Die beste KI-Aktie im März (+46% in 3 Wochen)
Während sich Anleger im Jahr 2025 vor allem auf Aktien aus dem Bereich Künstliche Intelligenz und die sogenannten „Magnificent Seven“ konzentrierten, hat ein Unternehmen aus der Unterhaltungstechnologie nahezu unbemerkt außergewöhnliche Renditen erzielt.
Die IMAX Corporation (NYSE: IMAX) verzeichnet seit Jahresbeginn ein Kursplus von mehr als 41 Prozent. Damit übertrifft die Aktie nicht nur die Rendite des S&P 500 von 16,6 Prozent, sondern auch den KI-Favoriten Nvidia, der im gleichen Zeitraum auf etwa 33 bis 35 Prozent kommt.
Die Aktie des Premium-Kinotechnik-Anbieters sprang nach dem Investorentag am 4. Dezember innerhalb einer Sitzung um nahezu 8,5 Prozent nach oben. Das Management hatte dort ehrgeizige Drei-Jahres-Ziele vorgestellt und damit ein klares Signal an die Wall Street gesendet: Die besten Zeiten für IMAX könnten noch bevorstehen.
Überblick über den jüngsten Kursanstieg der IMAX-Aktie und seine Treiber
IMAX schloss am 5. Dezember 2025 bei 36,23 US-Dollar und legte damit an einem Tag um 8,44 Prozent zu, nachdem das Management auf dem Investorentag eine optimistische Drei-Jahres-Prognose vorgelegt hatte. Das Unternehmen stellte ein kumuliertes durchschnittliches Umsatzwachstum im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich in Aussicht. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll dabei doppelt so schnell wachsen wie der Umsatz.
Besonders bemerkenswert ist die Ankündigung, dass die bereinigte EBITDA-Marge auf über 50 Prozent steigen soll. Dies würde deutlich höhere operative Cashflows ermöglichen und unterstreicht die starke operative Hebelwirkung des Geschäftsmodells.
Der Rückenwind für die IMAX-Rallye geht dabei weit über eine einzelne Präsentation hinaus. Das Unternehmen stellte zuletzt einen neuen Rekord für das Thanksgiving-Wochenende auf und erzielte in dem fünftägigen Feiertagszeitraum weltweit 40,8 Millionen US-Dollar an den Kinokassen – ein Plus von 70 Prozent gegenüber dem bisherigen Rekord aus dem Vorjahr.
Getragen von Disneys „Zoomania 2“ und Universals „Wicked: For Good“ markierte dieses Wochenende das erfolgreichste globale November-Wochenende in der Geschichte von IMAX. Vorstandschef Rich Gelfond bezeichnete Familien als wichtigen Wachstumstreiber und erklärte, das Rekordergebnis zeige, welche Fortschritte IMAX bei der Ansprache von Eltern und Kindern erzielt habe.
Auch der Ausbau des Netzwerks schreitet schneller voran als von Analysten erwartet, vor allem in Regionen, in denen der Umsatz pro Leinwand über dem weltweiten Durchschnitt liegt. Weltweit sind mittlerweile 1.829 IMAX-Systeme in 89 Ländern und Regionen in Betrieb. Hinzu kommt ein Auftragsbestand von 478 Systemen, darunter 341 Neuinstallationen und 137 Modernisierungen. Damit hat das Unternehmen eine breite Basis für weiteres Wachstum geschaffen. Die jüngste Partnerschaft mit Cinemark Holdings zur Einführung von IMAX-Laser- und 70-Millimeter-Filmsystemen an 17 Standorten in den USA und Südamerika unterstreicht zusätzlich die Nachfrage nach Premium-Kinoformaten.
Der übersehene Überflieger: Warum viele Anleger diese Rally verpasst haben
Trotz der starken Kursentwicklung hat die IMAX-Aktie vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit erhalten – insbesondere im Vergleich zur dauerhaften Berichterstattung über Technologiekonzerne.
Mit einer Jahresrendite von 41,52 Prozent liegt IMAX fast 2,5-mal über dem S&P 500. Auf Sicht von einem Jahr beträgt das Plus 41,30 Prozent gegenüber 12,66 Prozent beim Index. Über drei Jahre kommt IMAX auf 104,46 Prozent, während der S&P 500 68,41 Prozent erreichte. Auf Fünfjahressicht liegt IMAX mit 146,46 Prozent nahezu doppelt so hoch wie der Markt mit 85,37 Prozent.
