Die beste KI-Aktie im März (+46% in 3 Wochen)
Der Barmittelbestand von Berkshire Hathaway erreicht ein Rekordniveau, während die Aktien von KOSPI in Südkorea kräftig zulegen.
1. Unternehmen passen ihre Liquiditätsstrategien an
Dividenden und Aktienrückkäufe sind deutlich rückläufig, allein die Rückkäufe sanken im vierten Quartal um 7 %. Gleichzeitig bleiben die Investitionen in Sachanlagen sowie die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf einem hohen Niveau.
Unter dem Strich führen Unternehmen ihren Aktionären weniger Kapital zu als in der Vergangenheit - weder über Dividenden noch über Rückkäufe.

Quelle: Goldman Sachs
2. Rekordniveau bei den Barreserven von Berkshire Hathaway
Warren Buffetts Berkshire Hathaway (NYSE:BRKb) hält derzeit Cash-Reserven in Höhe von 382 Mrd. USD - ein historischer Höchststand. Theoretisch würde dieser Betrag ausreichen, um rund der im S&P 500 gelisteten 480 Unternehmen zu erwerben.

Quelle: FT
3. KOSPI markiert neues Allzeithoch - einer der stärksten Märkte weltweit
Der südkoreanische Aktienmarkt erreicht mit einem Anstieg des KOSPI um rund 175 % im Jahresvergleich ein neues Allzeithoch und zählt damit zu den stärksten globalen Aktienmärkten.
Getragen wird die Rally vor allem von Halbleiterwerten, die im Index stark gewichtet sind. Schwergewichte wie Samsung Electronics und SK hynix beeinflussen die Gesamtperformance maßgeblich, sodass steigende Gewinnerwartungen in der Chipindustrie den gesamten Markt nach oben ziehen.
Auch die Exportdaten untermauern das konstruktive Bild. Anfang Februar legten die Gesamtexporte trotz weniger Arbeitstage um 47 % gegenüber dem Vorjahr zu. Noch dynamischer entwickelten sich die Halbleiterexporte mit einem Plus von 134 % im Jahresvergleich. Sie stehen inzwischen für mehr als ein Drittel der Gesamtexporte - ein Spiegel der weltweit hohen Nachfrage nach KI-Technologien.
Höhere Chip-Exporte verbessern die Gewinnerwartungen und wirken damit direkt kursstützend.
Während koreanische Aktien neue Höchststände markieren, bleiben die Kryptowährungsmärkte zurück.
Südkorea gilt traditionell als stark von Privatanlegern geprägter Kryptomarkt, häufig begleitet von einem sogenannten Kimchi-Aufschlag - also lokalen Kryptopreisen, die in Bullenphasen über dem globalen Niveau liegen. Dieser Aufschlag ist zuletzt gesunken, was auf eine geringere Beteiligung von Kleinanlegern hindeutet.
Seit dem Marktcrash im Oktober scheinen private Investoren Kapital aus Kryptowährungen abgezogen und stattdessen verstärkt in heimische KI- und Halbleiteraktien umgeschichtet zu haben.

Quelle: Bull Theory
4. Bloomberg-Terminal für 24.000 USD - und ein KI-Nachbau für 200 USD im Monat
Ein Bloomberg-Terminal kostet rund 24.000 USD pro Jahr. Nun wurde mit Perplexity Computer ein funktional vergleichbares Terminal für etwa 200 USD im Monat nachgebaut.
Die eigentliche Stärke von Bloomberg lag nie primär in den Daten - diese werden zunehmend zur Commodity. Der entscheidende Wettbewerbsvorteil war stets die Benutzeroberfläche:
-
Tausende von Tastaturkürzeln
-
Proprietäre Bildschirme
-
Über Jahre aufgebautes Muskelgedächtnis von Finanzprofis
Die Wechselhürde bestand weniger in den Kosten als im Zeit- und Arbeitsaufwand für Schulung und Umgewöhnung.
KI-Agenten könnten genau diesen Vorteil neutralisieren. Wenn eine KI die Benutzeroberfläche replizieren und gleichzeitig auf vergleichbare Daten aus öffentlichen oder lizenzierten Quellen zugreifen kann, verliert die bestehende Nutzerbindung an Bedeutung.
Was übrig bleibt, sind im Wesentlichen zwei Elemente:
-
Das Chat-Netzwerk mit seiner sozialen Funktion
-
Echtzeit-Marktfeeds auf Basis von Lizenzvereinbarungen
Beide Faktoren stellen für sich genommen keinen dauerhaft überlegenen technologischen Schutzmechanismus dar.
Die weiterreichende Erkenntnis betrifft jedes Produkt, dessen Wettbewerbsvorteil darauf beruht, dass Nutzer komplexe Systeme erlernen müssen. KI lernt nicht nur diese Systeme - sie kann sie vollständig substituieren.

Quelle: Subodh Warekar
5. EU setzt Handelsabkommen mit den USA vorerst aus
Die Europäische Union legt ihr Handelsabkommen mit den USA auf Eis. Am Montag haben die maßgeblichen Fraktionen im EU-Parlament die gesetzgeberische Arbeit zur Ratifizierung ausgesetzt, um zunächst Klarheit über die neuen Zölle von Trump zu gewinnen.
Bereits im Vorfeld stand das Abkommen unter Druck. Die USA weiteten ihre 50-prozentigen Zölle auf Metalle auf Hunderte weitere Produkte aus, zudem drohte Trump mit der Annexion Grönlands.
Das im vergangenen Sommer geschlossene Abkommen sieht einen Zollsatz von 15 % auf die meisten EU-Exporte in die USA vor, während im Gegenzug die Zölle auf US-Industriegüter aufgehoben würden.

Quelle: Bloomberg
6. China reduziert US-Treasuries - und zwar deutlich
China baut seine Bestände an US-Treasuries spürbar ab. 2025 sanken die Bestände um 75,5 Mrd. USD auf 683,5 Mrd. USD - der niedrigste Stand seit September 2008, also seit Beginn der globalen Finanzkrise.
Seit 2022 summieren sich die Verkäufe auf 350,3 Mrd. USD. Gegenüber dem Höchststand im Jahr 2013 liegen die Bestände sogar um 633,2 Mrd. USD niedriger.
Der parallele Anstieg der Staatsanleihebestände in Belgien oder Luxemburg ist dabei nicht Ausdruck einer chinesischen Offshore-Umlagerung. Vielmehr ziehen sich globale Banken zunehmend aus dem US-Markt zurück, der als illiquider und regulatorisch restriktiver wahrgenommen wird.
Quelle: Global Markets Investor
7. Globale Verschuldung steigt weiter - Ausgaben für Sicherheit und Resilienz treiben Entwicklung
Die weltweite Verschuldung nimmt weiter zu, während Regierungen ihre Ausgaben für nationale Sicherheit und wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit ausweiten.
Nach Angaben des Institute of International Finance stieg die globale Verschuldung im Jahr 2025 um nahezu 29 Bio. USD. Damit erhöhte sich der Gesamtbestand auf den Rekordwert von 348 Bio. USD.

Quelle: Global Markets Investor, IIF

