Die beste KI-Aktie im März (+46% in 3 Wochen)
Am Freitag, dem OPEX-Tag, auch bekannt als Hexensabbat, laufen Aktienoptionen im Wert von fast 3 Bio. USD aus. Mehr als die Hälfte des Volumens entfällt auf S&P 500-Optionen, der Rest auf Einzeltiteloptionen. Die folgende Grafik zeigt Details zum Verhältnis von Puts zu Calls, zu Ausübungspreisen und zum Open Interest (offene Positionen, die noch nicht geschlossen oder erfüllt wurden).
Fast alle Puts liegen aus dem Geld (Strikes unterhalb des S&P 500-Kurses), während viele Calls bereits im Geld sind. Die Frage ist nun: Wie könnte sich dieser OPEX-Rekord für August auf den Markt auswirken?
Um das zu verstehen, muss man wissen, dass am anderen Ende dieser Geschäfte oft Banken und Broker stehen. Diese Liquiditätsanbieter sichern ihre Positionen aktiv ab, um Risiken zu steuern – vor allem durch Delta-Hedging.
Das Delta misst, wie stark sich der Wert einer Option verändert, wenn sich der Kurs des Basiswerts bewegt. Steigt der Kurs in Richtung des Call-Ausübungspreises, nähert sich das Delta dem Wert 1,0. Da viele Call-Strikes unter dem aktuellen Kurs liegen, bewegen sich die Deltas hier meist nahe 1, während Put-Deltas unter 1 liegen.
Das bedeutet: Steigt der Markt, haben Händler nur begrenzten Absicherungsbedarf bei Calls. Fällt er dagegen, könnten sie gezwungen sein, Hedges zu reduzieren und durch Verkäufe abzusichern. Weil viele Puts aus dem Geld liegen, kann zusätzlicher Absicherungsdruck diese Abwärtsbewegung noch verstärken.
Daraus ergeben sich drei Szenarien für den OPEX:
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Starker Rückgang: Händler reduzieren Call-Hedges und müssen zusätzlich Puts absichern – das verstärkt den Abwärtsdruck.
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Geringe Volatilität: Die Effekte bleiben überschaubar.
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Starker Anstieg: Händler sichern mehr Calls ab, was eine Rallye anfeuern könnte – der Spielraum für zusätzliche Absicherung ist aber begrenzt.

Schwache Zahlen beim Retailer Target: Schuld ist angeblich der schwache Verbraucher
Das Thema des rückläufigen privaten Konsums setzte sich am Mittwoch mit dem Quartalsbericht von Target (NYSE:TGT) fort. Das Unternehmen meldete einen Umsatz von 25,7 Mrd. USD – ein Plus von nur 1,1 % gegenüber dem Vorjahr und damit leicht unter den Erwartungen der Wall Street von 25,74 Mrd. USD. Die vergleichbaren Umsätze legten insgesamt um 0,3 % zu, getragen von einem Plus von 4,7 % im Onlinegeschäft.
In den Filialen dagegen brachen die vergleichbaren Umsätze um 5,7 % ein. Der Gewinn pro Aktie lag bei 1,85 USD – ein Rückgang von 11,9 % gegenüber dem Vorjahr und deutlich unter den Konsensschätzungen von 2,30 USD. Auch die Bruttomarge enttäuschte mit 27,2 % (Vorjahr: 27,4 %, erwartet: 28,7 %).
Die Prognosen unterstreichen die Sorge des Managements, dass sich das schwache Verbraucherverhalten fortsetzt. Target senkte die EPS-Guidance für das Gesamtjahr von 9,00–9,70 USD auf 8,30–8,90 USD. Führungskräfte äußerten sich entsprechend vorsichtig:
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„In Anbetracht des makroökonomischen Umfelds und der laufenden Investitionen zur Förderung des langfristigen Wachstums sind wir bei unseren Prognosen für den Rest des Jahres eher vorsichtig.“
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„Die Weihnachtssaison ist wirklich gut angelaufen, dennoch raten wir zu einer gewissen Vorsicht.“
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„Im ersten Quartal musste unser Team ein äußerst schwieriges Umfeld bewältigen.“
Die Aktie reagierte deutlich: Nach Vorlage der Zahlen und dem Rücktritt des CEO fiel Target um mehr als 10 %. Der Kurs des Upmarket-Retailers notiert nun auf dem Tiefpunkt der Pandemie (siehe unten).

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