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Angesichts der zweimonatigen Verzögerung war der am Donnerstag veröffentlichte BLS-Beschäftigungsbericht zur Arbeitsmarktlage im September bei weitem nicht so aussagekräftig wie üblich. Trotz der Tatsache, dass es sich um ältere Daten handelt, ist bemerkenswert, dass die Zahl der Arbeitsplätze um 119 Tsd. gestiegen ist, während die Arbeitslosenquote gleichzeitig von 4,3 % auf 4,4 % zulegte.
An den Märkten sorgten diese Zahlen jedoch kaum für Bewegung – zu gering ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie den Kurs der Fed in Richtung einer Zinssenkung oder eines Kurswechsels beeinflussen. Auch wenn die Beschäftigungszahlen selbst wenig Orientierung boten, enthält der Bericht eine Komponente, die oft weniger Beachtung findet und die wir uns genauer ansehen sollten: die dauerhaften Arbeitsplatzverluste.
Das BLS unterscheidet bei Arbeitsplatzverlusten grundsätzlich zwei Kategorien: dauerhaft und vorübergehend. Die nachstehende Tabelle erläutert die Unterschiede.

Wenn man berücksichtigt, dass die Wirtschaft in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich gewachsen ist, deutet der steigende Anteil dauerhaft entlassener Arbeitskräfte darauf hin, dass die jüngsten Kündigungen eher struktureller Natur sind als rein konjunkturell bedingt. Gleichzeitig gilt es zu beachten, dass selbst dauerhaft entlassene Personen aus dieser Kategorie herausfallen, sobald sie eine neue Beschäftigung finden.
Wie das nachstehende Schaubild zeigt, nimmt die Zahl der dauerhaften Arbeitsplatzverluste typischerweise kurz vor oder während einer Rezession deutlich zu – und geht während eines Aufschwungs entsprechend wieder zurück.
Vor diesem Hintergrund wirft der jüngste Anstieg der dauerhaften Arbeitsplatzverluste mehrere zentrale Fragen auf:
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Schadet die K-förmige Erholung bestimmten Branchen so stark, dass sie zu einem nachhaltigen Abbau von Arbeitsplätzen führt?
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Verursacht die KI bereits dauerhaft wegfallende Stellen?
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Signalisiert der steigende Anteil dauerhafter Arbeitsplatzverluste, dass eine Rezession unmittelbar bevorstehen könnte?
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Oder handelt es sich lediglich um eine Normalisierung nach den ungewöhnlichen Verzerrungen des Arbeitsmarktes in der Zeit nach der Pandemie?

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