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Die Begriffe „Smart Money“ und „Dumb Money“ beziehen sich darauf, wie gut informiert und erfahren verschiedene Anlegertypen sind. Intelligentes Geld – also meist institutionelle Investoren und erfahrene Profis – arbeitet in der Regel mit gründlicher Analyse und fundierten Recherchen. Sie folgen disziplinierten Strategien und lassen sich weniger von Emotionen oder typischen Verhaltensfehlern leiten.
Dummes Geld hingegen – also viele nicht-professionelle Anleger – trifft Anlageentscheidungen oft emotional, folgt kurzfristigen Trends oder versucht, schnelle Gewinne mitzunehmen. Historisch gesehen hat das sogenannte intelligente Geld meist die besseren Ergebnisse erzielt. Es gibt aber Ausnahmen – wie etwa Anfang 2021, als Privatanleger auf Plattformen wie WallStreetBets plötzlich erfolgreicher waren als manche Hedgefonds.
Wie die folgende Darstellung zeigt, haben Institutionen und Hedgefonds – also das „Smart Money“ – in letzter Zeit massiv verkauft, während Privatanleger (das sogenannte „Dumb Money“) im großen Stil zugekauft haben. Die Meinungsunterschiede könnten kaum größer sein: Während es bei den Profis Rekordabflüsse aus dem Aktienmarkt gibt – ein klares Zeichen für Pessimismus – kaufen Privatanleger so stark wie seit 2008 nicht mehr.
Die spannende Frage ist: Wer liegt diesmal richtig?

Market Trading Update
Wie schon gestern erwähnt, zeigt der Marktverlauf aktuell Parallelen zu 2022 – zumindest bisher. Das wirft die Frage auf, ob die nächste Abwärtsbewegung kurz bevorsteht oder ob die Korrektur vielleicht schon durch ist. Eine einfache Antwort gibt es darauf nicht.
Gestern legte der Markt spürbar zu – ausgelöst durch die Nachricht eines Handelsabkommens mit dem Vereinigten Königreich. Interessant daran: Die USA haben mit dem Vereinigten Königreich einen Handelsüberschuss, was bedeutet, dass sie eigentlich Zölle hätten erheben müssen. Insofern war es politisch einfacher, ein Abkommen zu schließen als keines – und der Markt wertete das als positives Signal und bewegte sich in Richtung des 200-Tage-Durchschnitts (200-DMA).
Aus einer eher pessimistischen Perspektive gibt es aber durchaus Gründe zur Vorsicht: Der Markt ist kurzfristig überkauft, es gibt einen recht starken Widerstand im Bereich des 100- und 200-DMA, die aktuell fast zusammenlaufen – und gleichzeitig bleiben die Wirtschaftsdaten schwach. Das erhöht das Risiko eines Rückschlags.
Auf der optimistischen Seite lässt sich allerdings sagen: Die Marktbreite verbessert sich, die Dynamik nimmt zu – und die Aktienrückkäufe laufen in diesem Monat auf Hochtouren. Außerdem bieten die 20- und 50-DMA kurzfristig Unterstützung, was Spielraum für Anleger lässt, ihr Engagement bei Bedarf auszubauen.
Kurz gesagt: Wir sehen oben einen spürbaren Widerstand und unten eine solide Unterstützung. Ein Ausbruch nach oben könnte die Korrektur beenden und eine Erholung auf deutlich höhere Niveaus auslösen. Umgekehrt würde ein Rutsch unter die Unterstützung ein nicht zu unterschätzendes Abwärtsrisiko mit sich bringen.

Professionelle Vermögensverwalter sind aktuell deutlich untergewichtet in Aktien. Je weiter sich der Markt erholt, desto stärker steigt der Druck, ihre Allokationen wieder hochzufahren.
Sollte sich die Stimmung unter den institutionellen Anlegern weiter aufhellen, spricht vieles dafür, dass die Märkte in den kommenden Monaten weiter zulegen könnten.
Das heißt allerdings nicht, dass der Weg nach oben frei von Rücksetzern ist – kleinere Korrekturen von 3 bis 5 % sind durchaus möglich und könnten sogar attraktive Gelegenheiten bieten, um Positionen aufzustocken.

Aktuell bewegen sich die Märkte in einer Art „Niemandsland“. Auch wenn mein Ausblick insgesamt eher konstruktiv ist, spricht die enge Handelsspanne dafür, vorerst etwas vorsichtiger zu agieren.
Kurzfristig orientierte Trader können diese Spanne durchaus für gezielte Strategien nutzen. Für Anleger hingegen gilt: Es ist sinnvoll, mit größeren Long-Positionen zu warten, bis ein klarer Ausbruch über den Widerstand erfolgt.
Zwar verpasst man dadurch möglicherweise den Tiefpunkt, aber man steigt dafür mit deutlich geringerem Risiko ein – und es bleibt immer noch ausreichend Potenzial nach oben.
Die Beschäftigungslage ist nicht so gut, wie Powell behauptet
In der Pressekonferenz nach der FOMC-Sitzung betonte Jerome Powell, dass sich der Arbeitsmarkt in guter Verfassung befinde. Wörtlich sagte er:
„Der Bericht über die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft im April zeigte, dass die Einstellung von Arbeitskräften weiterhin in einem soliden Tempo erfolgte, wobei die Wirtschaft mehr als die erwarteten 177.000 Arbeitsplätze für den Monat hinzufügte.“
Was Powell allerdings nicht erwähnte: Die Beschäftigungszahlen der Vormonate wurden deutlich nach unten revidiert. Das Beschäftigungswachstum ist also zwar weiterhin positiv, zeigt im Vergleich zum Vorjahr aber eine klare Abschwächung.
Die folgende Tabelle, bereitgestellt vom BLS, zeigt die Revisionen der monatlichen BLS-Beschäftigtenzahlen. Nach Monat und Jahr folgt die ursprünglich gemeldete Stellenzahl, gefolgt von zwei nachträglichen Korrekturen. Wie man sieht, wurde das Wachstum insgesamt um 124.000 Stellen nach unten angepasst (−32k, −49k und −43k).
Die zweite Tabelle weiter unten fasst die ursprünglichen Daten und die Revisionen für dieses Jahr sowie für die beiden Vorjahre zusammen. Sie verdeutlicht die übergeordnete Entwicklung und das Ausmaß der Korrekturen.
Der Trend ist klar: Basierend auf den revidierten Daten hat sich das Beschäftigungswachstum über die letzten zwei Jahre abgeschwächt – und der Rückgang fällt in diesem Jahr noch deutlicher aus. Die durchschnittlichen monatlichen Revisionen sind 2025 negativer als in den Jahren 2023 und 2024.
Solche Korrekturen treten häufig in wirtschaftlichen Schwächephasen oder im Vorfeld einer Rezession auf. Könnte es also sein, dass die Beschäftigungslage doch nicht ganz so robust ist, wie Powell es darstellt?


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