Besonders auffällig ist, dass dieses Überabschneiden bei einer niedrigen Volatilität erreicht wurde. Mit einem Beta von lediglich 0,41 schwankt die Aktie weniger als halb so stark wie der Gesamtmarkt. Diese Kombination aus geringen Risiken und überdurchschnittlichen Erträgen ist bislang weitgehend unbeachtet geblieben.
Der Goldman-Sachs-Analyst Stephen Laszczyk, der lange Zeit eine negative Haltung zur IMAX-Aktie hatte, stufte das Papier zuletzt von „Verkaufen“ auf „Neutral“ hoch und hob sein Kursziel von 22 auf 34 US-Dollar an. Zur Begründung verwies er auf den wachsenden strategischen Wert von IMAX innerhalb der Medienbranche.
Ein wichtiger Impulsgeber für weiteres Wachstum steht bereits fest: „Avatar: Fire and Ash“, der dritte Teil der Blockbuster-Reihe von James Cameron, soll am 19. Dezember 2025 in die Kinos kommen. Die ersten Reaktionen aus Premieren-Vorführungen fallen ausgesprochen positiv aus. Kritiker loben den Film als visuelles Meisterwerk, das man zwingend in einem IMAX-Kino erleben müsse.
Die Prognosen für das Einspielergebnis gehen von einem Startwochenende mit mindestens 110 Millionen US-Dollar aus. Einige Schätzungen erwarten sogar ein Übertreffen des Starts von „Avatar: The Way of Water“, der bei 134 Millionen US-Dollar lag. Angesichts der traditionell starken IMAX-Anteile bei Avatar-Filmen könnte der neue Teil dem Unternehmen zum Jahresende einen kräftigen Schub verleihen.
Aktienkennzahlen und Ausblick: Die wichtigsten Daten und der weitere Weg
IMAX wird aktuell mit einer Marktkapitalisierung von rund 1,95 Milliarden US-Dollar bewertet. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt rückblickend bei 51,03, die auf Basis der Analystenschätzungen berechnete Kennziffer für die Zukunft bei 20,62. Zuletzt erreichte die Aktie ein 52-Wochen-Hoch von 37,78 US-Dollar und notiert damit nahe dem oberen Ende ihrer Spanne von 20,48 bis 37,78 US-Dollar. Analysten sprechen im Konsens eine Kaufempfehlung aus. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 38,62 US-Dollar, das höchste bei 42,00 US-Dollar.
Auch die Finanzkennzahlen zeichnen ein solides Bild. IMAX verfügt über 143,11 Millionen US-Dollar an liquiden Mitteln, die Verschuldung gemessen am Eigenkapital liegt bei 58,90 Prozent. Der freie, verschuldungsbereinigte Cashflow beläuft sich auf 74,46 Millionen US-Dollar in den vergangenen zwölf Monaten. Die Eigenkapitalrendite beträgt 12,40 Prozent, die Gewinnmarge liegt bei 10,47 Prozent. Zusätzlich hat IMAX zuletzt eine Wandelanleihe über 250 Millionen US-Dollar mit einem Zinssatz von 0,75 Prozent platziert. Die Erlöse wurden zur Refinanzierung bestehender Schulden sowie für Absicherungsgeschäfte verwendet, was die Bilanz weiter stärkt.
Mit Blick auf 2026 und die Folgejahre sprechen mehrere Faktoren für eine Fortsetzung des Wachstumskurses. Die Filmpipeline bleibt stark, unter anderem mit Christopher Nolans „The Odyssey“, der für Juli 2026 angekündigt ist. Zudem sorgen lokale Produktionen und alternative Inhalte weiterhin für zusätzliche Erlöse.
Das Management rechnet mit einem jährlichen Netzwerkwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich sowie mit einem hohen einstelligen bis zweistelligen Wachstum bei den Ticketumsätzen. Dies bildet die Grundlage für eine nachhaltige Umsatzsteigerung.
Zwar bestehen angesichts der hohen Bewertung auch Risiken, doch die Kombination aus operativer Hebelwirkung, internationalem Netzausbau und einer klar auf das Publikum abgestimmten Content-Strategie positioniert IMAX als attraktiven Profiteur der anhaltenden Attraktivität des Kinogeschäfts – einen Wert, den viele Anleger bislang noch nicht vollständig erkannt haben.
