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Öl-Embargo gegen Russland: Kann die US-Produktion mit der Nachfrage Schritt halten?

Von Ellen R. Wald, Ph.D.Rohstoffe23.09.2022 06:10
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Öl-Embargo gegen Russland: Kann die US-Produktion mit der Nachfrage Schritt halten?
Von Ellen R. Wald, Ph.D.   |  23.09.2022 06:10
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Die Sorge um die Ölförderung in den USA wächst, insbesondere angesichts des herannahenden Termins zur Umsetzung der von den USA und der EU gegen russisches Öl erlassenen Sanktionen. Ohne eine Kehrtwende der USA und der EU treten die Sanktionen gegen russisches Öl am 5. Dezember in Kraft. Folglich nimmt die Nachfrage nach US-amerikanischen Ölexporten zu.

Die Frage aber lautet: Können die US-Fördermengen überhaupt mit der Nachfrage Schritt halten? Hier ein Blick auf den aktuellen Stand und die Probleme, die das Verhältnis von Angebot und Nachfrage in naher Zukunft beeinflussen könnten.

Die Energy Information Administration (EIA) geht in ihrer aktuellen Prognose davon aus, dass die US-Rohölförderung im Jahr 2022 bei durchschnittlich 11,8 Millionen bpd liegen wird. Tatsächlich hat die Produktion kürzlich die Marke von 12 Mio. bpd überschritten und schwankte zwischen Mitte Mai und Mitte September 2022 zwischen 11,9 Mio. bpd und 12,2 Mio. bpd. Dieser Wert liegt nahe an der Rekordförderrate von 12,3 Mio. bpd, die die USA Anfang 2020 erreicht haben. Obwohl die Fördermenge die Marke von 12 Mio. bpd erreicht hat, liegt die durchschnittliche US-Fördermenge für 2022 immer noch um etwa ein Fünftel unter den Werten für 2019.

Einem kürzlich erschienenen Artikel des Wall Street Journal zufolge nähern sich viele der im Permian Basin tätigen privaten Ölgesellschaften dem Ende einer Phase hohen Wachstums. Diese Unternehmen sind für einen Großteil des Produktionswachstums nach der Pandemie verantwortlich und betreiben derzeit fast die Hälfte der Bohranlagen in der Region. Außerdem besitzen sie etwa ein Fünftel der wertvollsten Ölfelder im Permian Basin.

Die vom Wall Street Journal durchgeführte Analyse, die sich auf Daten von Enverus stützt, macht deutlich, dass die Aktivität in diesem Gebiet bereits nachlässt. Demnach "haben sie viele ihrer besten Bohrstandorte bereits erschlossen und werden ihr schnelles Bohrtempo angesichts schrumpfender Bestände drosseln müssen". Infolgedessen, so die Untersuchung, sei es unwahrscheinlich, dass sie genug Öl liefern können, um die Nachfrage in den USA und weltweit langfristig zu befriedigen.

Gemäß den gegenwärtigen EIA-Prognosen wird die US-Produktion bis 2023 auf durchschnittlich 12,6 Mio. bpd ansteigen. Das wäre ein neuer Rekord. Diese Prognose stützt sich aber auf ein anhaltendes Wachstum im Permian Basin. Sollte dieses Wachstum jedoch gedrosselt werden, wäre ein Erreichen dieser Mengen in den USA sehr unwahrscheinlich.

Laut Dr. Dean Foreman, dem Chefökonom des API, gibt es jedoch keinen Mangel an erstklassigen Ölfeldern. In einem Interview mit ihm am vergangenen Montag im Podcast Energy Week, den ich mitmoderiere, erklärte er: "Wir haben die Ressourcen, das Gestein ist gut. Es gibt keinen Mangel an geologisch interessanten geologischen Strukturen, in denen man bohren könnte". Es sind vor allem der Arbeitskräftemangel, Verzögerungen in der Lieferkette, finanzielle Probleme und die Energiepolitik, die das Produktionswachstum bremsen.

