Die beste KI-Aktie im März (+46% in 3 Wochen)
Im vergangenen Jahr haben sich Energieaktien überraschend robust gezeigt – und das trotz deutlich schwächerer Rohölpreise. So legte der Energie-ETF Energy Select Sector SPDR Fund in den vergangenen sechs Monaten um 14 % zu, während der Ölpreis im gleichen Zeitraum um 12 % nachgab.
Die beiden Schwergewichte des XLE, Exxon Mobil (NYSE:XOM) und Chevron (NYSE:CVX), die zusammen rund 40 % des ETF ausmachen, konnten im selben Zeitraum sogar um 30 % beziehungsweise 14 % zulegen.
Das wirft eine zentrale Frage auf: Antizipieren Energieaktien bereits steigende Ölpreise – oder ist die Entwicklung zu weit vorausgelaufen und damit anfällig für eine Korrektur?
Folgt man der These einer wirtschaftlichen Reflation, würden mit zunehmender wirtschaftlicher Aktivität auch die Energiepreise steigen. In diesem Szenario wären die aktuellen Bewertungen von Energieaktien durchaus gerechtfertigt. Geht man hingegen davon aus, dass die Wirtschaft lediglich mit ihrer Potenzialrate von rund 2,0–2,5 % wächst, erscheinen die Rohölpreise eher fair bewertet – was auf ein begrenztes Aufwärtspotenzial und mögliche Schwäche bei Energieaktien hindeuten könnte. Noch pessimistischer sind Rezessionsszenarien, die einen Ölpreis von etwa 45 USD unterstellen und entsprechend Gegenwind für den Energiesektor implizieren.
Um diese Zusammenhänge greifbarer zu machen, haben wir das nachstehende Streudiagramm herangezogen, das die Beziehung zwischen Energieaktien und Rohölpreisen quantifiziert. Auf Basis eines R-Quadrats von 0,49 für die prozentualen Sechsmonatsveränderungen von XLE und Öl ergibt sich derzeit folgendes Bild: Entweder ist der XLE um rund 17 % überbewertet, oder die Rohölpreise sind um etwa 21 % unterbewertet – vermutlich liegt die Realität irgendwo dazwischen.
Sollte es jedoch zu einer Konjunkturabschwächung oder Rezession kommen und der Ölpreis tatsächlich auf 45 USD fallen, könnte der XLE um rund 30 % nachgeben und damit seinen fairen Wert erreichen. Diese Analyse stellt keine Prognose für die Entwicklung von Öl- oder Energieaktien dar, sondern dient vielmehr als Einordnung des potenziellen Abwärtsrisikos im Energiesektor.

Die Fed macht wie erwartet nichts
Wie allgemein erwartet, hat die Federal Reserve die Zinssätze unverändert gelassen. In der veröffentlichten Erklärung hat der Offenmarktausschuss Federal Open Market Committee (FOMC) seine Einschätzung zur wirtschaftlichen Lage von „moderat“ auf „solide“ angehoben und zugleich den Ausblick für den Arbeitsmarkt verbessert. Auffällig ist zudem, dass die Fed die Formulierung „Die Abwärtsrisiken für die Beschäftigung sind in den letzten Monaten gestiegen“ aus der vorherigen Erklärung gestrichen hat.
Am Ende des Dokuments wird darauf hingewiesen, dass sich die stimmberechtigten Präsidenten der regionalen Fed-Banken bei der FOMC-Sitzung in diesem Monat verändert haben. Zudem sprachen sich Christopher Waller und Stephen Miran für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte aus. Trotz zahlreicher sprachlicher Anpassungen bestätigt die Erklärung insgesamt die Markterwartung, dass die Fed weitere Zinssenkungen vorerst pausieren dürfte.
Auf der anschließenden Pressekonferenz äußerte sich Jerome Powell wie folgt:
-
Powell betonte, dass die aktuellen Wirtschaftsdaten durch den Regierungs-Shutdown verzerrt seien, diese Effekte jedoch rasch nachlassen dürften.
-
Seit der letzten Sitzung habe sich der wirtschaftliche Ausblick verbessert, was die Streichung des Begriffs „Abwärtsrisiko“ mit Blick auf den Arbeitsmarkt erkläre.
-
Zum US-Dollar äußerte sich Powell nicht und verwies auf die Zuständigkeit des Finanzministeriums: „Wir sprechen nicht über den US-Dollar oder darüber, was ihn bewegt.“
-
„Dieses Jahr beginnt auf einer soliden Grundlage für Wachstum“ – entsprechend sei die Geldpolitik derzeit „gut aufgestellt“.
-
Die vorliegenden Daten ließen kaum den Schluss zu, dass die Geldpolitik übermäßig restriktiv sei. Eine weitere Normalisierung könne jedoch erfolgen, sofern sich die Inflationsraten weiter dem Ziel annähern.
-
Powell sieht die inflationären Effekte inzwischen als weitgehend überschritten an und verweist darauf, dass der Verbraucherpreisindex ohne Zölle bei rund 2 % liege.

Tweet des Tages

