Die beste KI-Aktie im März (+46% in 3 Wochen)
Egal, ob aus Leichtsinn oder Weitsicht – die Märkte steigen weiter „an einer Mauer der Sorgen“ empor, indem sie Zölle und andere Risikofaktoren, die den Aufwärtstrend bremsen könnten, weitgehend ausblenden. Auf Basis mehrerer ETFs zur Messung der Risikobereitschaft zeigt sich ein insgesamt optimistisches Bild – zumindest aus globaler Perspektive.
Das Wall Street Journal brachte die Stimmung dieser Tage mit einer Schlagzeile treffend auf den Punkt:
"Die Weltwirtschaft hat die Zollerhöhung gut verkraftet, allerdings droht ein stärkerer Gegenwind".
Dieser Gegenwind beschäftigt Anleger zwar schon das ganze Jahr über, doch aktuell lassen sich kaum Warnsignale in einem ETF-basierten Proxy für die globale Vermögensallokation erkennen. Grundlage ist hier das Verhältnis zwischen einer aggressiven (AOA) und einer konservativen (AOK) Strategie. Dieses Maß für die Risikobereitschaft bleibt positiv – und liegt de facto knapp unter einem Rekordhoch.

Auch die Stimmung an den US-Aktienmärkten wirkt derzeit solide – zumindest, wenn man das Verhältnis zwischen einem klassischen Maß für den US-Markt (SPY) und seinem Pendant mit geringerer Volatilität (USMV) betrachtet.

An den globalen Aktienmärkten zeigen ausländische Titel aus den Industrieländern (VEA) auch in diesem Jahr weiterhin relative Stärke gegenüber US-Aktien (VTI). Die entscheidende Frage lautet: Handelt es sich lediglich um eine Normalisierung nach einer außergewöhnlich langen Phase der US-Dominanz – oder deutet sich hier der Beginn einer längeren Periode an, in der nicht-amerikanische Märkte die Führung übernehmen?

Ähnliches zeigt sich im Vergleich zwischen US-Aktien (VTI) und Schwellenländer-Aktien (VWO), die in diesem Jahr erneut an Stärke gewonnen haben.

Die anhaltende Schwäche der US-Small-Caps (IJR) im Vergleich zu den Large Caps (SPY) ist mittlerweile unübersehbar. Titel mit kleinerer Marktkapitalisierung haben in den vergangenen Jahren wiederholt gezeigt, dass sie von einer Schwächephase in die nächste geraten können – und bislang gibt es keine Anzeichen dafür, dass sich an diesem Muster viel ändern dürfte.

Zum Schluss noch ein interessantes Schaubild: Es deutet darauf hin, dass Aktien aus dem Bereich sauberer Energien nach einer längeren Durststrecke wieder stärker ins Blickfeld risikobereiter Anleger rücken. Angesichts des aktuellen politischen Klimas in Washington kommt das etwas überraschend – sofern es dabei bleibt.
Trotzdem scheint der Markt Unternehmen aus dem Bereich alternativer Energien (ICLN) gegenüber klassischen Erdölwerten (XLE) eine bessere Perspektive zuzugestehen. Ob es sich dabei lediglich um kurzfristige Volatilität oder bereits um ein echtes Signal handelt, ist noch offen. In jedem Fall haben wir dieses Verhältnis auf unsere Short-List möglicher Trendänderungen gesetzt, die wir genau im Auge behalten.

