf "Hold".
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