Der Zugang zu den Kapitalmärkten bleibt ein großes Problem für Unternehmen, die ihre Bohrprojekte nicht selbst finanzieren können oder wollen. Aufgrund des Mangels an Fachpersonal häufen sich in einigen Regionen die bereits gebohrten, aber nicht fertiggestellten Bohrlöcher (Drilled but Uncompleted Wells, DUCs). Trotz der Lippenbekenntnisse des Weißen Hauses für eine verstärkte einheimische Energieproduktion hat es keine wesentlichen Änderungen an der Politik gegeben, die den Bau von Infrastrukturen und den Genehmigungsprozess behindern. Darüber hinaus bleiben die Stahlzölle der Trump-Administration in Kraft und erschweren den Energieerzeugern die Beschaffung von Stahl auch weiterhin.

Für die Rohstoffhändler bedeutet das, dass die EIA-Prognose für 2023 angesichts der Einschränkungen, mit denen die Produzenten in der produktivsten Region der USA konfrontiert sind, wahrscheinlich zu optimistisch ist. Das Problem ist jedoch nicht der Mangel an erschließbarem Öl, sondern eine ganze Reihe von Sachzwängen für die Produzenten, die ein Umfeld schaffen, in dem Steigerungen der Fördermenge schwieriger sind als je zuvor.

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Kommentare (4)
Ansgar Petrovsky
Ansgar Petrovsky 25.09.2022 15:35
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Wie wäre es mal mit Sanktionen gegen die USA als Hauptverursacher sämtlicher Kriege der letzten Jahrzehnte? Deutschland wird zur Wüste, wenn deren Bevölkerung die jetzige Regierung nicht sofort gegen kompetente und vor allem an ihrem eigenen Volk interessierte Führungskräfte ersetzt.
Maurizio Kaebisch
Maurizio Kaebisch 25.09.2022 15:35
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Wie viele haben Sie bekommen oder muss sie dafür nicht an die Front ?
Vedat Dogan
Vedat Dogan 25.09.2022 15:35
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Maurizio Kaebisch wie sehr hast du vor deinem Kommentar nachgedacht, oder etwa garnicht?
Fabian Koester
Fabian Koester 23.09.2022 22:28
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Ralf Tanas was ist hier eigentlich ihr Auftrag? Sind sie ein Bot der Moralpolizei? Ich habe noch nichts konstruktives von Ihnen lesen können was Deutschland voranbringt!
Ralf Tanas
Ralf Tanas 23.09.2022 22:28
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Investing ist auch nicht das Politische Zentrum in Deutschland
Michael Lorenz
Michael Lorenz 23.09.2022 20:09
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Ölembargo gegen Russland. Schwachsinn hoch 3
Ingo Hüneburg
Ingo Hüneburg 23.09.2022 16:48
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Amerika First. Daran können auch die vollkommen ideologisch verblödeten Grünen nichts ändern. Auch der armselige Joe schaut auf sein Land. Deswegen muss Fracking Gas und Öl so teuer werden das es uns wirklich schadet. Anders gehts nicht. Deutschland muss leiden, sonst ändert sich hier nichts. Sorry, aber es tut weh wenn ich sowas schreibe. Der Winter muss sibirisch werden und lange dauern. Frieren, wenns hilft Deutschland von diesen Narren zu befreien. Ich habe auch Gas und trotzdem muss es so teuer, werden das der, letzte Gutmensch anfängt nachzudenken, was bei uns falsch läuft. Deutschland kann die Welt nicht retten.
Christoph Geiser
Christoph Geiser 23.09.2022 16:48
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Bisher war Väterchen Frost, Mütterchen Russland stets gewogen.
Ralf Tanas
Ralf Tanas 23.09.2022 16:48
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Armer wicht der soetwas schreibt. Was ist bei Ihnen bloß schief gelaufenen das man so verbittert ist?
Vedat Dogan
Vedat Dogan 23.09.2022 16:48
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Ralf Tanas schreibst nur scheisse! Bist bestimmt Ukrainer oder einfach nur dumm und dämlich !
 
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