Die beste KI-Aktie im März (+46% in 3 Wochen)
Die kurze Antwort: Ja, es sieht ganz danach aus. Die etwas längere Antwort: Ja – aber (Sie ahnten es wahrscheinlich schon) mehrere Indikatoren haben das bereits im Sommer signalisiert, und trotzdem ist der Markt weiter gestiegen. Kurzfristiges Timing bleibt also so schwierig wie eh und je. Trotzdem lohnt es sich, das Argument weiterzuverfolgen und die Hinweise anzuschauen, die auf eine mögliche Überhitzung des Marktes hindeuten.
Fakt ist: Der Aufwärtstrend ist nach wie vor intakt. Der SPDR® S&P 500® ETF (NYSE:SPY), ein Stellvertreter für US-Aktien, zeigt weiterhin eine klare Aufwärtsbewegung. Wer also vom Gegenteil ausgeht, bewegt sich stark im Bereich des konträren Denkens. Es bleibt daher sinnvoll, auf erste Anzeichen einer Abwärtsdynamik zu warten, bevor man bei Hedging-Strategien zu aggressiv vorgeht.

Gleichzeitig ist unübersehbar, dass die Bewertungen hoch sind. Das Shiller-KGV (CAPE-Ratio) etwa zeigt: Seit Ende des 18. Jahrhunderts war der Markt nur ein einziges Mal noch teurer bewertet. Das heißt zwar nicht automatisch, dass eine Korrektur unmittelbar bevorsteht. Aber es macht deutlich, wie gering der Spielraum inzwischen ist – schon kleine negative Überraschungen könnten reichen, um den Markt unter Druck zu setzen.

Auch Analysten haben sich im Sommer ähnlich geäußert – etwa in einer Schlagzeile vom 12. Juli: „Der Aktienmarkt ist jetzt eindeutig überkauft – aber überkauft heißt nicht zwangsläufig ’verkaufen’.“
Was bedeutet das nun für Anleger? Das hängt stark von der persönlichen Situation ab – also vom Zeithorizont, Alter, der eigenen Risikotoleranz und weiteren Faktoren. Wo Sie sich in diesem Spektrum befinden, bestimmt, ob und wie Sie Ihr Portfolio anpassen sollten. Pauschale Empfehlungen gibt es nicht: Ein 25-Jähriger mit jahrzehntelangem Anlagehorizont kann Warnsignale getrost ignorieren, ohne unvernünftig zu handeln. Wer hingegen kurz vor dem Ruhestand steht, sollte die Lage anders betrachten.
Eine Kennzahl, der ich zur Einschätzung der Marktstimmung besondere Aufmerksamkeit schenke, signalisiert aktuell, dass der SPDR S&P 500 ETF (SPY) klar überkauft ist. Laut diesem Indikator bewegt sich der Markt erneut in einem erhöhten Bereich – ein Grund, bei den kurzfristigen Aussichten vorsichtig zu bleiben.

Die historische Entwicklung zeigt, dass die Risiko-Ertrags-Aussichten für Aktien tendenziell schwächer werden, sobald der Überkauft-Überverkauft-Indikator die Marke von +1 erreicht oder übersteigt – auch wenn dies natürlich keine Garantie ist. Die Prognosen waren nie perfekt, doch es überrascht wenig, dass Korrekturen häufiger auftreten, wenn sich der Indikator in diesem Bereich bewegt.
Aktuell liegt der Wert bei 0,86 – also knapp unter +1. Das spricht dafür, dass der Aufwärtstrend noch etwas Luft haben könnte. Sollte der Indikator jedoch weiter steigen, stellt sich die Frage, was den Trend noch tragen kann: die Gewinne der Tech-Unternehmen? Eine robuste Konjunktur? Oder mögliche Zinssenkungen?
Meine Einschätzung: Solange der Überkauft-Überverkauft-Indikator für den SPDR S&P 500 ETF (SPY) auf dem aktuellen Niveau verharrt oder weiter anzieht, dürfte sich der Markt eher seitwärts in einer Handelsspanne bewegen – bis ein neuer Katalysator auftaucht, der die bullische Stimmung wieder befeuert.
Ein wesentlicher Teil der Fantasie ist bereits eingepreist: die Hoffnungen auf künstliche Intelligenz und andere technologische Treiber, die das Gewinnwachstum im S&P 500 nach oben schieben könnten. Die eigentliche Frage bleibt aber die gleiche wie immer: Werden die Nachrichten von morgen stark genug sein, um die gestiegenen Bewertungen zu rechtfertigen?
Darauf gibt es keine sichere Antwort. Klar ist jedoch: In der aktuellen Marktphase ist der Spielraum für Enttäuschungen klein. Das sollte zwar nicht allein Ihre Asset-Allokation bestimmen – es sollte aber Anlass geben, kritisch zu hinterfragen, welche Annahmen Sie für sicher halten und wo Sie sich möglicherweise täuschen könnten.
