Die beste KI-Aktie im März (+46% in 3 Wochen)
Die Aktie der Lucid Group (NASDAQ:LCID) legte am Donnerstag einen satten Sprung hin und kletterte um mehr als 35 %. Der Auslöser? Eine Partnerschaft mit dem Ride-Hailing-Giganten Uber Technologies (NYSE:UBER) Inc., die das Potenzial hat, die Landschaft der autonomen Fahrzeuge nachhaltig zu verändern.
Ein 300-Millionen-Dollar-Deal, der die Karten neu mischt
Lucid, der Hersteller von Elektrofahrzeugen, hat sich eine kräftige Investition von 300 Millionen US-Dollar durch Uber gesichert. Diese Summe fließt in ein ehrgeiziges Robotaxi-Programm, das das Potenzial hat, unsere Vorstellung von Mobilität grundlegend zu verändern. Für Lucid ist diese strategische Partnerschaft ein wichtiger Meilenstein – sie markiert den Schritt hinaus über das klassische Geschäft mit Elektroautos und den Einstieg in den schnell wachsenden Markt für autonomen Transport.
Das Dream-Team: Lucid, Uber und Nuro
Die Partnerschaft bringt drei Schlüsselfiguren zusammen: Uber als Plattform und Investor, Lucid als Fahrzeughersteller und Nuro als Entwickler der autonomen Fahrtechnologie. Nuro, unterstützt von Google (NASDAQ:GOOGL) und dem SoftBank (TYO:9434) Vision Fund (TYO:9984), wird Level-4-Systeme für autonomes Fahren beisteuern. Diese sollen unter normalen Verkehrs- und Wetterbedingungen komplett ohne menschliches Eingreifen funktionieren – ein großer Schritt auf dem Weg zu vollautonomen Fahrzeugen.
Die Pläne sind ambitioniert: In den nächsten sechs Jahren will Uber mehr als 20.000 Robotaxis auf die Straßen bringen. Schon im kommenden Jahr soll der erste Robotaxi-Service in einer großen US-Metropole starten. Die Tests laufen bereits auf Hochtouren im Nuros Versuchszentrum in Las Vegas. Lucids Gravity-Modelle mit einer Reichweite von 450 Meilen sind dafür die erste Wahl – sie ermöglichen längere Einsatzzeiten und reduzieren Ladepausen, was die Betriebskosten deutlich senken könnte.
Marc Winterhoff, der interimistische CEO von Lucid, spricht von einem „völlig neuen“ adressierbaren Markt, den das Unternehmen durch diese Partnerschaft erschließt. Für Lucid ist das ein bedeutender Schritt hin zur Diversifizierung über den klassischen Endkundenverkauf hinaus.
Aktienkurs von Lucid schießt in die Höhe
Die Börse reagierte umgehend: Die Aktien der Lucid Group schlossen am Donnerstag bei 2,9985 US-Dollar – ein Plus von 30,94 % (+0,7085 US-Dollar) gegenüber dem Vortagesschluss von 2,29 US-Dollar.
Der Handelstag war von hoher Volatilität geprägt, mit Kursen zwischen 2,83 und 3,1899 US-Dollar. Das Handelsvolumen schnellte auf 438.799.205 Aktien hoch – mehr als das Dreifache des durchschnittlichen Volumens von 128.668.235. Trotz des Kurssprungs bleibt LCID noch unter dem 52-Wochen-Hoch von 4,43 US-Dollar, hat sich aber deutlich von seinem Tief bei 1,93 US-Dollar erholt.
Lucids Marktkapitalisierung liegt aktuell bei rund 9,147 Milliarden US-Dollar. Mit einem Beta von 0,82 zeigt die Aktie eine etwas geringere Schwankungsbreite als der Gesamtmarkt. Allerdings weist das Unternehmen ein negatives Ergebnis je Aktie (EPS) von -1,19 US-Dollar aus – ein Zeichen für die intensive Wachstums- und Investitionsphase, in der sich Lucid als aufstrebender EV-Hersteller befindet. Bemerkenswert: Vor der Ankündigung der Partnerschaft lag das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel der Analysten noch bei 2,53 US-Dollar – die Experten zeigten sich also bislang eher zurückhaltend.
Und was macht Uber?
Bei Uber Technologies fiel die Marktreaktion deutlich verhaltener aus. Die Aktie schloss bei 90,36 US-Dollar und gab leicht um -0,43 % (-0,39 US-Dollar) nach, während Investoren das 300-Millionen-Dollar-Investment erst einmal einordneten.
Mit einer Marktkapitalisierung von 189,084 Milliarden US-Dollar und einer soliden finanziellen Basis – einem KGV von 15,84 und einem positiven Ergebnis je Aktie (EPS) von 5,71 US-Dollar – spiegelt die Aktie die Stabilität einer etablierten Technologieplattform wider. Für Uber ist die Partnerschaft mit Lucid eine strategische Investition, um die eigenen Fähigkeiten im Bereich autonomer Fahrzeuge auszubauen, ohne das Kerngeschäft aus den Augen zu verlieren.
