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Das Vertrauen der US-Verbraucher ist im Oktober weiter gefallen – und das auf ein Level, das uns unweigerlich an die Pandemiezeit erinnert. Sorgen über mögliche preissteigernde Zölle, ein deutlich abkühlender Arbeitsmarkt und Unsicherheiten im Hinblick auf Vermögenswerte drücken auf die Stimmung. All das deutet in den kommenden Monaten auf ein verhalteneres Konsumausgabenwachstum hin.
Die Stimmung bleibt im Sinkflug
Der Oktoberwert des vom Conference Board veröffentlichten US-Verbrauchervertrauens fiel auf 94,6, nach einer leicht nach oben revidierten 95,6 im September. Der Rückgang entsprach damit ziemlich genau den Erwartungen der Analysten.
Bei den Details sieht man allerdings ein zweigeteiltes Bild: Die Wahrnehmung der aktuellen Bedingungen stieg von 127,5 auf 129,3. Das dürfte auf die Kombination aus robusteren Aktienmärkten und gesunkenen Benzinpreisen zurückzuführen sein. Der Erwartungswert hingegen fiel deutlich – von 74,4 auf 71,5. Gerade dieser Teil der Umfrage gilt als besserer Indikator, da er in den vergangenen Jahrzehnten eine enge Verbindung zum Konsumausgabenwachstum gezeigt hat. Aktuell passt der Wert zu einem annualisierten Ausgabenwachstum von rund 1–1,5 % – nicht katastrophal, aber deutlich unter dem Niveau, das wir seit dem Ende der Pandemie gewohnt waren.

Die Hauptgründe für diese abgeschwächte Lage sind wahrscheinlich die anhaltenden Sorgen vor zollbedingten Preissteigerungen und die zunehmenden Anzeichen einer Abkühlung am Arbeitsmarkt.
Job-Perspektiven bleiben schwach
Die bekannte Kennzahl zum Verhältnis zwischen „Jobs sind zahlreich vorhanden“ und „Jobs sind schwer zu bekommen“ blieb nahezu unverändert – ein Zeichen dafür, dass Aufwärtsrisiken für die Arbeitslosenquote bestehen. Der Gedanke dahinter: Beschäftigte spüren Veränderungen am Arbeitsmarkt meist früher, als sie in den offiziellen Statistiken erscheinen. Und das ist momentan besonders relevant, da wegen des Government Shutdowns der nächste Arbeitsmarktbericht auf sich warten lassen dürfte.

Insgesamt gibt es jedenfalls keine Hinweise, die gegen eine runde 25 Basispunkte große Zinssenkung der US-Notenbank (Zinssenkung) heute sprechen würden.
Immobilienpreise trotzen dem Abwärtstrend – aber Herausforderungen bleiben
Neben den Stimmungsdaten sorgte auch der S&P Case Shiller US-Hauspreisindex für Gesprächsstoff. Nach fünf Monaten in Folge mit Rückgängen legte der Index im August um 0,2 % gegenüber dem Vormonat zu. Experten hatten eigentlich mit einem sechsten Rückgang gerechnet. Der Grund: Die erschwerte Erschwinglichkeit – hohe Preise und hohe Hypothekenzinsen – hatte zuletzt die Nachfrage gebremst, während das Angebot an verfügbaren Häusern zunahm.
Zur Einordnung: Auf Basis einer Median-Hypothek für einen Immobilienkauf in Höhe von 438.900 US-Dollar, mit einem 30-jährigen Festzins von 6,37 %, ergibt sich eine monatliche Belastung von 2.764 US-Dollar. Das entspricht stolzen 47 % des mittleren verfügbaren Einkommens in den USA. Kein Wunder also, dass viele Käufer zweimal überlegen, ob sie sich den Traum vom Eigenheim aktuell leisten können.

Quelle: Macrobond, ING
Nach dem jüngsten Anstieg liegen die nationalen Hauspreise 1,5 % über dem Wert des Vorjahres. Besonders stark entwickelt sich derzeit Chicago – dort ging es 0,6 % im Monatsvergleich nach oben, was einem 5,3 %-Wachstum auf annualisierter Dreimonatsbasis entspricht. Auf Platz zwei folgt Minneapolis mit 0,35 % MoM bzw. 3,7 % auf Dreimonatssicht. Beide Städte hinkten in den letzten fünf Jahren gegenüber vielen anderen Märkten hinterher, holen jetzt aber auf.
Ganz anders sieht es in Phoenix, Miami und Las Vegas aus. Dort gaben die Preise um 0,5–0,6 % MoM nach, was annualisiert einem Rückgang von 8–10 % entspricht. Die obige Grafik (rebasierend auf 2006 = 100) veranschaulicht eindrücklich, wie unterschiedlich sich die regionalen Märkte entwickelt haben.
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