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Hart umkämpft: Disney überholt Netflix am Streamingmarkt

Veröffentlicht am 12.08.2022, 15:21
Aktualisiert 09.07.2023, 12:31
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Es ist so weit – Netflix (NASDAQ:NFLX) wurde eingeholt. Während der bisherige Marktführer im ersten Halbjahr 1.1 Millionen Abonnenten verloren hat, konnte Konkurrent Disney (NYSE:DIS) 24.7 Millionen Kunden hinzugewinnen. Insgesamt kommen Disneys Streamingdienste weltweit auf 221.1 Millionen Zuschauer und liegen damit knapp vor Netflix‘ 220.7 Millionen. Nun könnte man argumentieren, dass Disney den Vorteil hat, die Kundenzahlen seiner drei Dienste, Disney+, Hulu und ESPN+, zusammenrechnen zu können, doch allein in Deutschland kann Disney+ 152.1 Millionen Abonnenten und damit einen Zugewinn von 22.3 Millionen seit Jahresbeginn vorweisen. Auch im unternehmerischen Bereich verzeichnet der Medienkonzern Erfolge. So stieg Disneys Gesamtumsatz im letzten Quartal auf $21.5 Milliarden, was einer Erhöhung um 26% im Vergleich zum Vorjahr entspricht und sogar die Schätzungen der Analysten von $20.96 Milliarden übertroffen hat. Die guten Ergebnisse sind vor allem auf die Freizeitparks des Unternehmens zurückzuführen, deren Besucherzahlen die der Zeit vor der Pandemie noch überflügelt haben.

Während Netflix Abonnenten verloren hat, konnte Konkurrent Disney Kunden hinzugewinnen.

Experten erklären die unterschiedliche Entwicklung der beiden Wettbewerber in erster Linie mit den Inhalten. So konnte Disney Marken wie Star Wars oder Marvel für sich gewinnen, die große und treue Fangemeinden haben. Sowohl Disney als auch Netflix investieren in immer neue Inhalte, um Kunden an sich zu binden. Allerdings dürfte Disney hier im Vorteil sein, da das Unternehmen – anders als Netflix – seine Einnahmen nicht nur durch das Streamingangebot generiert, sondern auch auf die Gewinne seiner Filmstudios, Freizeitparks, Kreuzfahrtschiffe, Fernsehkanäle und Merchandise-Instrumente zurückgreifen kann. Und das ist auch notwendig, denn das Streaming kostet Disney noch immer Geld. Allein im letzten Quartal brachte es dem Konzern ein Minus von $1.1 Milliarden ein und wird laut den eigenen Erwartungen wohl erst ab 2024 Gewinn einbringen. Dazu soll auch eine bereits angekündigte Preiserhöhung von 38% auf $10.99 beitragen. Um dadurch keine Kunden zu verlieren – auch wenn es nicht davon ausgeht – will Disney ab Dezember eine günstigere Abo-Variante mit Werbeunterbrechungen anbieten.

Disney konnte seinen Gesamtumsatz auf $21.5 Milliarden erhöhen.

Beide Streamingdienste werden jedoch in Zukunft mit Abnutzungseffekten zu kämpfen haben, da immer mehr Menschen ihr Angebot kennen, und beide sind sich dessen bewusst. Es müssen also Strategien her, um entgegenzusteuern. Netflix erhofft sich nun, durch den Einstieg in die Gamingbranche seinen Kundenkreis zu erweitern. Gleichzeitig würde das Abo-Modell Spieleentwicklern die Möglichkeit eröffnen, sich auf Kreativität und Qualität zu fokussieren, anstatt zu versuchen, mit (teils versteckten) Mikrotransaktionen in sogenannten „free to play“-Angeboten Geld einzunehmen.

Mit seinem Vorhaben, im Gamingsektor Fuß zu fassen, ist Netflix allerdings nicht alleine. Viele große Tech-Konzerne, so auch Apple (NASDAQ:AAPL), Amazon (NASDAQ:AMZN), Meta (NASDAQ:META) und Google (NASDAQ:GOOGL), haben bereits Schritte unternommen, in diesen lukrativen Bereich vorzudringen. Wenn diese Unternehmen oder der ganze Themenbereich für Sie interessant sind, dann schauen Sie sich doch einmal unsere Aktien-Pakete an! Disney führen wir in unserem DOW30-Paket und Netflix analysieren wir regelmäßig in unserem noch jungen TECH33-Paket.

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