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Der anhaltende Shutdown in den USA verzögert weiterhin die Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsberichte. Die zuletzt verfügbaren Daten deuten jedoch laut dem Median der Schätzungen einer Reihe von Nowcasts, die von Capital Spectator zusammengestellt wurden, nach wie vor auf ein solides Wachstum des BIP im kommenden dritten Quartal hin. Je länger der Stillstand der Regierungsaktivitäten anhält, desto größer wird allerdings die Unsicherheit – denn die Prognosen veralten zunehmend und spiegeln die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen immer weniger wider.
Das Bureau of Economic Analysis (BEA) – eine Behörde des US-Handelsministeriums, die offizielle Wirtschaftsdaten erstellt – plant, seine erste Schätzung des BIP für das dritte Quartal am 30. Oktober zu veröffentlichen, sofern der Regierungsstillstand bis dahin beendet ist. Derzeit ist die BEA infolge des Shutdowns geschlossen.
Unsere mittlere Prognose für das dritte Quartal liegt nach den jüngsten verfügbaren Daten bei soliden +2,4 %. Damit fällt das Wachstum zwar geringer aus als die kräftigen +3,8 % des zweiten Quartals, signalisiert aber weiterhin eine moderat robuste Wirtschaftstätigkeit im Zeitraum Juli bis September. Das Rezessionsrisiko blieb somit auch im vergangenen Quartal vergleichsweise gering.

Dennoch mehren sich die Warnzeichen für das vierte Quartal. Laut einer Analyse von Moody’s Analytics schrumpft derzeit rund ein Drittel der Volkswirtschaften der US-Bundesstaaten, während weitere 13 stagnieren. Besonders besorgniserregend ist die Entwicklung in zwei der wichtigsten Bundesstaaten für das US-BIP: Kalifornien und New York. Beide befinden sich laut Mark Zandi, Chief Economist von Moody’s, an einem kritischen Punkt: „Beide Staaten stagnieren. Das sind große Staaten, und wenn sie in die roten Zahlen rutschen, wird das wahrscheinlich die Wirtschaft der gesamten Nation mit sich reißen.“
Auch die jüngsten Umfragedaten für September zeichnen ein gemischtes Bild. Der S&P US Composite PMI, ein verlässlicher Frühindikator und BIP-Proxy, signalisiert zwar eine Verlangsamung des Wachstums, zeigt aber weiterhin ein moderat positives Momentum. Das Beratungsunternehmen berichtet: „Die Beschäftigung ist kaum noch gestiegen, aber das Vertrauen in die Aussichten hat sich spürbar gefestigt. Der Kostendruck bleibt hoch, obwohl die Inflation auf ein Fünfmonatstief gefallen ist. Ein ähnlicher Trend war bei den Produktionskosten zu beobachten.“
Je länger der Shutdown anhält, desto spürbarer werden die ökonomischen Folgen. Eine Faustregel unter Ökonomen besagt, dass das BIP für jede Woche, in der die Regierung geschlossen bleibt, um 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte sinkt.
Der Stillstand dauert inzwischen mehr als eine Woche an (seit dem 1. Oktober), und eine politische Lösung ist weiterhin nicht in Sicht. Zwei Gesetzesentwürfe zur Finanzierung und Wiederaufnahme der Regierungsaktivitäten wurden am Donnerstag im Senat abgelehnt. Bislang zeigen die Abgeordneten keine Bereitschaft, von ihren jeweiligen parteipolitischen Positionen in der Haushaltsfrage abzurücken.
