Der Euro hat sich im Verlauf der zurückliegenden Woche nicht so schön entwickelt, als ich es erwartet hatte. Endscheidendes oder gar Dramatisches hat sich natürlich nicht zugetragen, doch ist aufgrund der Performance die bisherige Trianglevariante nicht mehr so aufrecht zu halten. Daher habe ich zur Umstellung meiner Wellenzählung entschieden. Grundlegende Änderungen habe ich allerdings nicht vorgenommen. Nach wie vor bleibt das übergeordnete kurzfristige Szenario aktiv, wie der Chart es zeigt.
Ausblick:
Der Euro befindet sich nunmehr bereits in Welle (2) der übergeordneten Welle (v). Diese kleine Korrektur kann das Währungspaar noch bis zur Unterstützung bei 1.2223 $ (0.76 Retracement) führen. Tiefer sollte sich der Euro nicht fallen lassen. Oder besser ausgedrückt darf sich der Euro nicht fallen lassen, um das dargestellte Szenario nicht zu gefährden. Nach Abschluß dieser kleinen Welle wird sich der Euro wieder aufrichten und bis über das 0.62 Retracement bei 1.2612 $ stiegen.
Das idealtypische Ziel von Welle (v) liegt im Bereich des 1.00 Retracements bei 1.3007 $. Doch bestehen auch berechtigte Zweifel daran, daß der Trend dieses Ziel erreichen wird. Mit dem 1.62 Retracement (1.2682 $) liegt eine sehr mächtige Barriere im Weg und wird ein ungehindertes Ansteigen zu verhindern wissen. Wie das Zeitlineal es aufzeigt, kann Welle (v) bereits Anfang April spätestens Ende Mai abgeschlossen werden.
Nach Abschluß der großen (1) läßt, die sich anschließende (2) den Euro zunächst in eine größere Korrektur einmünden. Der Langzeitchart zeigt meine diesbezügliche Sichtweise auf. Dramatisches ist von dieser Bewegung nicht zu erwarten, doch wird sich der Preisdruck schon schmerzlich darstellen, wie der obere Chart es aufzeigt.
Fazit:
Der Euro bewegt sich innerhalb eines noch intakten Aufwärtstrends in dessen finaler Phase. Daher rate ich von erneuten Engagements in die Gemeinschaftswährung ab. Bestehende Positionen sollten auf dem kleinen 0.76 Retracement bei 1.2223 $ abgesichert werden.
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Dieser Artikel erschien zuerst auf neo-wave.de vom 26. März 2018